Bei der Commerzbank kehrt keine Ruhe ein. Medienberichten zufolge wurde Deutschlands zweitgrößtes Geldhaus zu einer Bankenstrafe von 500 Millionen Euro verurteilt.

Der Hintergrund: Das Institut setzte sich über Sanktionen hinweg und tätigte verbotene Geschäfte mit dem Iran.

Die Commerzbank wird die Bankenstrafe akzeptieren

Der Verstoß gegen die US-Sanktionen führte zu einem jahrelang anhaltenden Streit zwischen den Vereinigten Staaten und der Commerzbank. Die baldige Einigung ist in Sicht, jedoch bringt sie eine Bankenstrafe von einer halben Milliarde Euro mit sich.

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Die amerikanischen Behörden stellten der Commerzbank eine Einstellung des Verfahrens in Aussicht, wenn das Institut die Summe entrichtet.

Der Vergleich wird in Börsenkreisen als vorteilhaft angesehen, auch dem Institut liegt an einer baldigen Erledigung der Angelegenheit. Anleger honorierten die Nachricht mit vermehrtem Interesse an der Commerzbank-Aktie, das Wertpapier legte nach Bekanntwerden der Meldung deutlich zu und war einer der wenigen Gewinner im Leitindex DAX.

Die Commerzbank ist in prominenter Gesellschaft

Das Institut kam mit einer Bankenstrafe davon, welche in der Höhe bei anderen Geldhäusern deutlich übertroffen wurde.

Goldman Sachs

Erst vor wenigen Wochen kam der Wall Street Gigant Goldman Sachs in die Schlagzeilen der Weltpresse. Die Bankenstrafe für das Institut fiel mit fast 2,4 Milliarden Euro erheblich höher aus. Hier ging es der US-Behörde um zweifelhafte Wertpapiere aus der Finanzkrise, die Goldman Sachs jetzt zurücknehmen muss.

Bank of America

Der Vergleich zwischen der Bank of America und dem amerikanischen Justizministerium stellt die Bankenstrafe von Goldman Sachs allerdings in den Schatten. Die von dem Institut hierbei bezahlten 12,5 Milliarden Euro sind bislang die höchste Summe, die jemals von einem US-Unternehmen an die amerikanische Justiz entrichtet wurde.

UBS

Auch die deutschen Behörden sind in Sachen Bankenstrafe nicht kleinlich. 300 Millionen Euro Buße waren für die schweizerische UBS eine Alternative zu weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts auf Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Zumindest in Deutschland war das die umfangreichste Bankenstrafe, die von dem führenden Institut der Schweiz jemals akzeptiert wurde.

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