Deutschland wird zur Zeit durch den Begriff Fracking geteilt, die einen sehen in der Methode zur Schiefergasförderung eine Zukunftschance, die Mehrheit warnt jedoch vor dem Risiko.

Zum aktuellen Stand informiert dieser Beitrag.

Was genau muss unter Fracking verstanden werden?

Bei der Erdgasgewinnung durch dieses Verfahren wird die Gas führende Schicht tief unter der Erdoberfläche angebohrt.

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– Mit hohem Druck werden Chemikalien, Wasser und Sand in die Gesteinsschicht gedrückt.
– Durch den Druck wird das Gestein im Bereich des Bohrlochs aufgebrochen.
– Der Sand ist dazu bestimmt, die entstandenen Risse offen zu halten, das Gas vermischt sich mit dem Flüssigkeiten-Mix und steigt mit diesem nach oben.

Die deutschen Befürworter der Fracking-Technologie weisen darauf hin, dass diese Art der Schiefergasförderung den Vereinigten Staaten neben wirtschaftlichem Aufschwung auch sichtbare Erfolge beim Umweltschutz beschert haben soll.

Proteste gegen die umstrittene Fördermethode kommen aus zwei Dritteln der deutschen Bevölkerung. Die Bundesregierung wollte sich in der ersten Euphorie über diese Mehrheit hinwegsetzen, sie plante bereits 2013 ein Gesetz zur Gasförderung durch Fracking.

Doch hat sich dem wachsenden Widerstand inzwischen auch das Umweltbundesamt angeschlossen, das UBA wies in einer Studie auf die wichtigen ungeklärten Fragen zum Grund- und Trinkwasserschutz hin. Endgültige Ergebnisse sollen im kommenden Sommer zur Verfügung stehen.

Fracking sollte sich im praktischen Versuch bewähren

Die derzeitige Diskussion wird fast ausschließlich mit Argumenten geführt, welche sich in der Praxis noch nicht als wahr bewiesen haben. Wissenschaftler regen daher kontrollierte Probebohrungen unter Aufsicht von Experten der Industrie und Umweltschutzverbänden an.

Durch solche Pilotprojekte unter wissenschaftlicher Aufsicht könnte die Debatte von der Theorie in die Praxis übergehen und anlässlich bald feststehender Ergebnisse schnell beendet werden.

Wichtige Voraussetzung beim praktischen Fracking-Versuch ist die sorgfältige Zusammenstellung der Expertenteams. Um dem Ergebnis der Untersuchungen wirkliches Gewicht zu verleihen, müssen die wirtschaftlichen Interessen einzelner Branchen außen vor bleiben. Die mit dem Praxistest beauftragten Teams sollten sich durch Neutralität auszeichnen.

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