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©iStock.com/Jaap_Hart

Wie geht es an der Börse weiter?

Wir hinterfragen uns täglich neu: Was ist zu tun – ist überhaupt etwas zu tun? Nichts machen wirkt so passiv. Die unerwartete Trump-Rallye um den Jahreswechsel war genau gegenteilig prognostiziert worden.

Auch die Demaskierung der Trumpversprechen hat an den Börsen im Frühsommer nichts verändert: Die Indices steigen langsam immer weiter. Und wir raten seit Monaten, das Pulver trocken zu halten und nicht im großen Stil in den Markt einzusteigen.

Ein Blick zurück: Bei einem Sieg Hillary Clintons hatten viele Beobachter mit einer positiven US-Börsenreaktion gerechnet. Für den unwahrscheinlichen Fall eines Wahlsiegs Donald Trumps waren dagegen heftige Börsenturbulenzen prognostiziert worden – wegen der Unsicherheiten bezüglich des unberechenbaren Kandidaten. Das Undenkbare geschah – Donald Trump gewann die Präsidentenwahl und die Börsen reagierten mit einem Kursfeuerwerk. Ankündigungen massiver Steuersenkungen für Reiche und Superreiche und eines milliardenschweren Investitionsprogramms ließen die Erwartungen überschießen.

Fake News als Normalität

Dann folgten erste Enttäuschungen, manche Aussage des neuen US-Präsidenten erwies sich als “Fake News”, gar als Lüge. Die Umsetzung seiner vollmundigen Versprechen steht nach wie vor aus. Die US-Börsenkurse beeindruckte das allenfalls kurzzeitig. Nach kurzen Rücksetzern nahmen sie wieder Fahrt auf – bis heute.

Nicht viel anders sieht es an den europäischen Börsen aus. Noch zu Jahresbeginn war die Stimmung hier eher pessimistisch. Die EU-Uneinigkeit, weitere Sorgen um den Euro, das Erstarken von Populisten ließen die Börsenperspektiven verhalten erscheinen.

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Nur wenige Monate später hat sich das Bild grundlegend gewandelt. Spätestens nach den Wahlen in Frankreich und den zuletzt positiven Wirtschaftsdaten aus dem Euro-Raum ist der Optimismus zurückgekehrt. Der DAX eilte in den letzten Wochen von Rekord zu Rekord. Derzeit scheint kaum etwas die Kurs-Rallye aufhalten zu können, nicht einmal Trumps Irrungen und Wirrungen.

Gute Gründe für ein anhaltendes Börsen-Hoch

Warum zeigt das Börsenbarometer so beständig nach oben? Dafür gibt es mehrere Ursachen:

  • die insgesamt guten Konjunkturaussichten: sowohl in den USA als auch in Europa ist ein zwar nicht üppiges, aber anhaltendes Wirtschaftswachstum zu erwarten.
  • noch nicht alle Trump-Hoffnungen geschwunden: trotz Skandalen und Irritationen, ein schnelles Ende der Trump-Präsidentschaft ist nicht zu sehen.
  • EU stabilisiert sich: nach Brexit und wichtigen Wahlen scheint sich die EU wieder zu fangen. Das schafft stabilere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft.
  • fortgesetzte Niedrigzinspolitik der EZB: mindestens bis zum Jahresende wird die Euro-Notenbank ihre Politik des billigen Geldes fortsetzen. Das stimuliert.

Abwarten ist nicht passiv

Verkaufen Sie Aktienpositionen nicht vorschnell, um Gewinne zu realisieren. Das Ende der Kurs-Rallye ist vermutlich noch nicht erreicht. Ganz im Gegenteil: wenn es zu signifikanten Kursrückschlägen kommt, kann das eine günstige Gelegenheit sein, das Depot noch etwas aufzustocken. Und wenn die Indices weiter steigen, nehmen wir sowieso Gewinne mit.

Aktionismus ist nicht angesagt, um die Beraterehre zu retten. Wir können kritische Passiv-Hinterfragungen aushalten. Wir hören tief in uns hinein: Ruhig bleiben spiegelt das zurück.

Stecken Edelmetalle selbst in der Krise? – Mandantenbrief 11/18

In kritischen Börsenphasen kommt immer wieder der Gedanke auf: “Sollte ich nicht noch etwas mehr Edelmetalle haben?” Wenn die Aktienkurse zurückgehen, vermittelt der Gedanke an Gold oder Silber emotionale Sicherheit. Scheinbar funktioniert dieser Zusammenhang im Moment nicht.

Zweite Meinung – Mandantenbrief 10/14

Verbraucher wünschen eine Zweitmeinung: Die meisten Patienten wollen eine zweite ärztliche Meinung einholen, zeigt eine Studie der Asklepios Kliniken Hamburg. Aber viele wissen überhaupt nicht, dass es das Recht auf eine Zweitmeinung bereits gibt. In der Finanzberatung ist das noch vollkommen unüblich.

Griechenland + Deflation = Crash? – Mandantenbrief 02/15

Liebe Leser, am 15. Januar hatte die Schweizer Nationalbank die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Zeichen eines erwarteten Eurorückganges. Dann noch die überraschende Griechenlandwahl und über allem schwebt die Flut billigen Geldes aus Befürchtungen vor einer Deflation.

Fondsbindung bedeutet Eigenverantwortung – Mandantenbrief 11/17

Die Auslagerung der Verantwortung für die Rendite vom Versicherer zum Kunden bezüglich der Renten- oder Kapitalhöhe ist den allermeisten Verbrauchern nicht bewusst, Darin liegt ein vielfach unerkanntes Risiko der eigenen Altersvorsorge.

Trump spekuliert mit Worten – Mandantenbrief 12/18

Es vergeht kaum eine Woche, in der US-Präsident Donald Trump nicht mit Sprüchen und “alternativen Fakten” von sich reden macht. Oft haben seine Äußerungen etwas Groteskes, Großmäuliges und Widersprüchliches an sich. Was eben noch in Grund und Boden verdammt wurde, kann schon am nächsten Tag “great” sein – und umgekehrt. Vieles ist offenkundig falsch oder gelogen.

Negativzinsen als Realität – Mandantenbrief 03/16

Lieber Leser, wer sein Geld bei der Bank deponiert, bekommt dafür Zinsen. Und wer sich welches leiht, muss Zinsen zahlen. Diese Grundregel galt im Wirtschaftsleben seit jeher – bis jetzt. Nun kehren sich die Vorzeichen um: Guthabenzinsen werden negativ und Kreditzinsen mitunter positiv.

Bearbeitungsgebühren zurückfordern – Mandantenbrief 11/14

Lieber Leser, der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei nach 12/2004 aufgenommenen Bankdarlehen unzulässig sind. Höchstrichterlich entschieden ist dies endgültig für Verbraucherkredite. Analog gilt dies wohl auch für Baufinanzierungskredite.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.

Ein Bitcoin unterm Weihnachtsbaum? Mandantenbrief 01/18

Sollte man noch auf den Zug aufspringen oder steht der Crash bevor? Nur der Anteil, mit dem man in eine Spielhalle oder ein Spielkasino gehen würde, sollte zum Einsatz kommen. Ansonsten Finger weg!

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