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Kaum ist der Fußballzirkus aus Brasilien abgezogen, versammeln sich dort auf dem BRICS-Gipfel fünf Schwellenländer mit revolutionären Plänen.

Den Regierungschefs geht es dabei um signifikante Veränderungen des internationalen Finanzsystems und die Gründung einer Alternative zur Weltbank.

Das Aufbegehren der Schwellenländer

Im brasilianischen Ort Fortaleza konferieren seit einigen Tagen die Staatsoberhäupter dieser Staaten:

Südafrika

China

Indien

Russland

Brasilien

Der Hintergrund der Versammlung ist der bislang sechste BRICS-Gipfel, auf dem das aktuell geltende Finanzsystem aus den Angeln gehoben werden soll.

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Die teilnehmenden Nationen stellen 40 Prozent der Erdbevölkerung und 20 Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistungen.

Die Gründung einer Schwellenländer-Entwicklungsbank war diesmal ihr erstes Anliegen, dazu wurde bereits ein entsprechendes Dokument unterzeichnet. Darüber hinaus steht der Aufbau eines eigenen Reservefonds auf der Agenda. Mit den beiden Institutionen soll die Dominanz der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds der Vergangenheit angehören. Des Weiteren wollen die am BRICS-Gipfel beteiligten Staaten der Vorherrschaft des US-Dollars und des Finanzwesens der westlichen Industrienationen ein Ende bereiten.

Der BRICS-Gipfel sendet Signale an andere Schwellenländer

Das Geldinstitut der Gemeinschaft wird New Development Bank genannt, das Startkapital ist auf 100 Milliarden Dollar festgelegt und wird von den Beteiligten zu gleichen Größen beigesteuert. Die ersten Darlehen könnten ab 2016 in andere Schwellenländer fließen, die Bedingungen sollen sich erheblich von denen der Weltbank unterscheiden. Denn anders als bei dem globalen Vorbild, sollen bei der auf dem BRICS-Gipfel beschlossenen Entwicklungsbank, Kredite nicht von politischen Forderungen begleitet werden.

Dieser Schachzug dürfte dem neuen Institut zahlreiche Kunden bringen, denen die Praxis der Weltbank mehr als unangenehm ist. Auf dem BRICS-Gipfel wurde Indien für die ersten fünf Jahre mit dem Vorsitz betraut.

Was die Schwellenländer jedoch nicht bedacht haben, sind die besonderen Eigenschaften der Spezies Mensch. Demnach könnte die Schwellenländer-Initiative nur zum Machtwechsel, jedoch nicht zu nachhaltiger Verbesserung führen. Jetzt mögen die Befürworter und Kritiker darüber streiten, ob China als dominanter ­Big-Player liebenswerter ist als die USA.

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