UA-58392891-1
©iStock.com/schulzie

Sparen ja, bausparen eher nein (Mandantenbrief 12/17)

Regelmäßige Finanzverträge haben den Vorteil, dass gleichmäßig und ganz selbstverständlich monatlich vom Konto abgebucht wird. Das ist eine nicht zu unterschätzende Qualität. Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte. Der Abschluss eines neuen Bausparvertrages, ist nur unter bestimmten Voraussetzungen zu empfehlen.

Die Fakten zum Bausparvertrag

Der Bausparvertrag ist ein beliebtes und weit verbreitetes Finanzprodukt (30 Millionen Verträge, mit sinkender Tendenz). Bausparen beruht auf einem Kollektivgedanken. Ein Bausparvertrag ist eine Kombination aus einem Sparplan und einer Baufinanzierung. Etwa 30 bis 50 Prozent der Bausparsumme muss zunächst über einige Jahre selbst angespart werden. Die Guthabenverzinsung ist systembedingt sehr gering. Vorab werden 1 bis 1,6% der Bausparsumme als Vermittlungsprovisionen abgezogen, so dass in der ersten Zeit kaum etwas vom Sparbeitrag übrig bleibt. Über den zweiten Teil der Bausparsumme (50 bis 70 Prozent) kann nach der sogenannten “Zuteilung” (Faustregel ca. 7 Jahre später) ein Bauspardarlehen beantragt werden – zu einem schon bei Abschluss vereinbartem festen Kreditzins.

Die Grundidee war großartig

Die Nachkriegs-, die Wiederaufbau- und die Wohlstandsphasen hatten ihre eigenen Gesetze:

  • Erst ansparen, dann sich Wünsche erfüllen.
  • Diszipliniert Geld zur Seite legen.
  • Nur gemeinsam können wir das schaffen.

Mein Vater berichtete uns Kindern von 14 gleichzeitig laufenden Bausparverträgen. Er war stolz auf diese, seinerzeit vermutlich sogar sinnvolle Strategie. Diese Zeiten sind aber vorbei. Sofortige Wunscherfüllung ist zeitgemäß, auch wenn keinerlei Eigenmittel vorhanden sind.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Das schwäbische Sparsamkeitsdiktat ist einer weltoffenen Konsumfreudigkeit gewichen. Der Bauspargedanke ist in der jungen Bevölkerung verkümmert.

Das Konzept Bausparvertrag funktioniert nicht mehr

Was lange bestens funktionierte, wird in Zeiten niedriger Zinsen zu einem Existenz-Problem. Denn um an ein günstiges Baudarlehen zu kommen, braucht man inzwischen keinen Bausparvertrag mehr. Die Zinssätze für “normale” Hypothekendarlehen mit fünf- oder zehnjähriger Zinsbindung bewegen sich aktuell in einem Band von ein bis zwei Prozent. Das sind historisch niedrige Werte und erklären, warum immer mehr Bausparer auf ihr Bauspardarlehen verzichten. Alt-Bausparverträge dienen heute oftmals nur als attraktive Sparform, aber nicht zur Baufinanzierung – damit ist das Geschäftsmodell der Bausparkassen gefährdet. Denn die Bauspardarlehen bilden die Hauptertragsquelle der Institute und die brechen weg. Viele Bausparkassen versuchen inzwischen, diese Ansparverträge durch einseitige Vertragskündigungen loszuwerden – zum Teil erfolgreich.

Ist der Abschluss eines Bausparvertrages noch sinnvoll?

Es kommt auf viele Begleitumstände an. Grundsätzlich sollte jeder Verbraucher einem Neuabschluss aber sehr kritisch gegenüberstehen. Ansparen kann man auch auf andere Art und Weise (Stichwort: Fonds- oder ETF-Sparplan). Mir wäre das Geld bei einer Bausparkasse – gefühlt –  auch nicht sicher genug. Weiterhin könnten Abschlusskosten vermieden werden. Auch das Sicherheitsbedürfnis bezüglich der zukünftigen Zinsentwicklung scheint angesichts struktureller Niedrigzinsen (die EZB will das so) vernachlässigbar. Bestimmte Vertragsarten (Wohnriester/Eigenheimrente) sind gleichwohl überlegenswert.

