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Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Trotz aller negativen Verheißungen vom Jahresanfang hat spätestens Medienstar Macron die Eurokrise weggeblasen. Logischerweise konnte er an den wirklichen Fakten der hochverschuldeten südeuropäischen Länder nichts ändern – aber im kollektiven Gefühl der Anleger hat sich einiges verbessert. Wer ein sehr breit diversifiziertes Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein: Die Börsenentwicklung kommt nur dünn im eigenen Depot an. Was sind die Gründe?

Die Strategie war sehr erfolgreich

Viele Sachwerte, genauer auf Stücke lautende Aktien, also Unternehmensanteile an den wesentlichen börsennotierten Unternehmen der Welt, haben sich sehr positiv entwickelt – auch in 2017. Die Hintergründe möchten wir exemplarisch an dem sehr breit aufgestellten Einzelfonds Dimensional Global Core (rund 7.000 Einzelwerte) demonstrieren. Sowohl dessen Euro also auch USD Tranche haben sich gleich entwickelt. In 2017 konnte bisher eine Performance von über 12% erreicht werden. Die Strategie stimmt also.

Jederzeitige Verkäuflichkeit wird zum Problem

Bei Immobilien, Lebensversicherungen oder Kunstgegenständen denkt man gar nicht ernsthaft daran, eine präzise Bewertung auf Tages-, Stunden- oder gar Sekundenbasis zu erhalten, auf deren Grundlage man verkaufen könnte. Bei börsennotierten Papieren ist das ganz anders: Anleger möchten jederzeit exakt wissen, wie der aktuelle Wert der Investition ist. Nicht die richtige Strategie (hier Fondsperformance) wird gewürdigt, sondern der aktuelle Verkaufswert. So als würde jederzeit der Verkauf überlegt werden. Für langfristig denkende Anleger ein völlig unwichtiger, theoretischer Wert. Und da kommt dann die Währung ins Spiel. In Euro lebende Menschen verlangen den exakten Gegenwert in Euro und kommen zu falschen Schlussfolgerungen:

Aus Sachwerten werden „Geldwerte“

Die Sachwerte in dem beschriebenen Fonds waren sehr erfolgreich. Das Bedürfnis jederzeit verkaufen zu können, wandelt diese Papiere theoretisch zu Geld auf dem Konto. Nun kommen die Währungsrelationen, beispielsweise USD/Euro hinzu. Der Euro ist in 2017 per Ende Juli um 11% stärker gegenüber dem USD geworden. Innerhalb des Dimensional-Beispielfonds notiert der weit überwiegende Teil der Einzelpapiere in USD, insofern hat dies für Euro-Anleger auf Basis der Umrechnung in die Euro Lebensrealität zu währungsbereinigt schlechten Ergebnissen geführt.

Für einen USD-Anleger:

 

Für einen Euro-Anleger:

 

Währungsrelation unter langfristigen Aspekten

YTD zeigt die vorübergehend unterschiedlichen Wahrnehmungen, bzw. die währungsbereinigte Performance in der Jahresbetrachtung 2017. Diese rührt aber nicht aus der Fondswährung (bei ungehedgden Werten), sondern der Lebenswährung des Anlegers. Die außerordentliche Stärke des Konzeptes ist in der Spalte „5 Years“ zu erkennen, die eine souveräne zweistellige Performance p.a. für Euro und USD-Anleger ausweist. Eine Absicherung gegen Währungsschwankungen lohnt sich folglich nur bedingt, da diese Absicherung primär Kosten verursachen. Auf lange Sicht spart man sich diese Kosten und akzeptiert die Volatilität der Währung. Das Nullsummenspiel der Währungen wird an nachfolgender Grafik deutlich. Die richtige Strategie und die Kostenvermeidung sind vielmehr entscheidend.

Wechselkursabsicherungen

Der Fachbegriff lautet „hedging“. Wie im realen Leben auch, kosten derartige Versicherungen Geld. Sofern Sie sich weiter informieren wollen, fordern Sie gerne weitere Grafiken und Erklärungen über den Infokasten oder direkt unter office@finanzberatung-frommholz.de an.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Zusätzliche Informationen für den vertieft interessierten Leser anfordern!

