©iStock.com/ismagilov

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Schon Ende Januar/Anfang Februar brachen die Kurse deutlich ein, um sich danach schnell wieder zu erholen. Kommt jetzt bald der „richtige“ Crash?

Jüngster Kurssturz – mehrere Faktoren kamen zusammen

Für eine Antwort lohnt es sich, die Gründe für die jüngsten Einbrüche etwas näher unter die Lupe zu nehmen. In der vergangenen Woche kamen aus Börsensicht gleich mehrere schlechte Nachrichten zusammen. Am Freitag der Vorwoche war bekannt geworden, dass die Löhne in den USA im Januar so stark gestiegen sind wie seit zehn Jahren nicht. Diese an sich positive Meldung ließ Befürchtungen vor mehr Inflation und damit auch vor steigenden Zinsen stärker werden. Diese gelten kurzfristig als kontraproduktiv für die Börse.

Wie die Faust aufs Auge passte dazu, dass die US-Notenbank Fed in der vergangenen Woche die Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte anhob – mehr als von manchen Beobachtern erwartet worden war.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

US-Präsident Donald Trump setzte mit Strafzöllen und dem sich verschärfenden Handelskonflikt insbesondere mit China noch eins obendrauf. Auch das sorgte für Irritationen und trug zum Minus bei. Wie so oft dürften beim Kurseinbruch psychologische Momente wie Angst und „Fluchtreaktionen“ ebenso eine Rolle gespielt haben. Erfahrungsgemäß sind dies eher kurzfristig wirkende Faktoren. Der DAX wird heute den starken Anstieg der Wallstreet nachvollziehen, da Anleger die niedrigen Kurse als Sonderangebote interpretieren.

Unternehmer lernen aus Krisen

So hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband in einer Umfrage bei 300.000 Firmen gezeigt, dass deutsche Unternehmer das Ende des Nullzins-Dopings nicht fürchten müssen. Mit nur 1,1 Prozent Anteil am Gesamtumsatz ist der Zinsaufwand auf historischem Tiefstand – und andererseits die Eigenkapitalquote mit 40 Prozent (2000: unter zehn Prozent) so hoch wie noch nie. Die Firmeneigentümer, gewarnt durch die Finanzkrise, haben Bankkredite gemieden und Gewinne einfach im eigenen Betrieb belassen.

Korrekturbedarf vor allem in den USA

Grundsätzlich sind die Fundamentaldaten für die Börsen nach wie vor gut. Die weltweite Konjunktur läuft rund, die Unternehmen verzeichnen mehr Gewinne und die weiteren Aussichten sind positiv. Von daher gibt es für einen Crash keine wirklichen Gründe. Dass gerade in den USA mit Kursrückgängen gerechnet werden muss, stand schon länger fest. Die Kurse bewegen sich hier seit einiger Zeit auf einem außerordentlich hohen Niveau und wurden zuletzt durch die Trump’sche Steuerreform nochmal befeuert. Das musste irgendwann zu Korrekturen führen.

Das erklärt auch, warum in Europa die Rückschläge weniger stark ausfielen. Hier gab es in der Vergangenheit auch nicht so starke Kursübertreibungen nach oben. Die Kursentwicklung seit Januar zeigt aber, dass die Zeiten der starken Anstiege wie in den letzten Jahren vorbei sind. Die Volatilität ist zurück an den Märkten und damit ein Stück Normalität. Anleger, die bei Aktien auf langfristigen Vermögensaufbau setzen, muss das nicht schrecken.

Investieren Sie weiterhin breit gestreut und langfristig orientiert. Hinterfragen Sie immer mal wieder Ihr aktuelles Risikoprofil und passen Sie die Vermögensstruktur entsprechend an. Ansonsten einfach gelassen bleiben und das Leben genießen.

Nachhaltigkeit in der Geldanlage – Mandantenbrief 04/16

Lieber Leser, Nachhaltigkeit – ethische Geschäftspraktiken und aktiver Ressourcenschutz – ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Wert geworden. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass auch das Volumen nachhaltiger Geldanlagen beträchtlich zugenommen hat.

Aktueller Börsenrückgang – Mandantenbrief 03/20

Mit zuletzt im Dezember 2018 beobachteter Heftigkeit müssen wir nun an den Aktienmärkten einen Rückschlag hinnehmen. Neu ist dabei, dass es sich um eine konkrete Störung handelt.

„Zinsen bleiben ewig nahe Null“ | Mandantenbrief 08/19

Auch wenn im November EZB-Chef Mario Draghi den Stab an Christine Lagarde weitergibt, dürfte sich an der Politik der Euro-Notenbank wenig ändern. Die Fortsetzung des lockeren Geldkurses ist schon vorgezeichnet – nach der letzten EZB-Sitzung wurde sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe in Aussicht gestellt.

Außergewöhnliche Abwärtsgeschwindigkeit | Mandantenbrief 08/2020

Viele Fachleute schwanken in der Beurteilung der Börsensituation zwischen „erfolgreicher Bodenbildung“ und „übertriebener Börsenerholung“. Wir auch.

Familie Frommholz in Feststimmung | Mandantenbrief 12/19

Wir haben es diesmal, erstmals nach vielen Jahren nicht geschafft, einen Mandantenbrief mit inhaltlich wertvollen Informationen zu erstellen. Wir haben uns mit vielen Seminaren auf die Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung konzentriert, sind aber noch nicht vollständig durch mit unseren Recherchen.

Finanzkunde oder Erdkunde? – Mandantenbrief 12/15

Liebe Leser, vor dreieinhalb Jahren haben wir einigen Kollegen einen Zusammenschluss initiiert, der im Laufe der Zeit durch kompetente Berater ergänzt wurde. Kritisch betrachtete unsere Gruppe die Diskussionen, ob nun Provision- oder Honorarberatung optimal für die Mandanten sei.

Negativzinsen als Realität – Mandantenbrief 03/16

Lieber Leser, wer sein Geld bei der Bank deponiert, bekommt dafür Zinsen. Und wer sich welches leiht, muss Zinsen zahlen. Diese Grundregel galt im Wirtschaftsleben seit jeher – bis jetzt. Nun kehren sich die Vorzeichen um: Guthabenzinsen werden negativ und Kreditzinsen mitunter positiv.

Feuerwerk an den Börsen – Mandantenbrief 02/20

Feinstaub entwickelt sich bei einem Kursfeuerwerk an den Börsen zum Glück nicht. Aber die Gefahr von übertriebenen Entwicklungen bleibt. Wie könnte es in 2020 weitergehen? Zunächst ein Blick in den Rückspiegel.

Subjektive Wahrnehmung von Veränderungen – Mandantenbrief 05/18

Die Trump-Methode der schroffen, spontanen Zurückweisung von langjährigen Länderpartnerschaften und gültigen internationalen Vereinbarungen verunsichert immer wieder aufs Neue.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 3239993

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 3239994

1 + 4 =