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Wirecard und die Bankendinosaurier

Irgendwie spüren wir alle die Digitalisierung. Kontinuierliches Einstellen auf neue Abläufe ist Bestandteil unseres Lebens geworden. Aber dramatisch verändert das unser tägliches Leben nicht wirklich. Allmähliche Veränderungen nehmen wir kaum als wirkliche Neuerungen wahr. Spätestens aber, wenn eine ziemlich unbekannte Firma wie WirecardAG die Commerzbank AG überholt und auf Augenhöhe mit der Deutsche Bank AG ist, sind die seit Jahren laufenden revolutionären Anpassungen mit einem Mal glasklar. In der Bankenbrache ist ein brutaler Strukturwandel im vollen Gange.

Die Commerzbank wird überholt

Deutschlands zweitgrößte Geschäftsbank – muss um ihren Platz im DAX fürchten. Wenn die Aktie des Geldhauses in den nächsten Wochen nicht dramatisch an Wert gewinnt, wird sie beim nächsten turnusmäßigen DAX-Revirement im September aus dem Index fliegen. Stattdessen wird die Wirecard AG in den DAX aufsteigen – es wäre ein weiterer Meilenstein in einer erstaunlichen Erfolgsgeschichte.

Dem Normalbürger sagt der Name Wirecard AG wenig. Das mag daran liegen, dass das Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München seit nicht einmal zwei Jahrzehnten existiert und erst seit 2005 unter dieser Marke auftritt. Ein anderer Grund ist, dass die Wirecard AG sich in erster Linie auf den Geschäftskundenbereich ausrichtet. Früher die Domäne der klassischen Kreditinstitute, verändern Anbieter wie Wirecard AG diese Domäne stark und sorgen für zügigen Zahlungverkehr und Abwicklung. Der Endverbraucher profitiert nur indirekt von den Wirecard-Lösungen. Mit 4.500 Mitarbeitern hat das Unternehmen überdies eher die Größe eines Mittelständlers.

Börsenwert innerhalb von zwei Jahren vervierfacht

Beim Börsenwert ist es allerdings mittlerweile ein Gigant. Rund 20 Milliarden Euro sind die Wirecard-Aktien wert – rund viermal so viel wie noch vor zwei Jahren. Damit ist das Unternehmen sogar an die Deutsche Bank herangerückt, deren Aktie seit Längerem nur von Wertverfall geprägt ist. Der Wirecard-Aufstieg ist ein nicht untypisches Phänomen im digitalen Zeitalter. Wirecard lebt von der digitalen Revolution und hat von Anfang darauf gesetzt. Bei Entwicklungen für mobiles Bezahlen ist Wirecard Vorreiter. Und die Potentiale sind längst nicht ausgeschöpft. Bisher finden nur 1,5 Prozent aller Zahlungen rund um den Globus voll digital statt.

Die Bankendinosaurier

Betrachtet man Deutsche Bank oder Commerzbank im Vergleich, wirken die Finanzdienstleister der „Old Economy“ wie Dinosaurier, über die die Zeit hinwegzugehen scheint. Offensichtlich ist das traditionelle Geschäftsmodell nicht mehr zeitgemäß. Ähnliches haben wir auch schon in anderen Branchen erlebt. Nur ganz, ganz wenigen Big Playern einer im Strukturwandel befindlichen Branche gelingt es, sich dem neuen Denken anzupassen und kraftvoll Veränderungen vorzunehmen. Die Meisten denken an marginale Anpassungen, vielleicht den Zukauf eines Start-ups, wollen aber nicht strukturell wirklich tief eingreifen. Das ganze Denken müsste aber völlig anders werden. Das geht mit dem vorhandenen Personal meistens nicht. Und irgendwann ist es dann zu spät.

Mal ganz ehrlich ….

Wer kannte Wirecard AG vor dieser Mail? Auch wenn Sie diese erstaunliche Aktie nicht kennen sollten, ist sie längst in Ihrem Depot und zwar in einer Größenordnung wie die Bankendinosaurier. Sie haben also auch an der Vervierfachung teilgenommen. Um Ihnen die Details Ihres Depots noch genauer zu verdeutlichen und darüber hinaus noch die Möglichkeit zu schaffen, Ihr gesamtes Vermögen auf einen Blick zu ersehen, sind wir in der Schlussphase eine neue Vermögenseinsicht für Sie zu implementieren. Spätestens zum nächsten Mandantenbrief gibt es hier für Sie spannende Neuerungen.

Lagarde setzt auf Niedrigzinsstrategie | Mandantenbrief 07/19

Die für uns erhebliche Nachricht der letzten Monate war die vorgesehene Ernennung von IWF-Chefin Christine Lagarde zur EZB-Präsidentin. Damit dürfte die EZB-Politik mit immensen Liquiditätsaufblähungen und einer Nullzinspolitik fortgesetzt werden. Die primär kurzfristig denkenden Börsen feierten mit Kursgewinnen (Lagarde-Effekt).

Aktueller Börsenrückgang – Mandantenbrief 03/20

Mit zuletzt im Dezember 2018 beobachteter Heftigkeit müssen wir nun an den Aktienmärkten einen Rückschlag hinnehmen. Neu ist dabei, dass es sich um eine konkrete Störung handelt.

Märkte sind nicht perfekt, aber effizient – Mandantenbrief 06/15

Liebe Leser, wir konnten vor einigen Tagen in Amsterdam den Nobelpreisträger Prof. Fama und seinen Mitstreiter Prof. French persönlich kennenlernen. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Effizienzmarkthypothese, ein furchtbar sperriger Begriff mit großen Auswirkungen auf Ihre Geldanlage.

Pleite von Lebensversicherern? – Mandantenbrief 05/15

Liebe Leser, die zu hohen Zinsversprechen der Lebensversicherungen waren bisher hauptsächlich ein Problem der Menschen, die damit ihre Altersvorsorge geplant hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu Ausfällen, steigt mit jedem Monat, der nur Minizinsen für die Versicherungsgelder bietet.

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ……

Droht eine neue Finanzkrise? – Mandantenbrief 08/17

Runde Jubiläen laden zum Rückblick ein. Die Finanzkrise hat vor 10 Jahren begonnen. Wie war damals die Stimmung und was hat sich seit dem verändert? Sind wir klüger geworden?

Kredite zur Vermögensoptimierung – Mandantenbrief 9/16

Der Leitsatz „Kredite schnell zu tilgen“ sollte gerade angesichts der Niedrigzinsen überdacht werden. Sich heute für mehr als ein Jahrzehnt nahezu kostenfreie Kredite zu sichern, kann eine kluge Strategie sein, die eigene Vermögensstruktur weiter zu optimieren.

Trump spekuliert mit Worten – Mandantenbrief 12/18

Es vergeht kaum eine Woche, in der US-Präsident Donald Trump nicht mit Sprüchen und „alternativen Fakten“ von sich reden macht. Oft haben seine Äußerungen etwas Groteskes, Großmäuliges und Widersprüchliches an sich. Was eben noch in Grund und Boden verdammt wurde, kann schon am nächsten Tag „great“ sein – und umgekehrt. Vieles ist offenkundig falsch oder gelogen.

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.

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