Mario Draghi ist der Chef der Europäischen Zentralbank, er hat in den Jahren 2011 und 2012 Staatsanleihen aus finanziell schwachen Nationen der Eurozone in dreistelliger Milliardenhöhe aufgekauft. Im Frühjahr 2015 entscheidet der Europäische Gerichtshof über weitere Anleihenkäufe, dann kann der Notenbankchef wieder seiner Kaufsucht frönen.

Europäischer Gerichtshof versus Bundesverfassungsgericht

Mario Draghi muss noch ein paar Monate abwarten, im Frühling des kommenden Jahres entscheiden die Richter in Brüssel über sein aktuelles Ankaufprogramm. Bei diesem geht es erstrangig um Schuldverschreibungen aus den Krisenländern in der südlichen Peripherie der Europäischen Gemeinschaft.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Sollten die Richter den OMT-Beschluss abschmettern, was allerdings nicht erwartet wird, könnten Griechenland, Italien und Spanien erneut in finanzielle Bedrängnis geraten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte bereits Anfang Februar 2014 den OMT-Beschluss für verfassungswidrig gehalten und zur endgültigen Entscheidung den Europäischen Gerichtshof angerufen. Denn die Richter in Brüssel sind für das Recht in Europa die einzig kompetenten Ansprechpartner. Gleichwohl hat sich das Karlsruher Richtergremium die ultimative Entscheidung für den deutschen Bereich vorbehalten.

Draghi wegen unerlaubter Staatsfinanzierung unter Kritik

Was sich hinter der Bezeichnung OMT-Programm verbirgt, wurde bereits im Herbst 2012 deutlich. Demnach will Draghi unbegrenzt Staatsanleihen aus europäischen Krisenregionen aufkaufen, einzige Bedingung: Die betroffenen Staaten unterwerfen sich dem Europäischen Rettungsmechanismus (ESM) in allen Regeln. Draghi wurde deshalb wegen nicht erlaubter Staatsfinanzierung kritisiert, der EZB-Chef hält jedoch die Vorgehensweise mit seinem Mandat vereinbar.

Während es beim OMT-Programm bislang nur bei Ankündigungen blieb, war die EZB zwischen den Jahren 2010 und 2012 sehr aktiv in Anleihenaufkäufe aus den finanzschwachen Euroländern engagiert. Damit wurden Spanien und Italien enorme Zinskosten erspart, gleichzeitig waren sie zu Reformen aufgefordert. Im Ergebnis verliefen die Reformpläne im Sand, allein die erleichterte Neuaufnahme von Schulden schien attraktiv.

Draghi kauft auch bedenkliche Papiere

Der Zentralbankboss kann sich kaum bis zum Richterspruch aus Brüssel gedulden und sucht derweil nach neuen Betätigungsfeldern. Sein neuestes Instrument sind ABS-Papiere, genau diese haben die europäische Finanzkrise überhaupt erst entstehen lassen. Die offizielle Begründung von Draghi: Das Geld soll die Kreditvergabe an bedürftige Unternehmen erleichtern. Dumm dabei ist allerdings, dass die Mittel nur selten in den Betrieben ankommen.

Pleite von Lebensversicherern? – Mandantenbrief 05/15

Liebe Leser, die zu hohen Zinsversprechen der Lebensversicherungen waren bisher hauptsächlich ein Problem der Menschen, die damit ihre Altersvorsorge geplant hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu Ausfällen, steigt mit jedem Monat, der nur Minizinsen für die Versicherungsgelder bietet.
Lesen Sie mehr

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ......
Lesen Sie mehr

Lachs so teuer wie ein Fass Nordseeöl – Mandantenbrief 02/16

Liebe Leser, Erdöl wurde jahrzehntelang als schwarzes Gold bezeichnet. Es war vergleichsweise selten, besaß vermeintlich endliche Reserven und war für die globale Wirtschaft extrem wichtig. Der geradezu groteske Preisverfall führte nun aber dazu, dass ein Lachs teurer ist als ein Barrel Nordseeöl.
Lesen Sie mehr

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.
Lesen Sie mehr

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!
Lesen Sie mehr

Immobilien und ein persönlicher Meilenstein – Mandantenbrief 05/2017

Liebe Leser, die Meldungen über den Immobilienboom und die dauernd steigenden Preise führen bei den Eigentümern regelmäßig zu Glücksgefühlen, ist das eigene Vermögen virtuell doch schon wieder gestiegen. Wer aber nicht in den Metropolen oder deren Speckgürtel lebt, für den gelten veränderte Bedingungen. Und wer nicht laufend investiert, dessen Eigenheim verliert sogar an Wert.
Lesen Sie mehr

Trotz Terror – Aktien kaufen – Mandantenbrief 08/16

IS-Terror in Frankreich, Staatsterror in der Türkei, Amokläufe in Deutschland. Ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat, der Hass auf Minderheiten zum Programm erhebt. Europa bricht auseinander. Und nun Aktien kaufen - wie unvorsichtig ist das denn?
Lesen Sie mehr

Zweite Meinung – Mandantenbrief 10/14

Verbraucher wünschen eine Zweitmeinung: Die meisten Patienten wollen eine zweite ärztliche Meinung einholen, zeigt eine Studie der Asklepios Kliniken Hamburg. Aber viele wissen überhaupt nicht, dass es das Recht auf eine Zweitmeinung bereits gibt. In der Finanzberatung ist das noch vollkommen unüblich.
Lesen Sie mehr

Am Mute hängt der Erfolg – Mandantenbrief 06/2017

Liebe Leser, schon Theodor Fontane hat im vorletzten Jahrhundert für sich formuliert: "Am Mute hängt der Erfolg." Der Mut, neue Lebenswege auch zur Unzeit zu erwägen, zu diskutieren und gegebenenfalls umzusetzen, kann ganz neue Chancen eröffnen. Wir haben dies in den letzten Wochen erlebt und möchten Sie gerne daran teilhaben lassen.
Lesen Sie mehr

Droht eine neue Finanzkrise? – Mandantenbrief 08/17

Runde Jubiläen laden zum Rückblick ein. Die Finanzkrise hat vor 10 Jahren begonnen. Wie war damals die Stimmung und was hat sich seit dem verändert? Sind wir klüger geworden?
Lesen Sie mehr

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

11 + 9 =