Jahrelang galten sie als Garanten dynamischen Wachstums und bewegten sich gegenüber den etablierten Industrienationen auf der Überholspur – die BRICS-Staaten. Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika boten Anlegern Hoffnung auf gute Renditen in Zeiten niedriger Zinsen. Doch der Glanz ist verblasst. Krisennachrichten ließen viel Kapital abfließen und inzwischen haben andere Länder mit der Aufholjagd begonnen.

Wachstum der BRICS-Staaten geht zurück

Während die Wachstumsraten der BRICS-Staaten rückläufig sind, sind einige Länder aus der sogenannten Dritten Welt dabei, Fahrt bei ihrer wirtschaftlichen Entwicklung aufzunehmen.

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Bei den BRICS-Staaten wird zwar weiterhin mit Wachstum gerechnet – vor allem getrieben durch die Binnennachfrage. Investitionszurückhaltung und notwendige Anpassungen bei Produktion und Zulieferung bremsen aber.

Zwei Gruppen von Nachfolgern

Die Nachfolger befinden sich in Lateinamerika, Ostafrika und im südlichen Asien. Dies ergibt eine Analyse des Kreditversicherers Coface. Zehn Länder sehen die Analysten des Unternehmens mit einem besonders hohen Potential, darunter auch Staaten, mit denen vor kurzem sicher kaum jemand gerechnet hat:

1. Kolumbien, Indonesien, Peru, die Philippinen und Sri Lanka;
2. Kenia, Sambia, Tansania, Bangladesch und Äthiopien.

Die Coface-Untersuchung unterscheidet bewusst zwei Gruppen. Die Staaten der ersten Gruppe sind aufgrund eines vorteilhaften Geschäftsumfelds begünstigt. Sie sieht die Studie bereits auf einer Stufe mit den BRICS-Ländern. Die Staaten der zweiten Gruppen (Frontier) haben dagegen ein schwieriges bis problematisches Geschäftsumfeld. Hier wird es nach Ansicht der Analysten länger dauern, bis sich Wachstumskräfte entfalten können.

Vor- und Nachteile beim Wachstum

Trotz der insgesamt günstigen Prognosen haben auch die zehn Nachfolger einige Handicaps. Sie umfassen nur 11 Prozent der Weltbevölkerung, wesentlich weniger als die BRICS-Staaten und ihr Wohlstand liegt deutlich unter deren Ausgangsniveau. Ein weiteres Manko ist das Leistungsbilanzdefizit, die BRICS-Staaten konnten dagegen am Beginn ihres Aufholprozesses mit Überschüssen aufwarten. Positiv sind die im Vergleich niedrige Inflation und Staatsverschuldung der Nachfolgestaaten. Für Investitionen bieten die absehbaren regionalen Gewichtsverschiebungen in der globalen Entwicklung interessante Perspektiven.

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