Fazit

Die richtige, dauerhaft und breit ausgelegte Strategie ist viel wichtiger als kurzfristige Irritationen. Bleiben Sie gelassen und langfristig ausgerichtet. Sie werden belohnt. Sicherlich auch eines Tages mit einem Umkehren des Euro/USD-Trends.

Immobilien und ein persönlicher Meilenstein – Mandantenbrief 05/2017

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Trotz Terror – Aktien kaufen – Mandantenbrief 08/16

IS-Terror in Frankreich, Staatsterror in der Türkei, Amokläufe in Deutschland. Ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat, der Hass auf Minderheiten zum Programm erhebt. Europa bricht auseinander. Und nun Aktien kaufen – wie unvorsichtig ist das denn?

Pleite von Lebensversicherern? – Mandantenbrief 05/15

Liebe Leser, die zu hohen Zinsversprechen der Lebensversicherungen waren bisher hauptsächlich ein Problem der Menschen, die damit ihre Altersvorsorge geplant hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu Ausfällen, steigt mit jedem Monat, der nur Minizinsen für die Versicherungsgelder bietet.

Finanzkunde oder Erdkunde? – Mandantenbrief 12/15

Liebe Leser, vor dreieinhalb Jahren haben wir einigen Kollegen einen Zusammenschluss initiiert, der im Laufe der Zeit durch kompetente Berater ergänzt wurde. Kritisch betrachtete unsere Gruppe die Diskussionen, ob nun Provision- oder Honorarberatung optimal für die Mandanten sei.

Zweite Meinung – Mandantenbrief 10/14

Verbraucher wünschen eine Zweitmeinung: Die meisten Patienten wollen eine zweite ärztliche Meinung einholen, zeigt eine Studie der Asklepios Kliniken Hamburg. Aber viele wissen überhaupt nicht, dass es das Recht auf eine Zweitmeinung bereits gibt. In der Finanzberatung ist das noch vollkommen unüblich.

DAX-Stand, die emotionale Bremse – Mandantenbrief 04/15

Liebe Leser, wenn ganz allgemein vom Dax gesprochen wird, ist meist der Performance-Index gemeint, bei dem Dividendenzahlungen in die Berechnung einfließen. Daneben existiert aber auch der Kursindex, der dagegen die reine Kurswertentwicklung der 30 Mitglieder abbildet. Ein großer Unterschied!

Die Vorsorgevollmacht – Mandantenbrief 01/20

Wie in unserem letzten Mandantenbrief angekündigt, geht es uns diesmal um die Vorsorgevollmacht. Wir haben viel erforscht und Seminare besucht. Es gibt einige Anbieter, die den Prozess der verschiedenen Vorsorgeverfügungen begleiten. Letztlich hat uns keiner dieser Dienstleister wirklich vollständig überzeugt. Aber zunächst zum sachlichen Hintergrund: Wofür wird eine Vorsorgevollmacht benötigt und warum ist diese in einem besonderen Maße notwendig?

Wiederholt sich Geschichte? – Mandantenbrief 07/2021

Auch wenn sie zuletzt stockte: Der von der Corona-Pandemie ausgelöste starke Kursanstieg, erinnert stark an die Zeit der Dotcom-Blase im Jahr 2000.

Korrektur der Korrektur | Mandantenbrief 04/19

Viele seriöse Beobachter und Finanzberater rieben sich Ende 2018 jeden Tag wieder die Augen. Die Stärke der Korrektur der Börsenentwicklung war weder prognostizierbar noch wirklich begründbar. Noch wenige Wochen vorher hatten vergleichbare Meldungen keinen Einfluss, und nun dieser Einbruch. Täglich stellte sich die gleiche Frage: Verkaufen oder nachkaufen.

Unbeliebteste Rally aller Zeiten | Mandantenbrief 11/2020

Verrückte Welt noch verrückter. Noch vor kurzem hatte Wirecard eine höhere Marktkapitalisierung (Börsenkurs mal ausgegebener Aktien) als die Deutsche Bank.

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