UA-58392891-1

Nachdem die letzten Tage eher Jahreszeit-untypisches Wetter produzierten, die von einer gewissen Kühle und Wind geprägt waren, wirkte der 11.12.16 wieder ganz ok. Allerdings ließ die Vorhersage kaum auf Wolken hoffen. Die Konvergenz an der Kante war nur schemenhaft angedeutet. Dennoch freuten wir uns, nach einem erneuten Ruhetag, mit vielen geselligen und schönen Momenten wieder darauf, in die fliegenden Kisten zu hüpfen.20161130_173407_1480540511496_resized

Gleich von Beginn an ergab sich ein sehr fruchtbarer Teamflug mit Matze (Gewinner Bitterwasser-Cup, Mitglied der BIWa Jugendgruppe), um die Blauthermikbärte zu finden. Nach einem kurzen Absitzer war dieser Abschnitt sehr zügig erledigt. Die ersten Wolken Richtung Botswana waren dann erstmal deutlich schwieriger zu bezwingen als die gute und runde Blauthermik. Mit etwas Geduld gab es aber auch dort 3-4 m/s, so dass wir auf km 200 in Richtung WNW fliegen konnten. Die letzten 50 km des Schenkels liefen dann schon sehr gut. Anschließend flogen wir südlich Windhuk zum Gamsberg, in der Hoffnung, die Konvergenz würde “stehen” (wie Wilfried sagen würde). Matze war an der Stelle bereits voraus und meldete von vorne gute Bedingungen. Die Wolken entwickelten sich entgegen der Vorhersage auch sehr schön südlich des kontrollierten Luftraums um Windhuk, so dass man bereits sehr gut vorrankam. Am Horizont war auch die sich bereits aufbauende Konvergenz zu sehen.

Etwas nördlich des Gamsberg drehten wir dann die Nase Richtung Süden und konnten die unwirkliche Orographie der “Kante” bestaunen. Leider “stand” die Konvergenz doch nicht ganz so ausgeprägt wie man es sich immer vorstellt. Wir konnten das 60 Minuten-Mittel in die Gegend von 180 km/h heben, dennoch fühlte es sich irgendwie “langsam” an. Die Unwirklichkeit der Landschaft tat dazu ihr übriges. Die letzte Wolke im Süden stand dann bei km 300 auf Bitterwasser. Der Endanflugrechner wusste an dieser Stelle zu vermelden, dass er gerne um 19 Uhr in Bitterwasser sei. Da die Konvergenz aber endlich gut stand, sind wir nochmal gut 200 km an der Kante nach Norden geflogen (der Rechner blieb trotz der Ablage von 60-80° bei konstanter Ankunftszeit, es lief folglich ganz gut), bis wir dann irgendwann die Nase auf Kurs 90° drehten, gemütlich nördlich an der Pfanne vorbeiglitten um dann pünktlich zu Sunset auf der Pfanne aufsetzten.

Ein wirklich unheimlich beeindruckender Flug mit vielen wunderbaren Momenten. In der Durchführung hatten wir hier und da mal einen “Fehlkreis”, aber im Prinzip haben wir alles sehr effizient und zügig und voller Freude erlebt.

Bitterwasser rockt!!!! Und die Jugendgruppe und der Katzentisch erstrecht.

Morgen gehts wieder zurück in die Kälte. Wir grüßen die Heimat!

Zum Flug: http://www.onlinecontest.org/olc-2.0/gliding/flightinfo.html?flightId=-284876822