Rohstoffe sind zwar seit zwei Jahrzehnten eine allgemein akzeptierte Anlageklasse und auch Bestandteil vieler Depots.

Doch im Vergleich zu Aktien ist ihnen eher ein Mauerblümchendasein bestimmt. Die Hintergründe beschreibt dieser Beitrag.

Rohstoffwerte ohne begeisternde Performance

­In erster Linie halten institutionelle Investoren nach wie vor Rohstoff-Anteile in ihren Depots, doch die Euphorie hält sich sehr in Grenzen.

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Die niedrigen Zinsen haben anderen Anlageklassen zu wesentlich mehr Interesse verholfen. Die vergangenen Jahre waren für das Segment Rohstoffwerte wenig überzeugend, zudem fehlt bei dem Asset für viele Anleger schlicht der Reiz des Neuen.

Rohstoffe sind seitens der Preise vom technischen Fortschritt und dem Wirtschaftswachstum der Industrienationen abhängig. Der wirtschaftliche Aufschwung Chinas lies die Preise vieler Materialien vorübergehend anziehen. Die von der Konjunktur getriebene Nachfrage kann nach Ansicht vieler Experten fortdauern.

Der technische Fortschritt verhilft der Industrie jedoch zum sparsameren Umgang mit Rohstoffwerten, und dies wirkt sich wiederum negativ auf den Preis bestimmter Ausgangsmaterialien aus. Ein Vermögensverwalter aus Deutschland brachte das Problem treffend auf den Punkt, indem er sagte, dass Investments in Rohstoffwerte letztendlich Spekulationen gegen die menschliche Intelligenz sind.

Assets ohne Seltenheitswert

Glücklicherweise sind alle wichtigen Rohstoffe in ausreichender Menge vorhanden. Was für die Industrie beruhigend wirkt, ist jedoch ein wichtiger Punkt für das Desinteresse der Anleger. Da Angebot und Nachfrage die treibenden Kriterien bei der Preisentwicklung sind, offeriert diese Assetklasse keine lukrativen Steigerungen.

Bestes Beispiel sind die sogenannten Seltenen Erden, diese Rohstoffwerte erfuhren im Rahmen des technischen Fortschritts steigende Nachfrage. Doch ist der Markt hierfür ebenso klein wie der für Grafit, zudem sind solche Investments hoch spekulativ, weil niemand den zukünftigen Bedarf kennt.

Ein weiteres Beispiel für die Unberechenbarkeit vieler Rohstoffwerte ist Gold. Das Edelmetall scheiterte beim Versuch, die 2.000 Dollarmarke zu überwinden, und verlor daraufhin vor zwei Jahren fast vierzig Prozent seines Wertes. Allen Vorhersagen zum Trotz ist eine erneute Hausse bislang ausgeblieben.

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