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Direktanlagen in Containern risikoreich

Anleger übersehen gerne die Risiken von Container-Direktanlagen. Wie groß die Gefahr wirklich ist, wird derzeit bei der Insolvenz des Unternehmens Magellan Maritime Service deutlich. In der unübersichtlichen Situation mahnt die Insolvenzverwaltung Besonnenheit an.

Warum Direktanlagen derzeit Hochkonjunktur haben

Für viele Anleger sind Investments in Aktien oder geschlossene Fonds mit Komplikationen verbunden. Sie ziehen daher direkte Investitionen in die unterschiedlichsten Dinge, unter anderem in Container vor. Treibend sind einerseits die möglichen Erträge, welche nicht selten oberhalb von sechs Prozent liegen. Andererseits suggerieren Direktinvestments, dass Anleger im Falle von Schwierigkeiten auf Sachwerte zurückgreifen können. Dass diese Ansicht oft zu optimistisch ist, erfahren aktuell Anleger, die Schiffscontainer bei Magellan Maritime Service erworben haben.

So funktionierten Container-Direktanlagen bei Magellan Maritime

Zunächst kauften Anleger die Schiffscontainer bei dem Service-Anbieter und vermieteten diese umgehend an Magellan Maritime.

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Das Unternehmen verlieh die Behälter anschließend an meist asiatische Reeder. Von den erwirtschafteten Mieten floss ein Teil an die Anleger. Zum Laufzeitende kaufte Magellan dann die Schiffscontainer zurück. Da das Angebot lukrative Erträge versprach, begeisterten sich 9.000 Investoren für die Direktinvestments und legten 350 Millionen Euro in Schiffscontainern an.

Kaum Klarheit vor dem Insolvenzverfahren

Die Anleger sind Container-Eigner und könnten das Mietverhältnis mit Magellan Maritime gegebenenfalls aufkündigen. Damit wäre ihnen jedoch wenig geholfen, denn was sollen sie ohne Sachkenntnisse mit den Behältern anfangen?

Eine andere Option wäre, den Kauf aufgrund fehlerhafter Belehrung zu widerrufen. Doch verliert jeder Anleger damit seine Eigentumsrechte und muss mit seiner verbleibenden Forderung bis zum Insolvenzverfahren warten. Beide Möglichkeiten sind von Ungewissheiten und geringen Erfolgsaussichten dominiert.

Verträge prüfen und das Beste für die Anleger herausholen

Diesem Vorsatz hat sich die Insolvenzverwaltung verschrieben, die zunächst Gelder in Form von Mieten sichern und dann gesetzeskonform verteilen will. Positiv ist für die betroffenen Direktanlagen-Investoren, dass Magellan Maritime Service auf anderen Geschäftsfeldern noch Einnahmen generiert. Ungeachtet dessen hat der Fall einmal mehr die Risiken von Direktanlagen in Container verdeutlicht.

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