©iStock.Ivan Bliznetsov22

Neue Aktionärskultur | Mandantenbrief 05/19

Hauptversammlungen sind bei Aktiengesellschaften äußerst wichtige Ereignisse. Um Ihnen einen tieferen Einblick in solche Prozesse zu geben, möchten wir uns mit diesem Mandantenbrief auf ein aktuelles Beispiel konzentrieren, dass zugleich auch Veränderungen deutlich macht.

Bei der Abstimmung über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ist das Management des Leverkusener Pharma- und Chemiekonzerns Bayer erstaunlicherweise gescheitert – ein beispielloser Akt in der Geschichte der deutschen Wirtschaft. Eine neue Aktionärskultur bahnt sich an.

Gerade einmal rund 45 Prozent der anwesenden Aktionäre stimmten für eine Entlastung des Vorstands unter der Leitung von Konzernchef Werner Baumann. Damit stellten die Anteilseigner in einer der wichtigsten Abstimmungsfragen, die es auf einer Hauptversammlung gibt, dem Vorstand ein klares Misstrauensvotum aus.

Auch den Aufsichtsrat entlasteten lediglich 66 Prozent. Diese verheerenden Ergebnisse markieren womöglich den Beginn einer neuen Ära in der deutschen Wirtschaftsgeschichte.

Anteilseigner fordern mehr Mitspracherecht

Die Hauptversammlung von Bayer mag ein besonders gravierender Fall von Aktionärsrevolte gewesen sein, weil bei der Monsanto-Geschichte vieles schiefgelaufen ist. Anlegerkapital von rund 32 Milliarden Euro wurde allein seit dem Vollzug des umstrittenen Kaufs im vergangenen Sommer vernichtet. Aber auch fernab von Bayer deutet sich eine neue Aktionärskultur an.

Vorbei sind die Zeiten, in denen sich Vorstände und Aufsichtsräte fast sicher sein konnten, mit Quoten von 95 Prozent und mehr entlastet zu werden. Die Manager in den Chefetagen müssen sich darauf einstellen, dass die Anteilseigner stärker mitreden wollen, bei Fragen der Vergütung genauso wie bei strategischen Fragen oder dem Personaltableau.

Stimmungsbild des Konzerns

Die Zustimmungsquoten, mit der die Anteilseigner alljährlich die Arbeit von Vorstand und Aufsichtsrat absegnen sollen, werden zu einem Seismografen für das Stimmungsbild von Konzernen. Grund ist vor allem eine neue Anlagekultur. Früher konnten Aktionäre nur mit den Füßen abstimmen und bei Missfallen ihre Aktien verkaufen.

Im Zeitalter der Indexfonds, die ein bestimmtes Marktbarometer eins zu eins abdecken, sind die Investmentgesellschaften an jene Unternehmen gebunden, die sich im Index befinden, ob ihnen das nun gefällt oder nicht. Bayer beispielsweise ist im Dax mit 5,7 Prozent gewichtet. Wer den Dax abbildet, hat damit unweigerlich auch 5,7 Prozent des Fondskapitals in Papieren der Leverkusener.

SAP 2017 nur hauchdünn entlastet

Ein schwaches Votum der Aktionäre ist reputationsschädigend. Das gilt auch für die Entlastung der Aufsichtsräte. Im Softwarekonzern SAP wurde vor zwei Jahren der Aufsichtsrat nur hauchdünn mit etwas über 50 Prozent entlastet. Grund für den Unmut war damals die mangelnde Transparenz des Vergütungssystems der Managerboni. Das hat anschließend einen positiven Veränderungsprozess ausgelöst, der auch dem Börsenkurs gutgetan hat.

Gute Aussichten für die Anlageklasse Aktien

Durch den Siegeszug der Indexfonds und den Vormarsch großer Staatsfonds ist die Aktionärsstruktur heute sehr heterogen – was sich auch in der Zahl der Gegenanträge und eben bei den Zustimmungsquoten widerspiegelt. Eine gute Entwicklung, die das unentbehrliche Renditemedium „Aktie“ weiter stärken wird. Und in der richtigen Dosierung der einzelnen Titel auch Ihre Altersvorsorge.

