UA-58392891-1
©iStock.compablographix

Kapitalmärkte bemerkenswert widerstandsfähig

Obwohl wir bekanntlich langfristig denken und handeln, stellt sich immer mal wieder die Frage, ob frisches Geld an den Märkten gerade jetzt angelegt werden soll. Oder lieber warten? Oder gar Gewinne mitnehmen? Zur Meinungsbildung nachfolgend unsere Marktbewertung der letzten Monate und unsere gegenwärtige Markteinschätzung.

Aktienmärkte stabil

Handelsstreit, Türkei, Italien oder Brexit – trotz einer ganzen Reihe negativer Nachrichten blieben die Aktienmärkte standhaft. So hat die Ankündigung von Strafzöllen seitens der USA auf chinesische Waren global keine merkliche Krise verursacht. Und auch die jüngste Zinsanhebung in den USA war von den Märkten weitestgehend erwartet worden.

Bemerkenswert für das dritte Quartal ist, dass die globalen Unsicherheiten auch die Unternehmenslenker nicht nachhaltig verschrecken konnten. In Deutschland ist das auch am Geschäftsklimaindex des ifo-Instituts ablesbar. Grundlage hierfür ist der von den befragten Unternehmen geäußerte Optimismus zur Auftragslage. Dieser ist nach wie vor gegeben, so dass der Index im dritten Quartal wieder leicht zulegen konnte.

Globale Unsicherheiten konnten Märkte nicht nachhaltig verschrecken

Die viel befürchtete Auswirkung des Handelsstreites zwischen den USA und China ist bislang ausgeblieben. Auch wenn es zunächst einen anderen Anschein hat: Die Chancen auf eine gütliche Einigung sind nach wie vor gegeben und realistisch. Aber auch andere Sorgen konnten die Börsianer nicht nachhaltig verschrecken.

So ist die Lage in der Türkei zwar derzeit durchaus negativ zu beurteilen. Die Politik von Präsident Erdogan hat dazu beigetragen, dass die Märkte beispielsweise die Politik der türkischen Zentralbank als nicht glaubwürdig ansehen. Dennoch hat die Situation in der Türkei nur kurz auf die Eurozone abfärben können.

Italien und Brexit beunruhigen

Ebenso konnte die Situation in Italien die Märkte nicht aus dem Gleichgewicht bringen. So weisen führende Researchinstitute darauf hin, dass die italienische Regierung am Ende des Tages mit den europäischen Institutionen zusammenarbeiten wird, so dass eine nachhaltige Gefahr für den Euroraum aktuell daraus nicht resultiert.

Etwas mehr beunruhigt zeigen sich die Märkte jedoch beim Thema Brexit. Nachdem es wiederum zu keiner Einigung kam, sind nun mehrere Szenarien denkbar. Grund für Optimismus ist dennoch gegeben: Es mehren sich die Stimmen für ein zweites Brexit-Referendum.

Japan: Deutliches Plus von 8,1%

Ein positives Bild zeigt Japan für das dritte Quartal. Der Aktienindex konnte hier deutlich zulegen. Grund dafür ist das unerwartet hohe BIP-Wachstum mit 3% im Vergleich zum Vorquartal (hochgerechnet auf das Jahr). Damit liegt das Wachstum deutlich über den allgemein erwarteten 1,9% bis 2,6%.

USA: Wirtschaft boomt, Leitzins angehoben

Auch wenn Donald Trump es nicht gerne sieht: Die Fed hat den Leitzins um 0,25% angehoben und damit ihren achten Zinsschritt vollzogen. Begründung: Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind insgesamt sehr gut. Vor diesem Hintergrund rückt die Inflationsrate wieder ein wenig in den Vordergrund, so dass die Währungshüter ohne Bedenken die nächste Zinsstufe erklimmen konnten. An den Märkten hat der Zinsentscheid keine nennenswerten Reaktionen hervorgerufen und die US-amerikanischen Indices konnten ihre Höchststände ausbauen.

Die spannende Frage ist nun, welchen Weg die amerikanischen Märkte einschlagen werden. Kritiker verweisen auf das hohe Bewertungsniveau der Aktien. Andererseits brummt die Konjunktur wie selten zuvor.

Emerging Markets: Währungen unter Druck

Das vorläufige Scheitern der Handelsgespräche zwischen den USA und China sowie die Krisen in der Türkei und Argentinien haben einige EM-Währungen unter Druck gesetzt. Dennoch ist ein gewisser Optimismus durchaus angebracht, da der Handelsstreit auch hier keine nachhaltige Wirkung hinterlassen hat. Das ist gut an den Anleihenspreads (zeigen relative Risiken an) zu erkennen, die sich zu Hartwährungsanleihen nur moderat ausgeweitet haben.

Rohstoffe: Erdöl gestiegen

Rohstoffe haben im dritten Quartal wieder überwiegend ein Plus gezeigt. So ist beispielsweise Erdöl wieder gestiegen, nachdem der Iran aufgrund amerikanischer Sanktionen seine Förderung zurückfahren musste und die weltweite Nachfrage stetig wächst.

