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Griechenland + Deflation = Crash? – Mandantenbrief 02/15

Liebe Leser, am 15. Januar hat die Schweizer Nationalbank die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Ausdrucksvolles Zeichen eines erwarteten Eurorückganges. Dann noch die Griechenlandwahl mit den unverschämten Forderungen von Herrn Tsipras und über allem schwebt die Flut billigen Geldes der EZB aus Befürchtungen vor einer Deflation. In den Augen vieler Crash-Propheten ist es nun endgültig ausgemachte Sache, dass uns ein schwarzer Februar bevorsteht. Halten wir uns lieber an die Fakten.

“Die Griechen gründen gerade Europa.” Die Zeit, 1.2.2015

Die Rendite von mittelfristigen Anleihen stieg auf 18,8 Prozent p.a. – somit der aktuelle Kreditzins für Griechenland. Andere Krisenstaaten blieben unbeeindruckt: Spanische Anleihen blieben bei 0,5 Prozent, die Portugals bei 0,8 Prozent und die von Irland bei 0,15 Prozent. Die griechische Börse bricht ein, 700 Millionen Euro Bargeld werden täglich von den Griechen abgehoben – und die Weltbörsen gehen völlig unberührt zur Tagesordnung über. Ein möglicher Grexit (Austritt aus der Eurozone) hat in den letzten Jahren seine Schrecken vollkommen verloren.

Der Showteil geht in Kürze zu Ende und es wird sich politisch geeinigt. Eine Mäßigung im Ton wird von Tag zu Tag sichtbarer. Darüber hinaus hat Athen Realismus vermittelnde Auslands-Banker engagiert. Möglicherweise sind die Erpressungsversuche sogar der Geburtsmoment einer echten Europäischen Gemeinschaft. Ein überschaubarer Schuldenerlass könnte den Weg von einer reinen Interessengemeinschaft hin zu einer echten europäischen Einheit schaffen. Die Griechen gründen gerade Europa, so Die Zeit in einem hervorragenden Artikel.

“Die Deflation ist in Deutschland angekommen.” WELT, 30.01.2015

Viele von uns sind mit Inflationsbefürchtungen aufgewachsen. Die Eltern monierten den damit einhergehenden Vermögensverlust der Sparer. Nun haben wir nicht nur keine Inflation, sondern sogar negative Raten. Und sofort wird das Gespenst der Deflation, insbesondere vom EZB-Präsident Draghi, hervorgeholt. Von einer echten Deflation, also einem Preisrückgang auf breiter Front und zugleich Konsumzurückhaltung in Erwartung weiter fallender Preise, kann nach Auffassung vieler Experten jedoch nicht gesprochen werden. Die passende Welt wird sich offenbar wieder einmal zurechtgelegt.

Gerade der gesunkene Ölpreis dürfte die Konjunktur unterstützen, sagt die Deutsche Bundesbank voraus. Viel gefährlicher dürfte langfristig die Strategie der EZB sein, die Märkte mit billigem Geld zu fluten. In den nächsten Monaten oder gar Jahren wird diese Tatsache die Märkte jedoch eher stimulieren.

“Na und, Herr Tsipras?” “Deflation? Kein Problem.” Beides aus Spiegel online, 30.01.2015

Die Effizienzmarkthypothese des Nobelpreisträgers Prof. Eugene Fama besagt, dass alle verfügbaren Informationen unmittelbar in den Kursen eingepreist sind. Die Reaktionen der Märkte auf einen rückläufigen Euro, den Franken-Devisenmarktcrash, die Griechenlandwahl und negative Inflationsraten waren im Januar eindeutig: Allerorten steigende Kurse. Die gegenwärtige Informationslage ist von zig Millionen von Marktteilnehmern bereits in deren Börsenverhalten eingearbeitet.

Eine Korrektur ist an den Börsen jederzeit möglich und gesund. Ein Crash kommt immer völlig unvorbereitet und ist daher erst recht nicht prognostizierbar. Daher unsere feste Überzeugung: Legen Sie das Geld, das Sie in den nächsten Jahren auf keinen Fall brauchen, im Aktienmarkt an. So sichern Sie auch real die Altersvorsorge.

Investieren Sie langfristig. Lassen Sie das Spekulieren.

“Zinsen bleiben ewig nahe Null” | Mandantenbrief 08/19

Auch wenn im November EZB-Chef Mario Draghi den Stab an Christine Lagarde weitergibt, dürfte sich an der Politik der Euro-Notenbank wenig ändern. Die Fortsetzung des lockeren Geldkurses ist schon vorgezeichnet – nach der letzten EZB-Sitzung wurde sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe in Aussicht gestellt.

Risikoloser Zins bei null – Mandantenbrief 12/16

Liebe Leser, Zinsen niedrig zu halten, sorgt für günstige Kredite und unterstützt Unternehmen, sagt die EZB. Sparer sind dabei die Verlierer. Düstere Zeiten für konservative Sparer – großartige Möglichkeiten für langfristig denkende Anleger.

Depotübertragung von AAB zu ebase – Mandantenbrief 03/2021

Nun ist es sicher: Die AAB wird an die ebase verkauft und alle Konten müssen umziehen. Die ebase verfolgt ein der AAB ganz ähnliches Geschäftsmodell und ist auf Finanzberater und deren Mandanten spezialisiert.

Wirkliche Erholung? – Mandantenbrief 09/2020

Viele Fachleute schwanken in der Beurteilung der Börsensituation zwischen „erfolgreicher Bodenbildung“ und „übertriebener Börsenerholung“. Wir auch.

Lagarde setzt auf Niedrigzinsstrategie | Mandantenbrief 07/19

Die für uns erhebliche Nachricht der letzten Monate war die vorgesehene Ernennung von IWF-Chefin Christine Lagarde zur EZB-Präsidentin. Damit dürfte die EZB-Politik mit immensen Liquiditätsaufblähungen und einer Nullzinspolitik fortgesetzt werden. Die primär kurzfristig denkenden Börsen feierten mit Kursgewinnen (Lagarde-Effekt).

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!

Feuerwerk an den Börsen – Mandantenbrief 02/20

Feinstaub entwickelt sich bei einem Kursfeuerwerk an den Börsen zum Glück nicht. Aber die Gefahr von übertriebenen Entwicklungen bleibt. Wie könnte es in 2020 weitergehen? Zunächst ein Blick in den Rückspiegel.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Nachhaltigkeit im Fokus – Mandantenbrief 08/2021

Vor einigen Jahren bildeten nachhaltige Geldanlagen noch eine kleine Nische in einem riesigen Anlagespektrum – nicht selten belächelt oder wegen vermeintlich unterdurchschnittlicher Performance in Frage gestellt.

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.

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