Ein Multi-Asset-Fonds streut das Vermögen des Anlegers auf verschiedene Anlageklassen, wobei Aktien, Anleihen und Rohstoffe unterschiedliche Anteile im Portfolio einnehmen. Die zum Sondervermögen zählende Variante ist in Deutschland unter der Bezeichnung Mischfonds bekannt und will das Anlegerrisiko minimieren.

Die Besonderheiten der Multi-Asset-Fonds

Während Aktienfonds oder Rentenfonds das Anlageziel schon in ihrer Bezeichnung ausdrücken, senkt ein Multi-Asset-Fonds durch Investments in mehrere Anlageklassen das Risiko der Investoren.

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Die dahinter steckende Idee ist schnell erklärt: Verschiedene Assetklassen reagieren auf Finanzmarktkrisen oft völlig unterschiedlich; während die Aktienkurse fallen, zeigen die Festverzinslichen meistens stärkere Performance. Verluste in einzelnen Anlageklassen sind in diesen Szenarien kaum vermeidbar, allerdings werden sie in einem Multi-Asset-Fonds durch geschickte Vermögensverteilung erheblich verringert.

Die Qualität des Managements entscheidet

Für die Performance eines Multi-Asset-Fonds ist die Aktivität der Manager von entscheidender Bedeutung. Sie müssen darauf achten, dass die Proportionen immer im richtigen Verhältnis zu den aktuellen Marktbedingungen stehen. Bei einem Mischfonds ist das Verhältnis zwischen Aktien, Anleihen und anderen Werten nicht fest fixiert, es muss vielmehr bei veränderten Marktbedingungen umgeschichtet werden:

  • Am Anfang einer Aufschwungphase sollten Aktien und Rohstoffe größere Anteile bekommen.
  • Bei drohendem Abschwung müssen Rentenpapiere und gegebenenfalls Immobilien mehr Gewicht erhalten.
  • Bei horizontaler Entwicklung setzen die Manager eher auf Aktien.

Sicherheit und Nachteile bei Multi-Asset-Fonds

Mischfonds gehören prinzipiell zum Sondervermögen, welches von einer Depotbank verwaltet auch dann sicher ist, wenn der Emittent einen Insolvenzantrag stellt. Gleichwohl mindert die Struktur der Multi-Asset-Fonds Risiken und Chancen gleichermaßen. Bei einer Aktienhausse bleiben die Renditen deutlich hinter denen reiner Aktienfonds zurück.

Zudem sind die Managerleistungen bei einem Mischfonds teuer und reduzieren die Rendite spürbar. Bislang sind in diesem Sektor nur vereinzelte Angebote auf der Basis von Exchange Traded Funds (ETF) erhältlich. Diese passive Fondsvariante eignet sich kaum für die oft erforderlichen Änderungen seitens der Gewichtung. Allerdings wird sich auch hier die Auswirkung des digitalen Fortschritts in automatisierter Gewichtung kostengünstig bemerkbar machen.

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