©iStock.com/jaap_hart_3

Nachhaltigkeit im Fokus – Mandantenbrief 08/2021

Vor einigen Jahren bildeten nachhaltige Geldanlagen noch eine kleine Nische in einem riesigen Anlagespektrum – nicht selten belächelt oder wegen vermeintlich unterdurchschnittlicher Performance in Frage gestellt. Das ist scheinbar langsam Vergangenheit. Nachhaltigkeit ist „in“ und nachhaltigen Investments gehört die Zukunft. Immer mehr Fondsgesellschaften und Anbieter von Anlageprodukten setzen auf das Thema „Nachhaltigkeit“, weil es bei Anlegern und Investoren neben Rendite und Risiko zu einem zentralen Entscheidungskriterium geworden ist. Gleichzeitig erfordert Nachhaltigkeit gewaltige Investitionen mit entsprechendem Kapitalbedarf – für Produktanbieter tut sich ein Markt mit ungeahnten Wachstumschancen auf.

Mobilisierung von privatem Kapital für Nachhaltigkeit

Wesentlich vorangetrieben wird die Entwicklung durch die immer dringlichere Notwendigkeit, umfassende Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen. Die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaftsweise ist eine der größten Menschheitsherausforderungen und wird ungeheure Anstrengungen erfordern – auch in finanzieller Hinsicht. Die Transformationskosten werden auf über 100 Billionen Dollar geschätzt. Die erforderlichen Mittel aufzubringen, kann nur mit der Mobilisierung von privatem Kapital gelingen. Dies wird funktionieren, wenn Investoren und Anlegern neben der „Verwendung für den guten Zweck“ auch ein angemessenes Entgelt für die Kapitalbereitstellung in Aussicht gestellt wird.

Immer mehr Unternehmen schreiben sich bereits heute Klimafreundlichkeit und Nachhaltigkeit auf ihre Fahnen. Die Berücksichtigung von ESG-Kriterien im Geschäftsmodell gehört fast schon zum guten Ton. Mehr noch: wer Nachhaltigkeitsziele vernachlässigt, läuft Gefahr, über kurz oder lang vom Markt zu verschwinden, oder zumindest unterdurchschnittlich abzuschneiden – wegen negativer Imageeffekte, staatlicher Verbote, Begrenzungen, Auflagen oder Sanktionen. Nicht nachhaltig soll teuer werden – teurer als in Nachhaltigkeit zu investieren.

Nachhaltigkeit hat auch eine ökonomische Seite

Nachhaltigkeit bedeutet dabei sicher mehr als nur Klimaneutralität, Umweltschutz und Ressourcenschonung oder die Beachtung von Sozialstandards. Dem Begriff lässt sich durchaus auch eine ökonomische Bedeutung beimessen. Allzu lange war der Fokus bei vielen Unternehmen auf (kurzfristige) Quartals- oder Jahresziele gerichtet – nicht zuletzt durch die Erwartungen der Börsen getrieben. Gerade die Pandemie-Erfahrung hat gezeigt, wie wichtig für (langfristigen) Unternehmenserfolg auch Merkmale wie Widerstandsfähigkeit in Krisen (= Resilienz) und Unabhängigkeit (zum Beispiel Unabhängigkeit von Lieferketten) sein können.

Fazit: Es genügt nicht, dass ein Unternehmen effizient ist, es muss „nachhaltig“ stabil sein – auch das macht den Unternehmenswert aus. Eigentlich eine alte Erkenntnis, die jetzt zu Recht wieder zu neuen Ehren kommt. Stück für Stück fokussieren wir uns auf diese Ausrichtung immer mehr, ohne aber ohne Not größere Summen Kapitalertragssteuer auszulösen durch großangelegte Umschichtungen. Aber Stück für Stück geht es in die Richtung.

