UA-58392891-1

©iStock.com/adrian825

Feuerwerk an den Börsen – Mandantenbrief 02/20

Feinstaub entwickelt sich bei einem Kursfeuerwerk an den Börsen zum Glück nicht. Aber die Gefahr von übertriebenen Entwicklungen bleibt. Wie könnte es in 2020 weitergehen? Zunächst ein Blick in den Rückspiegel.

Trotz kurzzeitiger Turbulenzen haben die Märkte in 2019 deutliche Gewinne verzeichnet. Auf der Seite der großen Flops ist so gut wie nichts zu sehen. Bis auf Erdgas oder Stahl im Rohstoffbereich gab es wenig Verlierer auf dem Parkett. Positiv stimmt insbesondere, dass sich die Märkte nicht durch politische Unruhen, wie beispielsweise den Handelsstreit USA – China oder den Brexit, haben nachhaltig beeinflussen lassen.

Verluste aus 2018 wettgemacht

Was sind die Gründe dafür? Erstens: 2018 war insbesondere im vierten Quartal geprägt von starken Kursrückgängen. Ausgehend von diesen teils massiven Verlusten entstand eine gute Ausgangslage für 2019. Zweitens: Eine genauere Analyse der Kursverluste im vierten Quartal 2018 zeigt, dass diese politisch getrieben waren. Brexit, Handelsstreit USA – China oder die Situation in Italien – das sind nur die wichtigsten Beispiele, die zur negativen Übertreibung an den Börsen geführt haben.

Die tatsächliche Situation auf der realwirtschaftlichen Seite rechtfertigte diese massiven Rückgänge nicht. Folgerichtig haben sich die Börsen seit Beginn des Jahres 2019 erholt. Mehr noch: Die Verluste wurden überkompensiert. Pessimisten, die für 2019 ein extrem schweres Jahr vorhersagten, wurden eines Besseren belehrt.

Fed: „Sehr gute Wirtschaftslage!“

Besonders positiv zu werten ist der Umstand, dass die Märkte eines deutlich gezeigt haben: Sie haben sich in 2019 zum großen Teil von den politischen Rahmenbedingungen emanzipieren können. Der Grund dafür ist einfach. Sowohl beim Brexit als auch beim Handelskonflikt wurden die Kriegstrompeten lauter geblasen als notwendig. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hingegen waren nach wie vor intakt, zumal es auf beiden Gebieten insbesondere im zweiten Halbjahr Fortschritte bzw. Anzeichen für eine Lösung gab.

Wie gut die Rahmenbedingungen in Wirklichkeit sind, erläuterte die amerikanische Notenbank Fed. Auf der Pressekonferenz am 11.12.2019 lenkte Fed-Chef Jerome Powell das Augenmerk auf die sehr gute Wirtschaftslage des weltweit wichtigsten Marktes. Stabiles Wachstum und florierender Arbeitsmarkt – das sind nur zwei Parameter, die Powell in seiner Präsentation ansprach.

Sein Fazit: Der Leitzins bleibt im Korridor von 1,5% bis 1,75%. Zuvor hatte die Fed dreimal hintereinander den Leitzins jeweils um 25 Basispunkte gesenkt, um eine Abkühlung der US-Wirtschaft zu verhindern und einen Puffer für den Fall einer Zuspitzung des Handelskrieges mit China aufzubauen. Eine Rezession der US-Wirtschaft sei äußerst unwahrscheinlich, das Wachstum überzeugend.
EZB: Wenig Spielraum für neue Chefin

Ob der Wechsel an der Spitze der EZB etwas an der Niedrigzinspolitik ändern wird, bleibt zwar abzuwarten. Fakt ist aber, dass die neue Chefin Christine Lagarde nur wenig Spielraum hat. Zwar ist die Wirtschaftslage in der EU nicht schlecht. Aber die Inflationsrate verharrt auf unerwünscht niedrigem Niveau und die Meinungsverschiedenheiten mit dem Handelspartner USA nehmen stetig zu. Folgerichtig sehen Experten hier eine Zunahme des sogenannten „Quantitative Easing“ sowie ein Festhalten an niedrigen Zinsen. Lagarde ist sich bewusst: Ihre Arbeit ist stark geprägt durch Brüssel und andere europäische Hauptstädte.

