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Die anhaltend niedrigen Zinsen und damit auch die Rendite, machen den Versicherungsgesellschaften zunehmend zu schaffen. Viele Unternehmen haben derzeit erhebliche Probleme, für ihre Kunden die versprochene Rendite bei Lebensversicherungen darzustellen.

Die Finanzaufsicht sieht die Entwicklung mit Sorge, jetzt soll ein Stresstest die Belastbarkeit der Versicherungsgesellschaften zeigen.

Rendite: Lebensversicherungen testen

Stresstests sind in der Finanzbranche inzwischen ein gängiges Instrument, um Krisenszenarien durchzuspielen. Gerade erst hat im Bankensektor eine umfangreiche Überprüfung nach diesem Muster begonnen, jetzt folgen auch die Versicherungen.

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Die europäische Versicherungsaufsicht EIOPA will kurzfristig bekanntgeben, von welchen Annahmen konkret beim anstehenden Versicherungs-Stresstest auszugehen ist.

Szenarien prüfen Widerstandskraft

Dazu soll ein Verfall von Staats- und Unternehmensanleihen bzw. deren Rendite ebenso gehören wie ein Einbruch am Aktienmarkt. In beiden Fällen müssten Versicherungsunternehmen deutliche Verluste bei ihren Anlagebeständen hinnehmen. Die Darstellung der Rendite wäre nachhaltig erschwert. Ziel der Untersuchung ist nach Angaben des EIOPA-Chefs Bernardino, die längerfristige Widerstandskraft der Versicherungen zu testen. Es solle nicht um eine reine Momentaufnahme gehen.

Repräsentative Untersuchung angestrebt

Teilnehmen sollen Versicherungen aus allen 28 EU-Mitgliedsstaaten. Dabei soll die Auswahl der Unternehmen so erfolgen, dass in jedem Land mindestens die Hälfte des nationalen Lebens- und Sachversicherungsmarktes berücksichtigt ist. Der Untersuchungsumfang wird daher ein repräsentatives Bild über die Lage der Versicherungsbranche bieten und zeigen, welche Unternehmen Probleme bei der Rendite haben.

Nicht zu viel Publizität erwünscht

Der Zeitplan für den Stresstest ist ehrgeizig. Schon im Juni soll er abgeschlossen sein. Ergebnisse werden bis zum November erwartet. Bezüglich der Veröffentlichung gibt sich Bernardino allerdings zurückhaltend. Zwar sollen diesmal mehr Informationen an die Öffentlichkeit gegeben werden als bei früheren Untersuchungen. Aber allzu sehr ins Detail will Bernardino dabei nicht gehen. So spricht er sich gegen eine Bekanntgabe aus, welchen Kapitalbedarf die Lebensversicherungen tatsächlich haben. Er befürchtet sonst eine zu weiche Haltung der Regulierer gegenüber den betroffenen Unternehmen. Beim Banken-Stresstest war die geplante Veröffentlichung mit dem gleichen Argument kritisiert worden.

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