Das Konstruktionsprinzip von ETF besteht darin, einen Index nachzubilden. Doch was passiert mit den Erträgen und Ausschüttungen, die bei den im Fondsvermögen enthaltenen Wertpapieren anfallen?

Die Antwort lautet: es kommt darauf an, ob der ETF auf Kursindex- oder Performanceindex-Basis ausgestaltet ist.

Was bedeuten Kursindex und Performanceindex?

Dazu zunächst eine kurze Erläuterung der Unterschiede beider Index-Typen:

Performanceindizes bilden den Durchschnittswert der in ihnen enthaltenen Titel unter Einbeziehung aller im Zeitablauf anfallenden Erträge ab.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Dabei wird letztlich unterstellt, dass alle Ausschüttungen und sonstigen Erträge entsprechend der Indexzusammensetzung immer wieder reinvestiert werden. Der DAX als bekanntester deutscher Aktienindex wird üblicherweise als Performanceindex ausgedrückt. Die DAX-Variante als Kursindex gibt es zwar auch, ist aber weniger gebräuchlich.

– Beim Kursindex wird tatsächlich nur der Durchschnittskurs der im Index erhaltenen Papiere ermittelt. Bekannte Kursindizes sind zum Beispiel der Euro Stoxx 50 oder der amerikanische S & P 500. Ausschüttungen und sonstige Erträge bleiben dagegen bei der Indexberechnung außen vor.

Vergleicht man Performanceindex und Kursindex bei identischem Ausgangsportfolio, muss der Performanceindex sich im Zeitablauf – positive Erträge vorausgesetzt – stärker nach oben entwickeln als der Kursindex, da hier der Wertzuwachs durch Erträge und deren Wiederanlage mit einfließt, beim Kursindex dagegen nicht.

Ausschüttungsprinzip bei ETF auf Kursindex

Entsprechend dem Kursindex-Konstrukt werden bei einem ETF auf Kursindex-Basis Ausschüttungen in der Regel an die Fondsinhaber weitergeleitet. Es gibt dazu regelmäßige Ausschüttungstermine, je nach Fonds bis zu vier im Jahr. Das Ausschüttungsprinzip bei ETF auf Kursindex-Basis hat Vor- und Nachteile. Für Anleger vorteilhaft ist, dass sie über die ausgeschütteten Beträge frei verfügen können. Das gilt insbesondere dann, wenn keine Reinvestition im betreffenden ETF selbst beabsichtigt ist. Sollen dagegen weitere Fondsanteile erworben werden, bedeutet die Ausschüttung nicht nur zusätzlichen Aufwand, sondern auch weitere Kosten, denn für den Anteilserwerb fallen in diesem Fall erneut Gebühren an. In diesem Fall wäre ein thesaurierender ETF mit einem Performanceindex besser.

Rückblick, Durchblick, Ausblick – Mandantenbrief 02/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.

Turbulentes Börsenjahr 2020 | Mandantenbrief 01/2021

So schwierig das vergangene Jahr mit Corona und all seinen Folgen auch war, so positiv ist es an den Aktienmärkten zu Ende gegangen. Denn egal ob US-Wahl, Brexit-Chaos oder zweite Corona-Welle: Für Anleger endete 2020 versöhnlich. Und mit soliden Aussichten.

Unbeliebteste Rally aller Zeiten | Mandantenbrief 11/2020

Verrückte Welt noch verrückter. Noch vor kurzem hatte Wirecard eine höhere Marktkapitalisierung (Börsenkurs mal ausgegebener Aktien) als die Deutsche Bank.

Stecken Edelmetalle selbst in der Krise? – Mandantenbrief 11/18

In kritischen Börsenphasen kommt immer wieder der Gedanke auf: “Sollte ich nicht noch etwas mehr Edelmetalle haben?” Wenn die Aktienkurse zurückgehen, vermittelt der Gedanke an Gold oder Silber emotionale Sicherheit. Scheinbar funktioniert dieser Zusammenhang im Moment nicht.

Geldanlage – quo vadis? | Mandantenbrief 09/19

wer glaubte, bei den Zinsen könne es nicht noch weiter nach unten gehen, wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt. Die Rendite von Bundesanleihen sinkt seit November 2018 kontinuierlich. Bei den “Zehnjährigen” hat sie sogar den negativen EZB-Einlagezins unterschritten. Aber auch bei Tages- und Termingeldern wurden die ohnehin minimalen Verzinsungen nach unten angepasst.

Diversifizierung schafft Sicherheit – Mandantenbrief 10/15

Liebe Leser, wer hätte das gedacht? Der solide Autobauer Volkswagen betrügt systematisch Behörden und die eigenen Kunden. Im Ausland ist VW der Inbegriff des verlässlichen Deutschlands. Die kurzfristigen Auswirkungen auf den eigenen Kurs und die Börsen waren enorm.

Lachs so teuer wie ein Fass Nordseeöl – Mandantenbrief 02/16

Liebe Leser, Erdöl wurde jahrzehntelang als schwarzes Gold bezeichnet. Es war vergleichsweise selten, besaß vermeintlich endliche Reserven und war für die globale Wirtschaft extrem wichtig. Der geradezu groteske Preisverfall führte nun aber dazu, dass ein Lachs teurer ist als ein Barrel Nordseeöl.

2018 – ein turbulentes Jahr | Mandantenbrief 01/19

In der Rückschau war das Jahr 2018 geprägt von starken Turbulenzen an den Märkten. Brexit, Trump, Italien – das sind nur einige Themen, die 2018 maßgeblich beeinflusst haben. Und auch das vierte Quartal war alles andere als ruhig. Weltweit rutschten die Leitindizes ins Minus. Doch eine extreme Abkühlung in 2019 ist nicht zu erwarten.

Schwarze Börsenwoche – Mandantenbrief 06/20

Was wir jetzt haben, sind zwei Epidemien. Wir haben eine Epidemie des Coronavirus, aber wir haben auch eine Epidemie der Angst, die nicht mit der wissenschaftlichen Realität Schritt hält.

Crash-Propheten haben bestenfalls kurzfristig Recht – Mandantenbrief 03/18

Wenn Ihr Webshop wächst und die Bestellungen zunehmen, wird auch Ihr Warenumschlag höher. Je umfangreicher dabei Ihre Produktpallette ist, desto unübersichtlicher wird der Warenumschlag. Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig damit befassen, wie Sie Ihre Warenwirtschaft strukturieren.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

8 + 6 =