Rohstoffe: Gold und Erdöl mit starken Zuwächsen in 2019

Das vierte Quartal bescherte auch den meisten Rohstoffen einen Zugewinn. Der Preis für Erdöl (Sorte Brent) stieg von unter 60 USD auf aktuell knapp 67 USD. Gold konnte mit knapp 3% ebenfalls zulegen. Interessant ist hier aber der Blick auf das gesamte Jahr 2019: Erdöl legte um satte 27% zu. Der Goldpreis stieg um rund 19%.

Fazit

2019 war ein ausgesprochen erfolgreiches Jahr für Anleger. Im Gegensatz zu vielen Haussephasen in der Historie sehen wir aktuell eine intakte wirtschaftliche Situation. Was bedeutet das für Anleger? Die Weltwirtschaft hat noch ausreichend Wachstumsdynamik, um im Jahr 2020 zumindest moderat und ohne Rezession zu wachsen. Und noch eine gute Nachricht: Die Börsen haben verstanden, dass politische Querelen nichts an der ökonomischen Situation ändern, und die ist derzeit – global gesehen – gut. Ein breit diversifiziertes Portfolio ist die beste Grundlage für 2020.

Sicherlich werden sich aber trotz der recht positiven Aussichten einige Einstiegschancen bilden, die wir dann aktiv nutzen wollen, um die gesicherten oder aufgesparten Gelder in die Märkte zu bringen. Wir kommen auf Sie zu, sobald wir möglicherweise lohnende Chancen wittern.

 

Ihre,

Familie Frommholz

Die Vorsorgevollmacht – Mandantenbrief 01/20

Wie in unserem letzten Mandantenbrief angekündigt, geht es uns diesmal um die Vorsorgevollmacht. Wir haben viel erforscht und Seminare besucht. Es gibt einige Anbieter, die den Prozess der verschiedenen Vorsorgeverfügungen begleiten. Letztlich hat uns keiner dieser Dienstleister wirklich vollständig überzeugt. Aber zunächst zum sachlichen Hintergrund: Wofür wird eine Vorsorgevollmacht benötigt und warum ist diese in einem besonderen Maße notwendig?

Feuerwerk an den Börsen – Mandantenbrief 02/20

Feinstaub entwickelt sich bei einem Kursfeuerwerk an den Börsen zum Glück nicht. Aber die Gefahr von übertriebenen Entwicklungen bleibt. Wie könnte es in 2020 weitergehen? Zunächst ein Blick in den Rückspiegel.

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ……

Immobilien und ein persönlicher Meilenstein – Mandantenbrief 05/2017

Liebe Leser, die Meldungen über den Immobilienboom und die dauernd steigenden Preise führen bei den Eigentümern regelmäßig zu Glücksgefühlen, ist das eigene Vermögen virtuell doch schon wieder gestiegen. Wer aber nicht in den Metropolen oder deren Speckgürtel lebt, für den gelten veränderte Bedingungen. Und wer nicht laufend investiert, dessen Eigenheim verliert sogar an Wert.

Rente mit 63 – Mandantenbrief 9/14

Liebe leser, nicht nur die Einführung der Rente mit 63 in einer Zeit, in der die Lebenserwartung immer länger wird – nun auch noch die Bonifikation einer längeren Lebensarbeitszeit in einer unvorstellbaren Größenordnung. Die deutsche Politik tendiert immer weiter in Richtung eines verkrusteten Sozialstaates.

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.

Außergewöhnliche Abwärtsgeschwindigkeit | Mandantenbrief 08/2020

Viele Fachleute schwanken in der Beurteilung der Börsensituation zwischen „erfolgreicher Bodenbildung“ und „übertriebener Börsenerholung“. Wir auch.

Aktueller Börsenrückgang – Mandantenbrief 03/20

Mit zuletzt im Dezember 2018 beobachteter Heftigkeit müssen wir nun an den Aktienmärkten einen Rückschlag hinnehmen. Neu ist dabei, dass es sich um eine konkrete Störung handelt.

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank

Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk

 

Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239994

15 + 8 =