Spätestens seit der Finanzkrise 2008 wird die Finanzbranche zunehmend kritisch gesehen. Banken und andere Finanzdienstleister sind mit einem massiven Vertrauensverlust konfrontiert. Neue Vorschriften und aufsichtsrechtliche Regelungen sollen daher für mehr Qualität, Unabhängigkeit und Transparenz in der Finanzberatung sorgen.

Mehr Information und Dokumentation

Die getroffenen Maßnahmen sind vielfältig: seit dem 1. November 2012 registriert die BaFin systematisch Verbraucherbeschwerden über Kreditinstitute und verhängt gegebenenfalls Sanktionen.

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Die Informations- und Protokollierungspflichten in der Finanzberatung werden kontinuierlich ausgebaut. Finanzprodukte sollen dadurch besser verständlich und beurteilbar sein, gleichzeitig soll die Position von Verbrauchern gestärkt werden – zum Beispiel durch den einfacheren Nachweis von Fehlberatung.

Transparenz fraglich

Ob diese Maßnahmen wirklich greifen oder Aktionismus darstellen, ist umstritten. Nicht wenige sehen in den zusätzlichen Informationen und Dokumentationen eher eine Überforderung der Verbraucher als eine tatsächliche Verbesserung der Transparenz. Der Vergleich zu den Beipackzetteln bei Medikamenten, die ebenfalls informieren sollen, aber oft ignoriert werden, liegt nahe.

Kein umfassender Schutz

Auf jeden Fall konnten strengere Aufsicht und zusätzliche Vorschriften auch nach der Finanzkrise spektakuläre Insolvenzen und kriminelle Machenschaften in der Finanzbranche nicht wirksam eindämmen. Nach wie vor entzieht sich der sogenannte graue Kapitalmarkt (Beteiligungen) weitgehend der Kontrolle. Und in der Finanzberatung der Banken steht oft die formale Erfüllung der Anforderungen im Vordergrund, weniger die inhaltliche Umsetzung.

Provisionen als Problem

Manche Experten sehen den Weg über immer mehr Informationen und Dokumentationen als nicht geeignet an, um die Finanzberatung zu verbessern. Das Grundproblem sei vielmehr die Provisionsorientierung in der Finanzberatung. Sie schaffe materielle Anreize für Falschberatung. Auch eine Offenlegung der Provisionen bedeutet keine prinzipielle Abhilfe.

„Honorarberatung“ als Alternative

Die „Honorarberatung“ als Alternative konnte sich bisher in Deutschland nicht breiter durchsetzen. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen hierfür verbessern sich nur schrittweise. So wird in diesem Jahr erstmals die gesetzlich geschützte Berufsbezeichnung des Honorar-Anlageberaters eingeführt. Bis zur flächendeckenden Umsetzung ist es aber noch ein weiter Weg.

Seit vielen Jahren haben sich im Sprachgebrauch und bei uns in der Firma die Begriffe „Honorarberatung“ und „Honorarberater“ etabliert. Durch das zum 1.8.2014 in Kraft getretene Honorarberatergesetz werden nun die Begriffe „Honorar-Anlagenberater“ (Zulassung nach §32 KWG, Aufsicht BaFin) und „Honorar-Finanzanlagenberater“ (Zulassung nach §34h GewO, Aufsicht IHK) geschützt. Wir haben uns für den Honorar-Finanzanlagenberater (gemäß DIHK: gewerbliche Honorarberatung) entschieden.

Am Mute hängt der Erfolg – Mandantenbrief 06/2017

Liebe Leser, schon Theodor Fontane hat im vorletzten Jahrhundert für sich formuliert: „Am Mute hängt der Erfolg.“ Der Mut, neue Lebenswege auch zur Unzeit zu erwägen, zu diskutieren und gegebenenfalls umzusetzen, kann ganz neue Chancen eröffnen. Wir haben dies in den letzten Wochen erlebt und möchten Sie gerne daran teilhaben lassen.

Ein Bitcoin unterm Weihnachtsbaum? Mandantenbrief 01/18

Sollte man noch auf den Zug aufspringen oder steht der Crash bevor? Nur der Anteil, mit dem man in eine Spielhalle oder ein Spielkasino gehen würde, sollte zum Einsatz kommen. Ansonsten Finger weg!

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Value oder Growth – welche Strategie performt besser? Das ist ein alter Streit zwischen Aktien-Investoren. Schaut man auf die letzte Dekade, hatten Growth-Investoren die Nase vorn. In Zeiten allgemein steigender Aktienkurse tun sich Value-Investoren schwerer. Das ist aber noch kein Beweis für die Über- bzw. Unterlegenheit einer Strategie.

Depotübertragung von AAB zu ebase – Mandantenbrief 03/2021

Nun ist es sicher: Die AAB wird an die ebase verkauft und alle Konten müssen umziehen. Die ebase verfolgt ein der AAB ganz ähnliches Geschäftsmodell und ist auf Finanzberater und deren Mandanten spezialisiert.

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Noch vor einigen Wochen war es undenkbar, dass wir jeden Tag den neuesten Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes oder anderen Virologen voller Spannung lauschen.

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Liebe Leser, erstaunliches hat sich – wie Sie alle wissen – getan. So richtig damit gerechnet hatte eigentlich keiner mehr, am wenigsten die Börsen. Und dennoch ist es amtlich: Großbritannien verlässt die EU – entgegen so ziemlich aller rationalen Argumente.

Geldanlage – quo vadis? | Mandantenbrief 09/19

wer glaubte, bei den Zinsen könne es nicht noch weiter nach unten gehen, wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt. Die Rendite von Bundesanleihen sinkt seit November 2018 kontinuierlich. Bei den „Zehnjährigen“ hat sie sogar den negativen EZB-Einlagezins unterschritten. Aber auch bei Tages- und Termingeldern wurden die ohnehin minimalen Verzinsungen nach unten angepasst.

Dauernd neue Höchststände – Mandantenbrief 01/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.

Nachhaltigkeit ist kein Renditekiller mehr – Mandantenbrief 09/18

Aufgrund unseres langfristigen Investmentansatzes war für uns schon immer das Gedankengut der Nachhaltigkeit oder der Ökologie von großer Wichtigkeit. Bedauerlicherweise gab es kaum befriedigende Lösungen, die auch den Renditeaspekt genügend berücksichtigten. Seit einigen Monaten prüfen wir einen modifizierten Ansatz dazul. Nun haben wir uns entschieden, Ihnen zu empfehlen, den „Global Core“ in die Nachhaltigkeitsvariante dieses Fonds zu tauschen. Die Entwicklungen laufen absolut parallel, so dass Umweltschutzgedanken endlich keine Renditekiller mehr sind.

Ratespiele der Experten – Mandantenbrief 01/16

Liebe Leser, in diesen Tagen beginnt die große Saison der Prognostiker. Das Problem ist dabei jedes Jahr gleich: Die Expertise der Profis entpuppt sich als ein schlichtes Ratespiel – das meistens nicht aufgeht und für Verwirrung sorgt.

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