Noch eine Information zum Übergang von der Augsburger Aktienbank zur Ebase: Die Übertragung ist verschoben auf das Wochenende 02./03. Oktober 2021. Anfang August werden Sie direkt von der Ebase per Post kontaktiert zu entsprechenden Unterlagen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Wie geht es an der Börse weiter? – Mandantenbrief 07/2017

Liebe Leser, wir hinterfragen uns täglich neu: Was ist zu tun – ist überhaupt etwas zu tun? Nichts machen wirkt so passiv. Die unerwartete Trump-Rallye war genau gegenteilig prognostiziert worden.

Volatil aufwärtsgerichtet – Mandantenbrief 07/20

Noch vor einigen Wochen war es undenkbar, dass wir jeden Tag den neuesten Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes oder anderen Virologen voller Spannung lauschen.

Die Macht der Daten | Mandantenbrief 02/2019

„Big Brother is watching you“ – dieser Slogan aus George Orwell’s dystopischem Roman „1984“ ist kennzeichnend für einen totalitären Staat, der seine Bürger dank umfassender Herrschaft über Medien, Informationen und Daten in allen Lebenslagen überwacht. Was beim Erscheinen des Romans 1949 noch als düstere Zukunftsvision wirkte, könnte schon bald Wirklichkeit werden.

Trump spekuliert mit Worten – Mandantenbrief 12/18

Es vergeht kaum eine Woche, in der US-Präsident Donald Trump nicht mit Sprüchen und „alternativen Fakten“ von sich reden macht. Oft haben seine Äußerungen etwas Groteskes, Großmäuliges und Widersprüchliches an sich. Was eben noch in Grund und Boden verdammt wurde, kann schon am nächsten Tag „great“ sein – und umgekehrt. Vieles ist offenkundig falsch oder gelogen.

Märkte sind nicht perfekt, aber effizient – Mandantenbrief 06/15

Liebe Leser, wir konnten vor einigen Tagen in Amsterdam den Nobelpreisträger Prof. Fama und seinen Mitstreiter Prof. French persönlich kennenlernen. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Effizienzmarkthypothese, ein furchtbar sperriger Begriff mit großen Auswirkungen auf Ihre Geldanlage.

„Zinsen bleiben ewig nahe Null“ | Mandantenbrief 08/19

Auch wenn im November EZB-Chef Mario Draghi den Stab an Christine Lagarde weitergibt, dürfte sich an der Politik der Euro-Notenbank wenig ändern. Die Fortsetzung des lockeren Geldkurses ist schon vorgezeichnet – nach der letzten EZB-Sitzung wurde sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe in Aussicht gestellt.

Wechsel von AAB zu EBASE – Mandantenbrief 09/2021

Der Wechsel von der AAB zu EBASE steht nun leider ins Haus. Eine lästige Umstellung, die Sie und wir nicht gewollt haben, die aber letztlich leider nicht zu verhindern war.

Klugheit besiegt eben nicht den Markt – Mandantenbrief 04/17

Liebe Leser, genau ein derartiger Mandantenbrief, wie der, der Ihnen nun vorliegt, hat mir eine interessante Erfahrung beschert, an der ich Sie gerne teilnehmen lassen möchte. Daher kommt die April-Ausgabe auch leicht verspätet. Bitte um Nachsicht.

Inflation hängt vom Ölpreis ab – Mandantenbrief 06/16

Liebe Leser, der jüngste Anstieg des Ölpreises auf 50 Dollar je Barrel könnte ein Vorbote anziehender Inflationsraten und Zinsen sein. Dadurch würde auch die EZB endlich dazu veranlasst werden, ihre dirigistische Geldpolitik einzustellen.

Märkte sind erstaunlich robust – Mandantenbrief 07/18

Manchmal ist es ganz hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und ganz unvoreingenommen die aktuelle Situation zu betrachten. Das möchten wir mit diesem Mandantenbrief versuchen:
Trotz des von den USA vom Zaun gebrochenen Zollstreits zeigen sich die Börsen erstaunlich widerstandsfähig. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Realwirtschaft kam es an den Märkten lediglich phasenweise zu Irritationen. Insgesamt scheinen sich diese nach wie vor auf dem Wachstumspfad zu befinden.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank

Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk

Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239994

3 + 11 =