 

 

Ihre,

Familie Frommholz

Nachhaltigkeit ist kein Renditekiller mehr – Mandantenbrief 09/18

Aufgrund unseres langfristigen Investmentansatzes war für uns schon immer das Gedankengut der Nachhaltigkeit oder der Ökologie von großer Wichtigkeit. Bedauerlicherweise gab es kaum befriedigende Lösungen, die auch den Renditeaspekt genügend berücksichtigten. Seit einigen Monaten prüfen wir einen modifizierten Ansatz dazul. Nun haben wir uns entschieden, Ihnen zu empfehlen, den „Global Core“ in die Nachhaltigkeitsvariante dieses Fonds zu tauschen. Die Entwicklungen laufen absolut parallel, so dass Umweltschutzgedanken endlich keine Renditekiller mehr sind.

„Zinsen bleiben ewig nahe Null“ | Mandantenbrief 08/19

Auch wenn im November EZB-Chef Mario Draghi den Stab an Christine Lagarde weitergibt, dürfte sich an der Politik der Euro-Notenbank wenig ändern. Die Fortsetzung des lockeren Geldkurses ist schon vorgezeichnet – nach der letzten EZB-Sitzung wurde sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe in Aussicht gestellt.

Bearbeitungsgebühren zurückfordern – Mandantenbrief 11/14

Lieber Leser, der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei nach 12/2004 aufgenommenen Bankdarlehen unzulässig sind. Höchstrichterlich entschieden ist dies endgültig für Verbraucherkredite. Analog gilt dies wohl auch für Baufinanzierungskredite.

Volatil aufwärtsgerichtet – Mandantenbrief 07/20

Noch vor einigen Wochen war es undenkbar, dass wir jeden Tag den neuesten Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes oder anderen Virologen voller Spannung lauschen.

Sparen ja, bausparen eher nein – Mandantenbrief 12/17

Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte.

Die Macht der Daten | Mandantenbrief 02/2019

„Big Brother is watching you“ – dieser Slogan aus George Orwell’s dystopischem Roman „1984“ ist kennzeichnend für einen totalitären Staat, der seine Bürger dank umfassender Herrschaft über Medien, Informationen und Daten in allen Lebenslagen überwacht. Was beim Erscheinen des Romans 1949 noch als düstere Zukunftsvision wirkte, könnte schon bald Wirklichkeit werden.

Exit der Benachteiligten – Mandantenbrief 07/16

Liebe Leser, erstaunliches hat sich – wie Sie alle wissen – getan. So richtig damit gerechnet hatte eigentlich keiner mehr, am wenigsten die Börsen. Und dennoch ist es amtlich: Großbritannien verlässt die EU – entgegen so ziemlich aller rationalen Argumente.

Rente mit 63 – Mandantenbrief 9/14

Liebe leser, nicht nur die Einführung der Rente mit 63 in einer Zeit, in der die Lebenserwartung immer länger wird – nun auch noch die Bonifikation einer längeren Lebensarbeitszeit in einer unvorstellbaren Größenordnung. Die deutsche Politik tendiert immer weiter in Richtung eines verkrusteten Sozialstaates.

Wechsel von AAB zu EBASE – Mandantenbrief 09/2021

Der Wechsel von der AAB zu EBASE steht nun leider ins Haus. Eine lästige Umstellung, die Sie und wir nicht gewollt haben, die aber letztlich leider nicht zu verhindern war.

Geldanlage ist kein Glücksspiel – Mandantenbrief 04/2021

In den letzten Wochen sorgten Spekulationen um die Gamestop-Aktie für mächtigen Wirbel. Um einem Hedgefonds Paroli zu bieten, hatten Internet-Aktivisten einen wahren Run auf die Aktie losgetreten. Deren Kurs stieg darauf in schwindelerregende Höhen.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank

Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk

 

Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239994

7 + 15 =