Fazit

Trotz der beschriebenen Risiken befinden sich die Märkte nach wie vor in vergleichsweise ruhigen Gewässern. Außer den „normalen“ Schwankungen sehen wir zurzeit keine Notwendigkeit, aus Crashangst Gelder zu sichern. Vielmehr sollten schwache Phasen strategisch genutzt werden, um zu „Sonderangebotspreisen“ breitgestreut Aktien zu kaufen. Logischerweise kann keiner garantieren, dass es nicht kurz- oder mittelfristig einen Rückgang gibt. Am langfristigen, positiven Trend der Aktien gibt es aber keinen Zweifel. Und da wir ja nicht an den (temporären) Höchstständen kaufen, sondern immer Rückgänge abwarten, ist das Risiko noch reduziert.

Wir kommen dabei natürlich auf Sie zu, wenn wir gute Chancen sehen.

Stecken Edelmetalle selbst in der Krise? – Mandantenbrief 11/18

In kritischen Börsenphasen kommt immer wieder der Gedanke auf: "Sollte ich nicht noch etwas mehr Edelmetalle haben?" Wenn die Aktienkurse zurückgehen, vermittelt der Gedanke an Gold oder Silber emotionale Sicherheit. Scheinbar funktioniert dieser Zusammenhang im Moment nicht.
Lesen Sie mehr

Tsunami an den Devisenmärkten – Mandantenbrief 1/15

Lieber Leser, die Schweizer Nationalbank hat die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Hintergrund ist die erwartete Schwäche des Euros. In Wahrheit kapituliert die mächtige Zentralbank aber vor den ungeheuren Massen an jederzeit verfügbarem, Anlagemöglichkeiten suchenden Kapitals.
Lesen Sie mehr

Dauernd neue Höchststände – Mandantenbrief 01/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.
Lesen Sie mehr

Rückblick, Durchblick, Ausblick – Mandantenbrief 02/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.
Lesen Sie mehr

Negativzinsen als Realität – Mandantenbrief 03/16

Lieber Leser, wer sein Geld bei der Bank deponiert, bekommt dafür Zinsen. Und wer sich welches leiht, muss Zinsen zahlen. Diese Grundregel galt im Wirtschaftsleben seit jeher - bis jetzt. Nun kehren sich die Vorzeichen um: Guthabenzinsen werden negativ und Kreditzinsen mitunter positiv.
Lesen Sie mehr

Märkte sind erstaunlich robust – Mandantenbrief 07/18

Manchmal ist es ganz hilfreich, einen Schritt zurückzutreten und ganz unvoreingenommen die aktuelle Situation zu betrachten. Das möchten wir mit diesem Mandantenbrief versuchen: Trotz des von den USA vom Zaun gebrochenen Zollstreits zeigen sich die Börsen erstaunlich widerstandsfähig. Aufgrund der stabilen Entwicklung der Realwirtschaft kam es an den Märkten lediglich phasenweise zu Irritationen. Insgesamt scheinen sich diese nach wie vor auf dem Wachstumspfad zu befinden.
Lesen Sie mehr

Nachhaltigkeit ist kein Renditekiller mehr – Mandantenbrief 09/18

Aufgrund unseres langfristigen Investmentansatzes war für uns schon immer das Gedankengut der Nachhaltigkeit oder der Ökologie von großer Wichtigkeit. Bedauerlicherweise gab es kaum befriedigende Lösungen, die auch den Renditeaspekt genügend berücksichtigten. Seit einigen Monaten prüfen wir einen modifizierten Ansatz dazul. Nun haben wir uns entschieden, Ihnen zu empfehlen, den "Global Core" in die Nachhaltigkeitsvariante dieses Fonds zu tauschen. Die Entwicklungen laufen absolut parallel, so dass Umweltschutzgedanken endlich keine Renditekiller mehr sind.
Lesen Sie mehr

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.
Lesen Sie mehr

Rente mit 63 – Mandantenbrief 9/14

Liebe leser, nicht nur die Einführung der Rente mit 63 in einer Zeit, in der die Lebenserwartung immer länger wird - nun auch noch die Bonifikation einer längeren Lebensarbeitszeit in einer unvorstellbaren Größenordnung. Die deutsche Politik tendiert immer weiter in Richtung eines verkrusteten Sozialstaates.
Lesen Sie mehr

Subjektive Wahrnehmung von Veränderungen – Mandantenbrief 05/18

Wie sonst könnte die Bekanntgabe eines weltweiten Handelskrieges die Börsen so wenig beeindrucken. Wie nehmen wir Anleger überhaupt Ankündigungen und tatsächliche Veränderungen wahr? Subjektiv und objektiv liegen da oftmals weit auseinander.
Lesen Sie mehr

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

11 + 14 =