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Keine Angst vor China – Mandantenbrief 05/16

Liebe Leser, die zweitgrößte Volkswirtschaft, die größte Exportnation und mit 1,4 Mrd. Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt (mehr Einwohner als Nordamerika, Europa und Russland zusammen) macht vielen Menschen Angst. Das Schriftbild ist völlig anders, die Sprache für Europäer nur äußerst schwer zu lernen und trotz modernster Reisemöglichkeiten braucht man mindestens 10 Stunden ins Reich der Mitte. Wenn man zudem noch die diktatorischen Strukturen, die Zensur und die Missachtung der Menschenrechte berücksichtigt, möchte man China in eine exotische Ecke verbannen und niemals besuchen wollen. Nun lebt und arbeitet aber unser jüngster Sohn seit über einem Jahr in Beijing und fühlt sich sehr wohl. Wie kann das sein? Wir sind hingereist.

Weltoffen und beeindruckend

Kein Taxifahrer spricht Englisch, man steht nahezu immer im Stau, die Umweltverschmutzung ist problematisch und der Reinheitsgedanke der über 22 Millionen Beijinger entspricht nicht unseren Vorstellungen. Aber das U-Bahnnetz ist gut, extrem viele Elektrobusse, Millionen Elektromotorräder, kaum neue Fahrzeugzulassungen im Stadtgebiet, ein hervorragendes Netz öffentlicher Toiletten, man fühlt sich sehr sicher und eine schon weit verbreitete Offenheit gegenüber dem Westen zeigen den Weg in die Zukunft. Die jungen Chinesen wirken noch konsumfreudiger als in anderen Weltmetropolen, bestellt wird selbst in kleinen Restaurants selbstständig über bebilderte iPads und über www.wechat.com wird kommuniziert, Bilder und Videos ausgetauscht und sehr unproblematisch gehandelt und bezahlt. China ist in einigen Bereichen längst Trendsetter. Wir können unseren Sohn nun viel besser verstehen.

Achtung der eigenen Vergangenheit

In der Anlagewelt wird China noch vielfach verniedlichend als Emerging Markets (Schwellenland) eingeordnet. Man vergisst die Jahrtausende umfassende Historie einer Weltmacht. Obwohl es seit mehr als einem Jahrhundert keinen Kaiser mehr gibt, wird der unvorstellbar große, farblich und architektonisch äußerst beeindruckende Kaiserpalast (die verbotene Stadt) gepflegt und ist vor allem für Chinesen ein Besichtigungsmagnet. Ähnlich die große Mauer: Alleine der Aufstieg ist für uns Europäer eine persönliche Herausforderung. Einige Kilometer Wander-/Kletterschaft auf der Mauer kaum zu bewältigen. Ein erheblicher Teil des über 20.000 km langen Bauwerks ist in einem hervorragenden Zustand restauriert und wird von den Chinesen verehrt und stark besucht. Wer diese von Chinesen vor Jahrhunderten geschaffenen Werke persönlich gesehen hat, erkennt was Menschen leisten können. China verdient unseren Respekt.

Chinas Bedeutung für die Weltwirtschaft

Ob es der Rest der Welt wahrhaben will oder nicht – Chinas Wirtschaft ist wegen ihrer schieren Größe so bedeutend, dass das Reich der Mitte niemanden kalt lassen kann. Laut den Zahlen der nationalen Statistikbehörde ist das asiatische Land im ersten Quartal des laufenden Jahres um 6,7% gewachsen. Allein der Zuwachs entspricht mehr als der realen Leistung der Schweiz.

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Der Anteil Chinas an der weltweiten Wirtschaftsleistung beläuft sich auf mehr als 16%, der Beitrag des Landes zum Wachstum der Weltwirtschaft beträgt rund 33%, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis China die USA als größte Volkswirtschaft ablösen wird. China sollte Bestandteil einer jeden Altersvorsorge sein. Unvorstellbar, dass im größten Index der Welt, dem MSCI-World, immer noch kein chinesischer Wert enthalten ist – aber 57% USA-Werte. Wir denken bekanntlich viel breiter und kaufen konsequent nicht irreführende Indices sondern ganze Anlageklassen mit einem nennenswerten Anteil China.

