Die richtige Anlageverteilung oder Asset Allokation generiert in diversifizierten Portfolios die beste Performance. Den von den Investoren selektierten Anlageklassen werden in den Portfolios verschiedene Aufgaben zuteil; ihre individuelle Risikobereitschaft spiegelt sich in der Anlageverteilung.

Anlageklassen und Asset-Allokation

Viele verschiedene Wertpapier-Gruppen, größtenteils nationale und internationale Aktien und Anleihen, bilden im Ganzen die Kapitalmärkte. Als Anlageklasse (Asset class) wird eine Wertpapiergruppe bezeichnet, sobald sie gemeinsame ökonomische Merkmale aufweist.

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Jede Anlageklasse zeichnet sich durch ihre charakteristischen Kursbewegungen aus und unterscheidet sich dadurch von den anderen Asset Klassen. Wenn Anleger verschiedene Anlageklassen in ihren Portfolios kombinieren, können sie bei richtiger Asset-Allokation gleich mehrfach profitieren.

Ein gut gestreutes Portfolio könnte aus diesen Bestandteilen zusammengesetzt sein:

– Neben- und Standardwerte
– Nationale- und internationale Titel
– Value- und Wachstums-Werte
– Papiere der Emerging Markets, also aus den Schwellenländern
– Aktien der sogenannten Industrienationen
– Internationale Anleihen und Immobilienwerte

Von großer Bedeutung sind die unterschiedlichen Rollen, welche die einzelnen Anlageklassen im Portfolio spielen. Durch ihr Zusammenspiel kann der Wert des Portfolios die Summe der Einzelteile oft übertreffen. Anleger können mit umsichtiger Asset Allokation sowohl ihre Erfolgsaussichten optimieren als auch Wertschwankungen vorbeugen.

Die individuell gestaltete Asset-Allokation

Investoren sind individuell geprägt, sie verfolgen unterschiedliche Ziele mit verschieden starker Risikobereitschaft, daher gibt es keine universell richtige Portfolio-Zusammensetzung. Die Gewichtung der einzelnen Anlageklassen wird durch Lebensumstände, Zielsetzung und Bereitschaft zum Risiko beeinflusst.

Durch die richtige Anlageverteilung kann neben mehr Sicherheit auch bessere Rendite erreicht werden. Anleger sollten sich über ihr individuell gestaltetes Portfolio mit ihrem Finanz- oder Anlageberater austauschen. Durch seine Fachkompetenz wird er die optimale Portfoliozusammensetzung für seinen Klienten finden.

Eine allgemeine Regel der Asset Allokation besagt, dass ein größerer Aktienanteil im Portfolio einen aggressiveren Anlagestil begünstigt. Dabei seien insbesondere Nebenwerte und Value-Titel erwähnt. Aggressiver Anlagestil beinhaltet mehr Risiko und wird zumeist auch von höheren Rendite-Erwartungen begleitet. Jedoch ist ausgeprägte Risikobereitschaft kein Garant für konstant gute Gewinne.

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