©iStock.com/EdStock

Abgeltungsteuer vor der Abschaffung?

Die Sozialdemokraten wünschen sich eine Abschaffung der Abgeltungsteuer, weil sie Kapitalrenditen wie Zinsen und Dividenden nur mit 25 Prozent Abgaben belastet. Da auf Arbeitseinkünfte bis zu 45 Prozent fällig werden, halten SPD-Politiker die pauschale Abgeltung für ungerecht.

Es gab gute Gründe für die Abgeltungsteuer

Es war der SPD-Minister Peer Steinbrück, der gleich nach der letzten Finanzkrise die pauschale Abgeltung mit dem Ausspruch einführte: besser 25 Prozent auf X als 45 Prozent auf nichts. Nach nur neun Jahren und angesichts des derzeitigen Umfragetiefs will die SPD von der praktischen Quellensteuer nicht mehr viel wissen, denn sie vermutet dahinter eine Begünstigung der Reichen. Ebenso wie Finanzminister Schäuble fordert die Partei, Kapitaleinkünfte zukünftig mit Arbeitseinkommen gleichzusetzen und bis 45 Prozent zu besteuern.

Fakten, die gegen eine Abschaffung sprechen

Die Abgeltungsteuer abzuschaffen, bedeutet auf den steuerlichen Resetknopf zu drücken. Daher müssten im Rahmen der Gleichbehandlung einige Regeln aus der Zeit vor der Pauschale wieder aktiviert werden.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Dazu gehört beispielsweise das Ende der Werbepauschale zugunsten einer vollen Abzugsfähigkeit aller tatsächlichen Werbekosten. Auch müssen Aktionäre, wie es jeder Unternehmer tut, Verluste mit Gewinnen verrechnen können und Dividenden dürften nur zu etwa 50 Prozent besteuert werden. Kommen alle Punkte zur Beachtung, würde das zukünftige Steueraufkommen deutlich niedriger liegen als derzeit mit der Quellensteuer. Vermögende würden sogar entlastet, wie folgendes Beispiel deutlich macht:

  • Dividenden in Höhe von 2.000 Euro resultieren bei der Pauschale in einer Steuerschuld von 500 Euro.
  • Bei einer Abschaffung der Pauschalbesteuerung würden beim maximalen Steuersatz von 45 Prozent auf die Hälfte nur 450 Euro fällig.

Abschaffung nicht vor 2017

Die Abgeltungsteuer darf nicht zum Wahlkampfthema werden, das könnte den etablierten Parteien noch mehr Wählerstimmen kosten, weil vielen Sparern und Anlegern dann höhere Steuern abverlangt werden. Gleichwohl hat die Abgeltungsteuer aus Sicht der Politik ihren ursprünglichen Grund verloren (siehe Parteichef Gabriel im Bild oben). Sie sollte Steuerflucht verhindern, ein Unterfangen, welches mittlerweile vom Datenaustausch mit mehr als 100 Ländern unmöglich gemacht wird.

Ein Bitcoin unterm Weihnachtsbaum? Mandantenbrief 01/18

Sollte man noch auf den Zug aufspringen oder steht der Crash bevor? Nur der Anteil, mit dem man in eine Spielhalle oder ein Spielkasino gehen würde, sollte zum Einsatz kommen. Ansonsten Finger weg!
Lesen Sie mehr

Lebensversicherer gefährden Altersvorsorge – Mandantenbrief 10/17

Bei den anhaltenden Niedrigzinsen wird es für Lebensversicherer fast unmöglich, noch Erträge zu erwirtschaften, die die garantierte Mindestverzinsung sicherstellen - von Überschüssen ganz zu schweigen.
Lesen Sie mehr

Bearbeitungsgebühren zurückfordern – Mandantenbrief 11/14

Lieber Leser, der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei nach 12/2004 aufgenommenen Bankdarlehen unzulässig sind. Höchstrichterlich entschieden ist dies endgültig für Verbraucherkredite. Analog gilt dies wohl auch für Baufinanzierungskredite.
Lesen Sie mehr

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.
Lesen Sie mehr

Zweite Meinung – Mandantenbrief 10/14

Verbraucher wünschen eine Zweitmeinung: Die meisten Patienten wollen eine zweite ärztliche Meinung einholen, zeigt eine Studie der Asklepios Kliniken Hamburg. Aber viele wissen überhaupt nicht, dass es das Recht auf eine Zweitmeinung bereits gibt. In der Finanzberatung ist das noch vollkommen unüblich.
Lesen Sie mehr

Nachhaltigkeit in der Geldanlage – Mandantenbrief 04/16

Lieber Leser, Nachhaltigkeit – ethische Geschäftspraktiken und aktiver Ressourcenschutz – ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Wert geworden. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass auch das Volumen nachhaltiger Geldanlagen beträchtlich zugenommen hat.
Lesen Sie mehr

Fondsbindung bedeutet Eigenverantwortung – Mandantenbrief 11/17

Die Auslagerung der Verantwortung für die Rendite vom Versicherer zum Kunden bezüglich der Renten- oder Kapitalhöhe ist den allermeisten Verbrauchern nicht bewusst, Darin liegt ein vielfach unerkanntes Risiko der eigenen Altersvorsorge.
Lesen Sie mehr

Tsunami an den Devisenmärkten – Mandantenbrief 1/15

Lieber Leser, die Schweizer Nationalbank hat die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Hintergrund ist die erwartete Schwäche des Euros. In Wahrheit kapituliert die mächtige Zentralbank aber vor den ungeheuren Massen an jederzeit verfügbarem, Anlagemöglichkeiten suchenden Kapitals.
Lesen Sie mehr

Klugheit besiegt eben nicht den Markt – Mandantenbrief 04/17

Liebe Leser, genau ein derartiger Mandantenbrief, wie der, der Ihnen nun vorliegt, hat mir eine interessante Erfahrung beschert, an der ich Sie gerne teilnehmen lassen möchte. Daher kommt die April-Ausgabe auch leicht verspätet. Bitte um Nachsicht.
Lesen Sie mehr

Aktien ETF – ein Geldwert? – Mandantenbrief 10/16

Der ETF oder auch Exchange Traded Funds wird von Verbraucherschützern als das Allheilmittel der Finanz- und Anlegerwelt gefeiert. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er aber eher ein Geld- als ein Sachwert.
Lesen Sie mehr

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

7 + 14 =