Blue-Chip Fonds erwirtschafteten in den letzten Jahren weniger Rendite als der Deutsche Aktienindex DAX.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Quirin-Bank. Über die Hintergründe informiert dieser Beitrag.

Was sind eigentlich Blue-Chip Fonds?

Bei Blue-Chip Fonds handelt es sich um Aktienfonds, welche vorrangig in Standardwerte investieren. Blue Chips sind also umsatzstarke Aktien führender Konzerne, durch deren Kursentwicklung leitende Indizes geprägt werden.

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Charakteristisch für Standardwerte sind hohe Handelsvolumen, geringe Kursschwankungen sowie stärkeres Engagement institutioneller Investoren. An der deutschen Börse gelten Wertpapiere von Allianz, BASF, Siemens oder VW als Blue-Chips.

Die Fondsanalyse

Die Quirin-Bank selektierte 28 Fonds zur Auswertung. Vorgaben dabei waren der Anlageschwerpunkt Deutschland Blue-Chip sowie das Mindestvolumen von fünf Millionen Euro. Verglichen wurde die Entwicklung der Fonds mit der des DAX in einem Fünf-Jahres-Zeitraum.

Die Resultate

Im Jahr 2012 schnitten nur zwölf der ausgewerteten Fonds besser als der DAX ab, 2013 gelang dies lediglich elf aktiv gemanagten Beteiligungen. Im Durchschnitt hinkten 2012 die Blue-Chip Fonds um 0,45 Prozent dem Deutschen Aktienindex hinterher. 2013 betrug der Abstand gar 0,84 Prozent. Was dem Betrachter geringfügig erscheinen mag, drückt im Lauf der Jahre empfindlich die Rendite. Die Manager der Blue-Chip Fonds liegen nach fünf Jahren mehr als siebeneinhalb Prozent hinter dem DAX. In Zeiträumen zwischen zwölf Monaten und drei Jahren beträgt der Unterschied knapp drei Prozent.

Ergebnisse ohne Ausgabeaufschläge

Keine Berücksichtigung fanden bei der Auswertung Ausgabenaufschläge, welche sich bei aktiv gemanagten Fonds auf circa fünf Prozent belaufen. Weil die Institute in der Regel unterschiedlich hohe Aufschläge berechnen, wurden sie aus der Auswertung genommen.

Die Ergebnisse aus Sicht der Anleger

Aus der Analyse wird ersichtlich, dass bei den gemanagten Blue-Chip Fonds in erster Linie die Managementkosten die Rendite ungünstig beeinflussen. Anleger müssen entscheiden, ob die bescheidenen Ergebnisse der Manager die hohen Kosten wert sind, oder ob kostengünstige ETF auf den DAX eine Alternative sein könnten.

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