Deutsche Investoren wollen nur wenig von Anlageberatung wissen. Insbesondere hegen sie massives Misstrauen gegen die traditionelle Bankberatung.

Die Einstellung ist zwar nachvollziehbar, sie birgt jedoch große Gefahren für das eigene Vermögen.

Die Anlageberatung und das deutsche Misstrauen

Aufgrund der zahlreichen Fehlberatungen entscheiden sich die wenigsten Verbraucher bei der Anlageberatung für einen Ansprechpartner ihrer Hausbank.

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Sie sind angesichts der vielen Schlagzeilen nicht nur verunsichert, sondern zeigen fest verankertes Misstrauen gegen die Berater. Gerade einmal 20 Prozent aller Anleger ziehen einen Mitarbeiter ihrer Bank zur Beratung heran.

In anderen Ländern hält sich der Argwohn deutlich in Grenzen, in den USA suchen mehr als 50 Prozent bei der Anlageberatung einen Fachmann auf. Auch chinesische Investoren legen ohne professionelle Beratung wenig Kapital an, bei ihnen hören 40 Prozent auf einen Berater, in Hongkong sind es sogar 56 Prozent.

Bei den deutschen Sparern ist zwar bekannt, dass professionelle Anlageberatung zu mehr Rendite führen kann, doch das Misstrauen gegen die Berater lässt sich nicht einfach überwinden.

Bei der Anlageberatung neue Wege gehen

Deutsche Anleger sind nicht besonders experimentierfreudig, sie verabscheuen das Risiko und lassen sich bei ihren Investitionen nur ungern auf die Finger schauen. Mehr als 40 Prozent haben den Aktienboom des vergangenen Jahres registriert und überlegen ein eigenes Engagement. Bei den meisten scheitert der Vorsatz an der mangelnden Beratung, die ja aus bekannten Gründen verschmäht wird.

Dass es mittlerweile neue Alternativen zur klassischen Anlageberatung gibt, ist bei den meisten Privatinvestoren entweder noch nicht angekommen oder wird noch mit Misstrauen beobachtet. Dabei könnte die Erfahrung mit der provisionsfreien Finanzberatung ihre alten Erlebnisse schnell vergessen lassen.

Deutsche Anleger sind sehr misstrauisch und halten sich auch in ihren Erwartungen deutlich hinter anderen Nationalitäten zurück. Privatinvestoren begnügen sich in Deutschland mit durchschnittlich weniger als sieben Prozent Rendite im Jahr. Im Vergleich dazu erzielen chinesische Anleger deutlich mehr als zehn Prozent, weil sie fachmännische Anlageberatung in Anspruch nehmen.

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