©iStock.com/EdStock

Container als Geldanlage können nicht funktionieren

Die Option eines Direktinvestments in Container wurde von vielen Anlegern wahrgenommen, auch beim Anbieter Magellan Maritime. Die Insolvenz des Unternehmens hat herausgestellt, dass derartige Geldanlagen von hohem Risiko begleitet werden und nicht funktionieren können.

Die Funktionsweise der Container-Investments

Magellan Maritimes konnte mit attraktiven Versprechen bezüglich der Rendite etwa 9.000 Anleger gewinnen, welche insgesamt 350 Millionen Euro in die stählernen Behältnisse investierten. Investoren erwarben diese und vermieteten sie umgehend an Magellan Maritimes zurück. Der Anbieter stellte die Stahlbehälter internationalen Reedereien gegen Gebühr zur Verfügung und kaufte sie am Laufzeitende wieder von den Anlegern zurück.

Weder Zugriff noch Sonderkündigungsrecht

Aufgrund anhaltender Zahlungsschwierigkeiten bei den asiatischen Reedern stellte Magellan vor einigen Wochen sämtliche Auszahlungen ein. Die Anleger wissen nicht, wie es mit ihren insgesamt 160.000 Containern weitergeht. Es muss zunächst geklärt werden, ob die in Container investierten Anleger bei den Mietverträgen ein Sonderkündigungsrecht einfordern können.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Bei einer Kündigung würde die Mietsache zurück an den Vermieter oder Eigentümer fallen, aber bei global eingesetzten Containern ist jeder Zugriff faktisch ausgeschlossen. Weder Rückführung noch Weitervermietung liegen im Ermessen der geschädigten Anleger.

Letzter Ausweg: der Widerruf

Da die meisten Anleger ihre Container online erworben haben, kümmert sich eine Anwaltskanzlei derzeit um die Sichtung der jeweiligen Widerrufsbelehrungen, und die will mittlerweile fehlendes gesetzliches Muster erkannt haben. Jedoch erscheint Experten diese Vorgehensweise wenig sinnvoll, da nach der Containerrückgabe nur eine wenig aussichtsreiche Forderung an den Anbieter bleibt.

Eine Anmerkung in eigener Sache

Wir haben, wie viele andere Finanzberater auch, niemals zu Containerinvestments angeregt, da weder die Kalkulation noch die Renditeversprechen finanzmathematisch aufgehen konnten. Dass das oben beschriebene Konzept inklusive Einhaltung der Zinsversprechen so lange funktioniert hat, wird von kritischen Zeitgenossen zumindest in die Nähe eines Schneeballsystems gebracht. Natürlich konnte dies nicht grenzenlos gut gehen. Wer als vorausschauender Anleger bislang auf Investments in Container verzichtet hat, wird vermutlich oben beschriebenen Fall als eine gewisse Genugtuung empfinden.

Kredite zur Vermögensoptimierung – Mandantenbrief 9/16

Der Leitsatz „Kredite schnell zu tilgen“ sollte gerade angesichts der Niedrigzinsen überdacht werden. Sich heute für mehr als ein Jahrzehnt nahezu kostenfreie Kredite zu sichern, kann eine kluge Strategie sein, die eigene Vermögensstruktur weiter zu optimieren.

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein – Mandantenbrief 04/18

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Kommt jetzt bald der „richtige“ Crash?

Immobilien und ein persönlicher Meilenstein – Mandantenbrief 05/2017

Liebe Leser, die Meldungen über den Immobilienboom und die dauernd steigenden Preise führen bei den Eigentümern regelmäßig zu Glücksgefühlen, ist das eigene Vermögen virtuell doch schon wieder gestiegen. Wer aber nicht in den Metropolen oder deren Speckgürtel lebt, für den gelten veränderte Bedingungen. Und wer nicht laufend investiert, dessen Eigenheim verliert sogar an Wert.

Nachhaltigkeit ist kein Renditekiller mehr – Mandantenbrief 09/18

Aufgrund unseres langfristigen Investmentansatzes war für uns schon immer das Gedankengut der Nachhaltigkeit oder der Ökologie von großer Wichtigkeit. Bedauerlicherweise gab es kaum befriedigende Lösungen, die auch den Renditeaspekt genügend berücksichtigten. Seit einigen Monaten prüfen wir einen modifizierten Ansatz dazul. Nun haben wir uns entschieden, Ihnen zu empfehlen, den „Global Core“ in die Nachhaltigkeitsvariante dieses Fonds zu tauschen. Die Entwicklungen laufen absolut parallel, so dass Umweltschutzgedanken endlich keine Renditekiller mehr sind.

Unbeliebteste Rally aller Zeiten | Mandantenbrief 11/2020

Verrückte Welt noch verrückter. Noch vor kurzem hatte Wirecard eine höhere Marktkapitalisierung (Börsenkurs mal ausgegebener Aktien) als die Deutsche Bank.

Sparen ja, bausparen eher nein – Mandantenbrief 12/17

Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte.

Aktueller Börsenrückgang – Mandantenbrief 03/20

Mit zuletzt im Dezember 2018 beobachteter Heftigkeit müssen wir nun an den Aktienmärkten einen Rückschlag hinnehmen. Neu ist dabei, dass es sich um eine konkrete Störung handelt.

Vielleicht wird Trump doch nicht so schlimm – Zwischenruf 11/16

Gerade als junger Mensch hat mich die USA sehr fasziniert. Freiheit, Toleranz und die Möglichkeit, aus eigenem Antrieb sehr erfolgreich zu sein, hatte höchste Attraktivität.

Aktien ETF – ein Geldwert? – Mandantenbrief 10/16

Der ETF oder auch Exchange Traded Funds wird von Verbraucherschützern als das Allheilmittel der Finanz- und Anlegerwelt gefeiert. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er aber eher ein Geld- als ein Sachwert.

Wechsel von AAB zu EBASE – Mandantenbrief 09/2021

Der Wechsel von der AAB zu EBASE steht nun leider ins Haus. Eine lästige Umstellung, die Sie und wir nicht gewollt haben, die aber letztlich leider nicht zu verhindern war.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239994

10 + 11 =