Obwohl es nur niedrige Zinsen bietet, bleibt das Sparbuch eine der beliebtesten Anlageformen der Deutschen. 58 Prozent der Bundesbürger besitzen ein Sparbuch.

Zum Vergleich: nur 37 Prozent haben ein Tagesgeldkonto und lediglich 28 Prozent nutzen Festgelder.

Niedrige Zinsen bedeuten Kapitalverlust

Offenbar schätzen die Anleger nach wie vor die vermeintlich besondere Sicherheit der Spareinlagen, obwohl Tages- und Festgelder nicht weniger sicher sind. An den Zinsen kann die Attraktivität jedenfalls nicht liegen.

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Denn trotz der kaum vorhandenen Inflation können sie die Geldentwertung längst nicht ausgleichen. 0,2 Prozent beträgt aktuell der Durchschnittszins für Spareinlagen mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Bei ca. 2 Prozent Inflation reicht das nicht zum Kapitalerhalt.

Sicherheit ist Trumpf

Befragungen zeigen, dass Sicherheit immer noch das höchste Gut bei Geldanlagen ist. 94 Prozent der Deutschen nennen sie als wichtigstes Anlagekriterium. Verfügbarkeit, Flexibilität und Rendite folgen erst mit deutlichem Abstand. Auch die Wechselwilligkeit ist nur schwach ausgeprägt. Die meisten halten am Sparbuch bei ihrer Hausbank fest, auch wenn es anderswo bessere Angebote gibt. Die Macht der Gewohnheit und ein Stück Bequemlichkeit sind wohl ebenfalls mit im Spiel.

Mehr Liquidität vorhanden

Und noch ein Phänomen ist zu beobachten: anstatt nach Anlageformen mit besseren Renditen zu suchen, führen niedrige Zinsen (!) eher zum Horten von Liquidität und zum Geldausgeben. Denn noch schneller als die Spareinlagen sind die Guthaben auf Girokonten und die Bargeldbestände der Bürger gestiegen. Hier gibt es überhaupt keine Zinsen.

Alternativen zum Sparbuch

Zinsverzicht muss aber nicht sein. Wer sich am Markt umschaut, findet durchaus besser verzinsliche Anlagen. Das gilt selbst für das Sparbuch, denn auch hier kommt es auf die jeweilige Bank an. Noch bessere Konditionen bieten in der Regel Tagesgelder und Festgelder. Bei Tagesgeld besteht allerdings ein Zinsänderungsrisiko, denn die Zinsen sind hier variabel. Bei Festgeld ist der Zins dagegen über den gesamten vereinbarten Zeitraum festgelegt. Hier hat der Anleger Zinssicherheit.

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