©iStock.com/adrian825

Geldanlage – quo vadis? | Mandantenbrief 09/19

Wer glaubte, bei den Zinsen könne es nicht noch weiter nach unten gehen, wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt. Die Rendite von Bundesanleihen sinkt seit November 2018 kontinuierlich. Bei den „Zehnjährigen“ hat sie sogar den negativen EZB-Einlagezins unterschritten. Aber auch bei Tages- und Termingeldern wurden die ohnehin minimalen Verzinsungen nach unten angepasst.

Sparer blicken zunehmend beunruhigt auf ihre Geldanlagen. Negativrenditen sind bei Bundesanleihen längst Realität. Bei verzinslichen Bankeinlagen rücken sie erstmals in den Bereich des Möglichen. Bisher haben die Kreditinstitute Zinssätze unter Null weitgehend vermieden und lieber an der Gebührenschraube gedreht – eine indirekte Form von Negativzinsen. Die Politik, die unzufriedene Sparer fürchtet, versucht sich einmal mehr in symbolischen Maßnahmen. Ein Negativzins-Verbot wird ernsthaft diskutiert. Käme es, helfen würde es sicher nicht.

EZB öffnet wieder Geldschleusen

Tatsächlich haben sich die Hoffnungen auf eine Zinswende zerschlagen, seit die Konjunktur im Euro-Raum schwächelt und Mario Draghi deutlich gemacht hat, dass die EZB die Geldschleusen wieder stärker öffnen will. Nachdem die US-Notenbank Fed von ihrem Kurs moderater Zinserhöhungen abgerückt ist, besteht auch jenseits des Atlantiks kein Druck mehr in Richtung eines strikteren geldpolitischen Kurses. Würden Negativzinsen tatsächlich in der Breite Realität, sehen Sparer erstmals schwarz auf weiß auf ihrem Kontoauszug den Geldverlust beim Sparen. Dabei ist der längst Realität.

Kapitalverlust ist längst Realität

Die Realverzinsung (Nominalzins abzgl. Inflationsrate) ist bei vielen klassischen Geldanlagen seit Jahren negativ. Offensichtlich fehlt vielen Sparern „das Feeling“ dafür, solange der Verlust nicht offen ausgewiesen wird. Anders ist es kaum zu erklären, warum nach wie vor sehr viel Geld in Bankeinlagen fließt – alleine 39 Mrd. Euro landeten im ersten Quartal 2019 zusätzlich auf Einlagenkonten in Deutschland. Dort haben sich mittlerweile gigantische 2,5 Bio. Euro angesammelt. Ein Prozent realer Zinsverlust bedeutet bei dieser Riesensumme 25 Mrd. Euro Minus p.a.

Keine Änderung in Sicht

Auf einen Kurswechsel nach der Übergabe des EZB-Vorsitzes von Mario Draghi an Christine Lagarde zu hoffen, ist nicht angebracht. Es gibt bisher keine Anzeichen, dass die Geldpolitik nach der Amtsübergabe im November einen anderen Kurs einschlagen wird. Im Gegenteil: vieles deutet auf ein „Weiter so“ im Sinne Draghis hin. Weiteres Zuwarten lohnt daher nicht.

(Fast) alternativlos – risikobereiter investieren

Was bleibt, ist ein risikobereiteres Investment mit besseren Rendite-Perspektiven – in Aktien, Immobilien, Oldtimern, Gemälden, Wein oder wo Sie sonst fachlich und mit Freude bewandert sind. Als weitestgehend nebenher laufender Renditemotor bleibt aktuell wohl nur die breit diversifizierte Aktienfront.

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein – Mandantenbrief 04/18

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Kommt jetzt bald der „richtige“ Crash?

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.

Fondsbindung bedeutet Eigenverantwortung – Mandantenbrief 11/17

Die Auslagerung der Verantwortung für die Rendite vom Versicherer zum Kunden bezüglich der Renten- oder Kapitalhöhe ist den allermeisten Verbrauchern nicht bewusst, Darin liegt ein vielfach unerkanntes Risiko der eigenen Altersvorsorge.

Flüchtlingskrise und die Börse – Mandantenbrief 11/15

Lieber Leser, jahrelang sorgten sich die Kapitalmärkte um das im europäischen Zusammenhang so winzig kleine Griechenland. Krisensitzungen, die ganze Nation bewegende Bundestagsabstimmungen und „Brennpunkte“ ohne Ende haben die letzten Jahre bestimmt. Und nun?

Wiederholt sich Geschichte? – Mandantenbrief 07/2021

Auch wenn sie zuletzt stockte: Der von der Corona-Pandemie ausgelöste starke Kursanstieg, erinnert stark an die Zeit der Dotcom-Blase im Jahr 2000.

Exit der Benachteiligten – Mandantenbrief 07/16

Liebe Leser, erstaunliches hat sich – wie Sie alle wissen – getan. So richtig damit gerechnet hatte eigentlich keiner mehr, am wenigsten die Börsen. Und dennoch ist es amtlich: Großbritannien verlässt die EU – entgegen so ziemlich aller rationalen Argumente.

Nachhaltigkeit in der Geldanlage – Mandantenbrief 04/16

Lieber Leser, Nachhaltigkeit – ethische Geschäftspraktiken und aktiver Ressourcenschutz – ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Wert geworden. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass auch das Volumen nachhaltiger Geldanlagen beträchtlich zugenommen hat.

Kredite zur Vermögensoptimierung – Mandantenbrief 9/16

Der Leitsatz „Kredite schnell zu tilgen“ sollte gerade angesichts der Niedrigzinsen überdacht werden. Sich heute für mehr als ein Jahrzehnt nahezu kostenfreie Kredite zu sichern, kann eine kluge Strategie sein, die eigene Vermögensstruktur weiter zu optimieren.

Klimawandel ist eingepreist – Mandantenbrief 06/2021

Die Tatsache eines menschengemachten Klimawandels wird heute kaum noch bestritten, sieht man von Ausnahmen wie Donald Trump ab. Die Veränderung des globalen Klimas hat Auswirkungen auf die Wirtschaft und damit zwangsläufig auch auf Finanzwerte.

Depotübertragung von AAB zu ebase – Mandantenbrief 03/2021

Nun ist es sicher: Die AAB wird an die ebase verkauft und alle Konten müssen umziehen. Die ebase verfolgt ein der AAB ganz ähnliches Geschäftsmodell und ist auf Finanzberater und deren Mandanten spezialisiert.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank

Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk

 

Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de

Telefon: 04260 / 3239994

5 + 10 =