Auf dem Höhepunkt der Eurokrise machten besonders Portugal, Italien, Irland, Griechenland sowie Spanien durch ihre Extremverschuldung aus sich aufmerksam.

Die Gruppe wurde kurz unter der Bezeichnung Piigs zusammengefasst, die Prognosen zur wirtschaftlichen Erholung fielen damals überwiegend negativ aus.

Prognosen sinnvoll?

Angesichts der wenig ermutigenden Prognosen sorgten sich viele Verbraucher um den Fortbestand der jungen Gemeinschaftswährung. Randalierende Demonstranten und stürzende Regierungen lösten bei vielen eine Endzeitstimmung aus, die Gemeinschaft führte sich die Kosten des weltweit einzigartigsten und ehrgeizigsten Währungsprojekts vor Augen.

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Seit der letzten Wirtschaftskrise verlief die Entwicklung den als Piigs bezeichneten Länder nicht immer den Prognosen entsprechend. Einige Staaten, wie beispielsweise Irland erholten sich teilweise, während Griechenland sich in anhaltend tiefer Rezession befindet. Auch Spanien verzeichnete kurze Erholungsphasen, doch die extreme Arbeitslosigkeit von 25 Prozent wirkt wie ein Bremsklotz auf die Bemühungen.

Überraschend ist daher die Tatsache, dass 2013 einige der Piigs zu den Aktienmärkten mit überdurchschnittlicher Performance zählten.

1.) Griechenland zeigte sich als Markt mit der zweitbesten Performance (45 Prozent Rendite).

2.) Irland wurde vierter mit 35 Prozent.

3.) Spanien erreichte den achten Platz (26 Prozent).

4.) Italien kam auf den 17. Platz (16 Prozent).

Daraus können gleich zwei Erkenntnisse gezogen werden:

1.) Wie Wirtschaftskraft eines Landes hat nichts mit den Renditen seiner Aktienmärkte zu tun. Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung haben keinen Einfluss auf die Anlagen-Rendite.

2.) Prognosen bieten keine Möglichkeit, jedes Jahr die besten oder schlechtesten Performer zu bestimmen.

Lieber prognosefrei?

Die überzeugendste Methode zur Umgehung dieser Herausforderungen ist die Anwendung einer Anlagestrategie, welche nicht auf Prognosen basiert, und nicht auf die Vorhersagen zu Volkswirtschaften oder Anlagerenditen angewiesen ist. Trotzdem kann und sollte diese Anlagestrategie Ansätze von allem enthalten.

Wer sich eine Anlagestrategie aneignet, die nicht auf Vorhersagen aufgebaut ist, wird sicher in seinem Portfolio neben Gewinnern auch einige Verlierer vorfinden. Er muss allerdings auch niemanden für die Erstellung kaum haltbarer und selten zutreffender Prognosen bezahlen.

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