Wer sein Immobilien-Darlehen vorzeitig tilgt, muss in der Regel eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen, wenn die Zinsbindung noch nicht abgelaufen ist. Damit erhält die Bank einen Ausgleich für den entstehenden Aufwand und mögliche Ertragsverluste durch die früher erfolgende Geschäftsauflösung.

In vielen Fällen wird die Vorfälligkeitsentschädigungen nach Meinung von Verbraucherschützern zu hoch berechnet.

Vorfälligkeitsentschädigungen: Dreitausend Fälle analysiert

Die Verbraucherzentralen und ihr Bundesverband haben aktuell dreitausend vorzeitige Rückzahlungen untersucht.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Dabei gab es interessante Erkenntnisse: lag die Vorfälligkeitsentschädigungen im Zeitraum 2007/2008 im Schnitt noch bei vier Prozent des Restkapitals, ist sie 2012/2013 auf elf Prozent gestiegen. Das liegt nach Analyse der Verbraucherschützer nicht nur an den gesunkenen Zinsen, sondern auch an der Berechnungsmethode.

Sinkende Zinsen – steigende Entschädigung

Bei sinkenden Zinsen steigen die Entschädigungsbeträge, weil der Ertragsverlust größer wird, der der Bank dadurch entsteht, dass sie das vorzeitig zurückgezahlte Geld nur zu einem niedrigeren Zinssatz wieder verleihen oder anlegen kann. Die allgemein sinkende Zinsentwicklung haben die Verbraucherschützern bei ihren Berechnungen berücksichtigt. Aber auch danach blieben zum Teil deutliche Unterschiede zu den Bank-Berechnungen.

Erhebliche Abweichungen

In vierzig Prozent der Fälle gab es Abweichungen von mehr als zehn Prozent, bei zwanzig Prozent der Tilgungen machte der Unterschied mehr als zwanzig Prozent aus, in zwölf Prozent der Fälle sogar mehr als dreißig Prozent. Bei fast zwei Drittel der festgestellten Abweichungen fiel die Berechnung der Banken zu ungunsten der Kreditnehmer aus. Nur jede fünfte Vorfälligkeitsentschädigungen der Bank war günstiger als bei den Verbraucherschützern.

Verbindliche Regeln gefordert

Unrechtmäßiges Verhalten wird den Banken dabei nicht unterstellt. Es liege vielmehr an der unzureichenden Regulierung der Entschädigungsberechnung, dass die Ergebnisse für die Kunden oft zu schlecht seien. Den Banken würden dadurch Spielräume gegeben, die sie zu ihrem Vorteil nutzten. Die Verbraucherzentralen und ihr Bundesverband fordern daher einmal mehr verbindliche Regeln für die Berechnung der Vorfälligkeitsentschädigung, die für die Kunden eindeutig, transparent und fair sind.

Flüchtlingskrise und die Börse – Mandantenbrief 11/15

Lieber Leser, jahrelang sorgten sich die Kapitalmärkte um das im europäischen Zusammenhang so winzig kleine Griechenland. Krisensitzungen, die ganze Nation bewegende Bundestagsabstimmungen und „Brennpunkte“ ohne Ende haben die letzten Jahre bestimmt. Und nun?
Lesen Sie mehr

Griechenland + Deflation = Crash? – Mandantenbrief 02/15

Liebe Leser, am 15. Januar hatte die Schweizer Nationalbank die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Zeichen eines erwarteten Eurorückganges. Dann noch die überraschende Griechenlandwahl und über allem schwebt die Flut billigen Geldes aus Befürchtungen vor einer Deflation.
Lesen Sie mehr

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ......
Lesen Sie mehr

Keine Angst vor China – Mandantenbrief 05/16

Liebe Leser, die zweitgrößte Volkswirtschaft, die größte Exportnation und mit 1,4 Mrd. Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt (mehr Einwohner als Nordamerika, Europa und Russland zusammen) macht vielen Menschen Angst.
Lesen Sie mehr

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!
Lesen Sie mehr

US-Wahl: Egal wer gewinnt – Mandantenbrief 11/16

Am 8. November 2016 werden die US-Amerikaner wählen. Genießen Sie die neuesten Prophezeiungen als wunderbare Unterhaltung - keinesfalls aber als Basis für Anlageentscheidungen.
Lesen Sie mehr

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.
Lesen Sie mehr

Aktien ETF – ein Geldwert? – Mandantenbrief 10/16

Der ETF oder auch Exchange Traded Funds wird von Verbraucherschützern als das Allheilmittel der Finanz- und Anlegerwelt gefeiert. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er aber eher ein Geld- als ein Sachwert.
Lesen Sie mehr

Pleite von Lebensversicherern? – Mandantenbrief 05/15

Liebe Leser, die zu hohen Zinsversprechen der Lebensversicherungen waren bisher hauptsächlich ein Problem der Menschen, die damit ihre Altersvorsorge geplant hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu Ausfällen, steigt mit jedem Monat, der nur Minizinsen für die Versicherungsgelder bietet.
Lesen Sie mehr

Sparen ja, bausparen eher nein – Mandantenbrief 12/17

Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte.
Lesen Sie mehr

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

9 + 15 =