Copyright iStock John Tsotras

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung oder das völlig ungeordnete Verlassen des Verhandlungstisches. Nein, die Millionen von Menschen, die ihre Meinung durch Kauf- und Verkaufsentscheidungen an der Börse abgegeben haben, sind eine Sensation.

DAX und Euro nahezu unverändert

Betrachten wir mal den DAX. Der hatte in der Vorwoche 4% gewonnen und nachdem feststand, dass erstmalig ein EU-Land zahlungsunfähig wird, nur diese 4% am Montag wieder abgegeben. Im Vorfeld wurde unter sogenannten Experten für ein solches Szenario mit mindestens 20% Rückgang, also einem Crash, gerechnet. Auch der Euro, das eigentliche Sorgenkind der Politiker, ist nahezu unverändert geblieben. Und was wurden für düstere Szenarien an die Wand gemalt. Erneut ein klares Indiz für die völlige Bedeutungslosigkeit von Prognosen.

Zahlungsunfähigkeit steht fest

Griechenland ist seinen Verpflichtungen gegenüber einem öffentlichen Gläubiger nicht nachgekommen. Das hat aber keine so dramatischen Konsequenzen: Der IWF wird diverse Nachfristen setzen und die Ratingagenturen werden zunächst wohl nichts weiter veranlassen, da keine privaten Gläubiger betroffen sind.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Natürlich wird es weiter erhebliche Probleme geben: Worüber stimmen die Griechen eigentlich ab? Wer sind die „Volksvertreter“ der Zukunft? Kommt der Drachme? Wie reagiert die EZB? Kann man Griechenland zum Grexit zwingen? usw. usw.

Und wie geht es weiter?

War die nunmehr eingetretene Situation aber nicht schon der eigentliche worst case? Der extreme Griechenlanddruck ist vermutlich raus. Es wird noch viel Unerwartetes passieren, aber die Befürchtungen, dass Lehman Bros. eine Blaupause für Griechenland ist, haben sich (zum Glück) nicht erfüllt. Und der niedrige Eurokurs und die niedrigen Zinsen (beides ausgelöst durch die Griechenlandkrise) sind phantastische Konjunkturprogramme. Trotz der wirklich beängstigenden Schuldenlast dürfte Deutschland ein Krisengewinner sein. Das sollten wir immer im Kopf behalten.

Portugiesen, Slowenen, Balten müssen zahlen

Die genannten Länder haben ein viel niedrigeres Lebensniveau als die Griechen und haben letztere über den Rettungsschirm bereits unterstützt. Ein Lette hat 300 € Rente und blickt frustriert auf eine (zudem fremdbezahlte) griechische Mindestrente von 800 €, die anscheinend nicht verhandelbar ist. Zypern, Belgien und Spanien geht es nicht gut. Die EU-Armut in Ländern wie Bulgarien und Rumänien führt dazu, dass die Landsleute die Feldarbeit in Griechenland verrichten müssen. Der Nationalist Tsipras ist seinerseits nicht ansatzweise bereit, die von ihm eingeforderte Solidarität auch ärmeren Ländern gegenüber zu zeigen. Er hat ein Bild der undankbaren, egozentrischen, uneinsichtigen Griechen geprägt. In Wahrheit sind die griechischen Menschen aber ganz anders. Arme Griechen.

Positive Aussichten

Der Bahnstreit ist beigelegt, ein Streik damit nicht mehr zu befürchten. Tsipras will nun möglicherweise doch alle Bedingungen vom letzen Samstag akzeptieren. Der Sommer kommt mit voller Wucht und die Urlaubszeit steht vor der Tür.

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.

Gold fasziniert – Mandantenbrief 02/18

Immer wieder ist Gold ein Gesprächsthema. Emotional nachvollziehbar. Eine gewisse Beimischung ist sinnvoll; ein wesentlicher, renditeorientierter Vermögensbaustein sollte Gold aber nicht sein.

Breit gestreut und viel Disziplin – Mandantenbrief 02/2021

2020 war eines der turbulentesten Jahre der jüngeren Geschichte und historisch in mehrfacher Hinsicht beispiellos. Und es hat uns auch gezeigt, wie unerhört belastbar Menschen, Institutionen und Finanzmärkte sein können.

Situationsbewertung – Mandantenbrief 04/20

Die Schwemme der negativen und beunruhigenden Nachrichten reißt nicht ab und somit sind auch die Börsen weiter von der Erwartungshaltung erfasst. Zum aktuellen Stand ist kein wirkliches Abschwächen der Abwärtsbewegung zu erkennen.

Nachhaltigkeit im Fokus – Mandantenbrief 08/2021

Vor einigen Jahren bildeten nachhaltige Geldanlagen noch eine kleine Nische in einem riesigen Anlagespektrum – nicht selten belächelt oder wegen vermeintlich unterdurchschnittlicher Performance in Frage gestellt.

Märkte sind erstaunlich robust – Mandantenbrief 07/18

Manchmal ist es ganz hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und ganz unvoreingenommen die aktuelle Situation zu betrachten. Das möchten wir mit diesem Mandantenbrief versuchen:
Trotz des von den USA vom Zaun gebrochenen Zollstreits zeigen sich die Börsen erstaunlich widerstandsfähig. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Realwirtschaft kam es an den Märkten lediglich phasenweise zu Irritationen. Insgesamt scheinen sich diese nach wie vor auf dem Wachstumspfad zu befinden.

Rückblick, Durchblick, Ausblick – Mandantenbrief 02/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.

Märkte sind nicht perfekt, aber effizient – Mandantenbrief 06/15

Liebe Leser, wir konnten vor einigen Tagen in Amsterdam den Nobelpreisträger Prof. Fama und seinen Mitstreiter Prof. French persönlich kennenlernen. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Effizienzmarkthypothese, ein furchtbar sperriger Begriff mit großen Auswirkungen auf Ihre Geldanlage.

Trump spekuliert mit Worten – Mandantenbrief 12/18

Es vergeht kaum eine Woche, in der US-Präsident Donald Trump nicht mit Sprüchen und „alternativen Fakten“ von sich reden macht. Oft haben seine Äußerungen etwas Groteskes, Großmäuliges und Widersprüchliches an sich. Was eben noch in Grund und Boden verdammt wurde, kann schon am nächsten Tag „great“ sein – und umgekehrt. Vieles ist offenkundig falsch oder gelogen.

Aktien ETF – ein Geldwert? – Mandantenbrief 10/16

Der ETF oder auch Exchange Traded Funds wird von Verbraucherschützern als das Allheilmittel der Finanz- und Anlegerwelt gefeiert. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er aber eher ein Geld- als ein Sachwert.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

10 + 1 =