Was wir von Kindern und China lernen können

Trotz eines weltoffenen und liberalen Klimas in unserer Familie gewinnen mit zunehmendem Alter auch gelegentlich Vorurteile und Aversionen gegenüber fremden Kulturen Raum. Von den eigenen Kindern kann man dann viel lernen. Nicht nur die äußerst fruchtbaren Diskussionen mit unserem Ältesten im eigenen Familienunternehmen, sondern auch die unvoreingenommene Toleranz unseres Weltenbummlers hat uns beeindruckt. Als Abteilungsleiter in eine holländischen Möbelbaufirma mit 700 Mitarbeitern mit großen Hallen und guten Arbeitsbedingungen hat er uns das von uns noch nicht wahrgenommene, moderne China als hochwertige Produktionsstätte gezeigt. China muss noch sehr, sehr viel ändern, um westlichen Lebens- und Moralvorstellungen zu entsprechen. Aber wir sollten China nicht nur beschuldigen, sondern auch als großartige Chance entdecken.

Kinder sind unsere Zukunft.

China ist die Zukunft der Welt.

Die Macht der Daten | Mandantenbrief 02/2019

“Big Brother is watching you” – dieser Slogan aus George Orwell’s dystopischem Roman “1984” ist kennzeichnend für einen totalitären Staat, der seine Bürger dank umfassender Herrschaft über Medien, Informationen und Daten in allen Lebenslagen überwacht. Was beim Erscheinen des Romans 1949 noch als düstere Zukunftsvision wirkte, könnte schon bald Wirklichkeit werden.

Neue Aktionärskultur | Mandantenbrief 05/19

Hauptversammlungen sind bei Aktiengesellschaften äußerst wichtige Ereignisse. Um Ihnen einen tieferen Einblick in solche Prozesse zu geben, möchten wir uns mit diesem Mandantenbrief auf ein aktuelles Beispiel konzentrieren, dass zugleich auch Veränderungen deutlich macht.

Kreditzinsen am Tiefpunkt? – Mandantenbrief 03/15

Liebe Leser, wer sein Geld spart, also Konsumverzicht praktiziert, bekommt dafür eine Belohnung, den Guthabenzins. Wer sich Geld leiht, muss dafür eine Gebühr zahlen, den Kreditzins. So weit so gut. In den letzten Jahren sind diese eng miteinander in Verbindung stehenden Zinssätze kontinuierlich gesunken.

Sparen ja, bausparen eher nein – Mandantenbrief 12/17

Welche Sparform auch immer, systematisches Sparen ist extrem sinnvoll. Gleichwohl sollte jeder Sparer immer mal wieder überprüfen, ob die gewählte Variante nicht durch eine bessere abgelöst werden sollte.

Megatrend Bildung | Mandantenbrief 03/19

Als Ihr verantwortungsbewusster, wirtschaftlicher Betreuer fühlt man sich häufig verpflichtet, Entwicklungen zu erklären, Börsenbewegungen zu bewerten und kurzfristige Entscheidungshilfen zu geben. Da wir bekanntermaßen langfristig denken und handeln, ist das sicherlich nicht im Monatsrhythmus notwendig. Vielmehr sollten wir uns von Zeit zu Zeit um die wirklich relevanten Megathemen kümmern: Bildung, Digitalisierung, Demographie, Transparenz usw.

3. Quartal: Börsen stabil trotz turbulentem Umfeld | Mandantenbrief 10/19

Mit geopolitischen Risiken wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der ungelösten Brexit-Frage haben sich die Börsen im dritten Quartal beschäftigen müssen. Dennoch schlossen die Märkte am Ende des Quartals neutral bzw. mit leichten Gewinnen.

Am Mute hängt der Erfolg – Mandantenbrief 06/2017

Liebe Leser, schon Theodor Fontane hat im vorletzten Jahrhundert für sich formuliert: “Am Mute hängt der Erfolg.” Der Mut, neue Lebenswege auch zur Unzeit zu erwägen, zu diskutieren und gegebenenfalls umzusetzen, kann ganz neue Chancen eröffnen. Wir haben dies in den letzten Wochen erlebt und möchten Sie gerne daran teilhaben lassen.

US-Wahl: Egal wer gewinnt – Mandantenbrief 11/16

Am 8. November 2016 werden die US-Amerikaner wählen. Genießen Sie die neuesten Prophezeiungen als wunderbare Unterhaltung – keinesfalls aber als Basis für Anlageentscheidungen.

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.

Nun auch noch China – Mandantenbrief 09/15

Liebe Leser, hatten wir nicht in den letzten Monaten genug Probleme? Griechenland, Verschuldung, Flüchtlingsproblematik usw. Nun vernichtet der Börseneinbruch in China virtuell erhebliche Aktienwerte. Und wie geht das weiter? Noch schnell verkaufen?

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