Siehe auch hier.

Wirecard und die Bankendinosaurier – Mandantenbrief 08/18

Irgendwie spüren wir alle die Digitalisierung. Kontinuierliches Einstellen auf neue Abläufe ist Bestandteil unseres Lebens geworden. Aber dramatisch verändert das unser tägliches Leben nicht wirklich. Allmähliche Veränderungen nehmen wir kaum als wirkliche Neuerungen wahr. Spätestens aber, wenn eine ziemlich unbekannte Firma wie WirecardAG die Commerzbank AG überholt und auf Augenhöhe mit der Deutsche Bank AG ist, sind die seit Jahren laufenden revolutionären Anpassungen mit einem Mal glasklar. In der Bankenbrache ist ein brutaler Strukturwandel im vollen Gange.

Megatrend Bildung | Mandantenbrief 03/19

Als Ihr verantwortungsbewusster, wirtschaftlicher Betreuer fühlt man sich häufig verpflichtet, Entwicklungen zu erklären, Börsenbewegungen zu bewerten und kurzfristige Entscheidungshilfen zu geben. Da wir bekanntermaßen langfristig denken und handeln, ist das sicherlich nicht im Monatsrhythmus notwendig. Vielmehr sollten wir uns von Zeit zu Zeit um die wirklich relevanten Megathemen kümmern: Bildung, Digitalisierung, Demographie, Transparenz usw.

Immobilien und ein persönlicher Meilenstein – Mandantenbrief 05/2017

Liebe Leser, die Meldungen über den Immobilienboom und die dauernd steigenden Preise führen bei den Eigentümern regelmäßig zu Glücksgefühlen, ist das eigene Vermögen virtuell doch schon wieder gestiegen. Wer aber nicht in den Metropolen oder deren Speckgürtel lebt, für den gelten veränderte Bedingungen. Und wer nicht laufend investiert, dessen Eigenheim verliert sogar an Wert.

Neue Aktionärskultur | Mandantenbrief 05/19

Hauptversammlungen sind bei Aktiengesellschaften äußerst wichtige Ereignisse. Um Ihnen einen tieferen Einblick in solche Prozesse zu geben, möchten wir uns mit diesem Mandantenbrief auf ein aktuelles Beispiel konzentrieren, dass zugleich auch Veränderungen deutlich macht.

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein – Mandantenbrief 04/18

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Kommt jetzt bald der “richtige” Crash?

Kredite zur Vermögensoptimierung – Mandantenbrief 9/16

Der Leitsatz “Kredite schnell zu tilgen” sollte gerade angesichts der Niedrigzinsen überdacht werden. Sich heute für mehr als ein Jahrzehnt nahezu kostenfreie Kredite zu sichern, kann eine kluge Strategie sein, die eigene Vermögensstruktur weiter zu optimieren.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Finanzkunde oder Erdkunde? – Mandantenbrief 12/15

Liebe Leser, vor dreieinhalb Jahren haben wir einigen Kollegen einen Zusammenschluss initiiert, der im Laufe der Zeit durch kompetente Berater ergänzt wurde. Kritisch betrachtete unsere Gruppe die Diskussionen, ob nun Provision- oder Honorarberatung optimal für die Mandanten sei.

Stecken Edelmetalle selbst in der Krise? – Mandantenbrief 11/18

In kritischen Börsenphasen kommt immer wieder der Gedanke auf: “Sollte ich nicht noch etwas mehr Edelmetalle haben?” Wenn die Aktienkurse zurückgehen, vermittelt der Gedanke an Gold oder Silber emotionale Sicherheit. Scheinbar funktioniert dieser Zusammenhang im Moment nicht.

US-Wahl: Egal wer gewinnt – Mandantenbrief 11/16

Am 8. November 2016 werden die US-Amerikaner wählen. Genießen Sie die neuesten Prophezeiungen als wunderbare Unterhaltung – keinesfalls aber als Basis für Anlageentscheidungen.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 3239993

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 3239994

13 + 2 =