©iStock.com/daniel_haussmann

Wirecard und die Bankendinosaurier

Irgendwie spüren wir alle die Digitalisierung. Kontinuierliches Einstellen auf neue Abläufe ist Bestandteil unseres Lebens geworden. Aber dramatisch verändert das unser tägliches Leben nicht wirklich. Allmähliche Veränderungen nehmen wir kaum als wirkliche Neuerungen wahr. Spätestens aber, wenn eine ziemlich unbekannte Firma wie WirecardAG die Commerzbank AG überholt und auf Augenhöhe mit der Deutsche Bank AG ist, sind die seit Jahren laufenden revolutionären Anpassungen mit einem Mal glasklar. In der Bankenbrache ist ein brutaler Strukturwandel im vollen Gange.

Die Commerzbank wird überholt

Deutschlands zweitgrößte Geschäftsbank – muss um ihren Platz im DAX fürchten. Wenn die Aktie des Geldhauses in den nächsten Wochen nicht dramatisch an Wert gewinnt, wird sie beim nächsten turnusmäßigen DAX-Revirement im September aus dem Index fliegen. Stattdessen wird die Wirecard AG in den DAX aufsteigen – es wäre ein weiterer Meilenstein in einer erstaunlichen Erfolgsgeschichte.

Dem Normalbürger sagt der Name Wirecard AG wenig. Das mag daran liegen, dass das Unternehmen mit Sitz in Aschheim bei München seit nicht einmal zwei Jahrzehnten existiert und erst seit 2005 unter dieser Marke auftritt. Ein anderer Grund ist, dass die Wirecard AG sich in erster Linie auf den Geschäftskundenbereich ausrichtet. Früher die Domäne der klassischen Kreditinstitute, verändern Anbieter wie Wirecard AG diese Domäne stark und sorgen für zügigen Zahlungverkehr und Abwicklung. Der Endverbraucher profitiert nur indirekt von den Wirecard-Lösungen. Mit 4.500 Mitarbeitern hat das Unternehmen überdies eher die Größe eines Mittelständlers.

Börsenwert innerhalb von zwei Jahren vervierfacht

Beim Börsenwert ist es allerdings mittlerweile ein Gigant. Rund 20 Milliarden Euro sind die Wirecard-Aktien wert – rund viermal so viel wie noch vor zwei Jahren. Damit ist das Unternehmen sogar an die Deutsche Bank herangerückt, deren Aktie seit Längerem nur von Wertverfall geprägt ist. Der Wirecard-Aufstieg ist ein nicht untypisches Phänomen im digitalen Zeitalter. Wirecard lebt von der digitalen Revolution und hat von Anfang darauf gesetzt. Bei Entwicklungen für mobiles Bezahlen ist Wirecard Vorreiter. Und die Potentiale sind längst nicht ausgeschöpft. Bisher finden nur 1,5 Prozent aller Zahlungen rund um den Globus voll digital statt.

Die Bankendinosaurier

Betrachtet man Deutsche Bank oder Commerzbank im Vergleich, wirken die Finanzdienstleister der „Old Economy“ wie Dinosaurier, über die die Zeit hinwegzugehen scheint. Offensichtlich ist das traditionelle Geschäftsmodell nicht mehr zeitgemäß. Ähnliches haben wir auch schon in anderen Branchen erlebt. Nur ganz, ganz wenigen Big Playern einer im Strukturwandel befindlichen Branche gelingt es, sich dem neuen Denken anzupassen und kraftvoll Veränderungen vorzunehmen. Die Meisten denken an marginale Anpassungen, vielleicht den Zukauf eines Start-ups, wollen aber nicht strukturell wirklich tief eingreifen. Das ganze Denken müsste aber völlig anders werden. Das geht mit dem vorhandenen Personal meistens nicht. Und irgendwann ist es dann zu spät.

Mal ganz ehrlich ….

Wer kannte Wirecard AG vor dieser Mail? Auch wenn Sie diese erstaunliche Aktie nicht kennen sollten, ist sie längst in Ihrem Depot und zwar in einer Größenordnung wie die Bankendinosaurier. Sie haben also auch an der Vervierfachung teilgenommen. Um Ihnen die Details Ihres Depots noch genauer zu verdeutlichen und darüber hinaus noch die Möglichkeit zu schaffen, Ihr gesamtes Vermögen auf einen Blick zu ersehen, sind wir in der Schlussphase eine neue Vermögenseinsicht für Sie zu implementieren. Spätestens zum nächsten Mandantenbrief gibt es hier für Sie spannende Neuerungen.

Kapitalmärkte bemerkenswert widerstandsfähig – Mandantenbrief 10/18

Obwohl wir bekanntlich langfristig denken und handeln, stellt sich immer mal wieder die Frage, ob frisches Geld an den Märkten gerade jetzt angelegt werden soll. Oder lieber warten? Oder gar Gewinne mitnehmen? Zur Meinungsbildung nachfolgend unsere Marktbewertung der letzten Monate und unsere gegenwärtige Markteinschätzung.

Klimawandel ist eingepreist – Mandantenbrief 06/2021

Die Tatsache eines menschengemachten Klimawandels wird heute kaum noch bestritten, sieht man von Ausnahmen wie Donald Trump ab. Die Veränderung des globalen Klimas hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit zwangsläufig auch auf Finanzwerte.

Aktueller Börsenrückgang – Mandantenbrief 03/20

Mit zuletzt im Dezember 2018 beobachteter Heftigkeit müssen wir nun an den Aktienmärkten einen Rückschlag hinnehmen. Neu ist dabei, dass es sich um eine konkrete Störung handelt.

Crash-Propheten haben bestenfalls kurzfristig Recht – Mandantenbrief 03/18

Wenn Ihr Webshop wächst und die Bestellungen zunehmen, wird auch Ihr Warenumschlag höher. Je umfangreicher dabei Ihre Produktpallette ist, desto unübersichtlicher wird der Warenumschlag. Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig damit befassen, wie Sie Ihre Warenwirtschaft strukturieren.

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ……

Nachhaltigkeit in der Geldanlage – Mandantenbrief 04/16

Lieber Leser, Nachhaltigkeit – ethische Geschäftspraktiken und aktiver Ressourcenschutz – ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Wert geworden. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass auch das Volumen nachhaltiger Geldanlagen beträchtlich zugenommen hat.

Die Krux mit der Logik | Mandantenbrief 12/2020

Scheinbar sind die Märkte nicht bereit oder ggf. sogar nicht mehr fähig, Rückschläge hinzunehmen. In Zeiten der ökonomischen Logik hätten die Aktienmärkte die eine oder andere Entwicklung zum Anlass genommen, erneut in Richtung der Tiefs wie im März/April zu sinken.

Nachhaltigkeit im Fokus – Mandantenbrief 08/2021

Vor einigen Jahren bildeten nachhaltige Geldanlagen noch eine kleine Nische in einem riesigen Anlagespektrum – nicht selten belächelt oder wegen vermeintlich unterdurchschnittlicher Performance in Frage gestellt.

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.

Sparen ja, bausparen eher nein – Mandantenbrief 12/17

Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239994

4 + 5 =