Durch diszipliniertes Rebalancing werden langfristig Anlagerisiken reduziert und gleichzeitig die Renditechancen verbessert.

So können Wertschwankungen ausgeglichen und das Portfolio zu seiner ursprünglichen Allokation zurückgeführt werden. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr zum Mehrwert und den verschiedenen Strategien.

Der Mehrwert von Rebalancing

Mit dem Ausdruck verbindet sich die Neugewichtung des Portfolios. Diese ist notwendig, um zu stark ausgeprägte Abweichungen von der anfänglich festgelegten Asset Allokation zu vermeiden.

Ziel der Neugewichtung ist, Anlageklassen mit zu starkem Wertzuwachs anteilig zu veräußern und Assetklassen mit Wertminderung entsprechend der Verluste zuzukaufen.

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Die Experten der Branche verweisen auf drei Gründe, warum Rebalancing langfristig von Mehrwert begleitet wird:

1.) Höhere Renditen werden meist durch risikoreiche Anlagen generiert. Dadurch kann mit der Zeit der Anteil risikoreicher Investments vom eigentlichen Anlageplan abweichen. Mit regelmäßiger Neugewichtung wird das Risikoniveau wieder auf seinen ursprünglichen Level zurückgefahren.

2.) Würden Anleger auf Rebalancing verzichten, ergäben sich neben der Risikoerhöhung auch Veränderungen des systematischen Risikoengagements.

3.) Durch die Neugewichtung werden hochbewertete Anlagen und Investments mit niedriger Bewertung sinnvoll und mit System umgeschichtet.

Rebalancing ist ein Idealansatz für alle Privatanleger, sie können damit den psychologischen Fallstricken bei Investments begegnen.

Die meistangewendeten Strategien bei der Neugewichtung

Zwei Arten der Neugewichtung kommen in der Anleger-Praxis besonders häufig vor, die Kalender-Variante und das Intervall Rebalancing.

Bei der Kalender-Variante wird das Portfolio in festgelegten Zeitabständen ausbalanciert, unabhängig von Marktbewegungen und mit geringem Aufwand. Der Nachteil der Variante kommt dann zum Tragen, wenn zwischen den Zeitabständen die Abweichungen zur ursprünglichen Asset Allokation sehr groß werden.

Bei der Neugewichtung in Intervallen wird das strategische Gewicht jeder Anlageklasse mit einem Toleranzband versehen. Reißt dieses Band, tritt sofort eine Portfolioanpassung ein. Diese Methode ist sehr aufwendig und erfordert ständige Überwachung, jedoch überzeugt sie durch wesentlich verbesserte Kontrolle und schnelle Anpassungen bei Bedarf.

Abschließend sollten Anleger noch erfahren, dass Rebalancing nicht frei von Kosten ist, es können Gebühren und Steuern anfallen. Welche Neugewichtungs-Strategie die Richtige ist, sollte jeder Marktteilnehmer selbst entscheiden.

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