Beim privaten Vermögensaufbau geht es immer um die richtige Anlagestrategie. Passiv oder aktiv anlegen? Das ist eine der Grundfragen, die dabei zu beantworten ist.

Aktiv anlegen ist aufwändig

Aktive Geldanlage bedeutet, besser sein zu wollen als der Markt. Investoren, die aktiv anlegen, suchen nach den besonderen Chancen, den besten Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkten, wollen Trends frühzeitig erkennen und davon profitieren.

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Die meisten herkömmlichen Investmentfonds verfolgen eine aktive Anlagestrategie. Ihr Ziel ist es, ihre jeweilige Benchmark – einen Marktindex – zu schlagen. Ein aktiver Aktienfonds, der zum Beispiel auf deutsche Aktien setzt, versucht daher besser abzuschneiden als der DAX.

Es ist klar, dass aktiv anlegen mit Aufwand verbunden ist. Schließlich müssen die Märkte kontinuierlich beobachtet werden und es sind Analysen erforderlich, um die besten Chancen zu identifizieren. Umschichtungen, wenn die Marktlage sich ändert, führen zu Transaktionskosten. Bei aktiven Fonds bezahlen Anleger diesen Aufwand über die Verwaltungsgebühren und/oder Ausgabe- und Rücknahmeaufschläge.

Erfolg möglich?

Wirtschaftswissenschaftler bezweifeln allerdings, ob aktiv anlegen auf Dauer wirklich erfolgreich sein kann. Es gibt die These, dass es auf lange Sicht bei effizienten Kapitalmärkten – wie sie beispielsweise Börsen darstellen – nicht möglich ist, den Markt zu schlagen. Alle zugänglichen Informationen werden nämlich durch die Kurse bereits abgebildet, daher ist es nicht möglich, Gewinne durch Informationsvorsprünge zu erzielen.

Passiv investieren bietet Vorteile

In der Konsequenz wird eine Anlagestrategie empfohlen, die passiv ist. Dabei geht es darum, im Anlageportefeuille den Markt möglichst repräsentativ abzubilden. Im Ergebnis kann ein solches Portfolio nicht besser abschneiden als der Markt, aber auch nicht schlechter. Der Aufwand ist hier wesentlich geringer, da auf ständige Umschichtungen, Marktbeobachtung und -analysen weitgehend verzichtet werden kann.

ETF – Exchange Traded Funds – sind Investmentfonds, die passives Investieren in die Praxis umsetzen. Ihre Anlagepolitik besteht in der möglichst exakten Abbildung eines Referenzindexes. Durch ihr passives Anlagemanagement sind sie als börsengehandelte Werte deutlich günstiger als aktive Fonds.

Nachhaltigkeit ist kein Renditekiller mehr – Mandantenbrief 09/18

Aufgrund unseres langfristigen Investmentansatzes war für uns schon immer das Gedankengut der Nachhaltigkeit oder der Ökologie von großer Wichtigkeit. Bedauerlicherweise gab es kaum befriedigende Lösungen, die auch den Renditeaspekt genügend berücksichtigten. Seit einigen Monaten prüfen wir einen modifizierten Ansatz dazul. Nun haben wir uns entschieden, Ihnen zu empfehlen, den “Global Core” in die Nachhaltigkeitsvariante dieses Fonds zu tauschen. Die Entwicklungen laufen absolut parallel, so dass Umweltschutzgedanken endlich keine Renditekiller mehr sind.

Geldanlage – quo vadis? | Mandantenbrief 09/19

wer glaubte, bei den Zinsen könne es nicht noch weiter nach unten gehen, wurde in den vergangenen Monaten eines Besseren belehrt. Die Rendite von Bundesanleihen sinkt seit November 2018 kontinuierlich. Bei den “Zehnjährigen” hat sie sogar den negativen EZB-Einlagezins unterschritten. Aber auch bei Tages- und Termingeldern wurden die ohnehin minimalen Verzinsungen nach unten angepasst.

Lagarde setzt auf Niedrigzinsstrategie | Mandantenbrief 07/19

Die für uns erhebliche Nachricht der letzten Monate war die vorgesehene Ernennung von IWF-Chefin Christine Lagarde zur EZB-Präsidentin. Damit dürfte die EZB-Politik mit immensen Liquiditätsaufblähungen und einer Nullzinspolitik fortgesetzt werden. Die primär kurzfristig denkenden Börsen feierten mit Kursgewinnen (Lagarde-Effekt).

Wechsel von AAB zu EBASE – Mandantenbrief 09/2021

Der Wechsel von der AAB zu EBASE steht nun leider ins Haus. Eine lästige Umstellung, die Sie und wir nicht gewollt haben, die aber letztlich leider nicht zu verhindern war.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Die Krux mit der Logik | Mandantenbrief 12/2020

Scheinbar sind die Märkte nicht bereit oder ggf. sogar nicht mehr fähig, Rückschläge hinzunehmen. In Zeiten der ökonomischen Logik hätten die Aktienmärkte die eine oder andere Entwicklung zum Anlass genommen, erneut in Richtung der Tiefs wie im März/April zu sinken.

Griechenland + Deflation = Crash? – Mandantenbrief 02/15

Liebe Leser, am 15. Januar hatte die Schweizer Nationalbank die feste Währungskursgrenze zum Euro aufgegeben. Zeichen eines erwarteten Eurorückganges. Dann noch die überraschende Griechenlandwahl und über allem schwebt die Flut billigen Geldes aus Befürchtungen vor einer Deflation.

Nachhaltigkeit im Fokus – Mandantenbrief 08/2021

Vor einigen Jahren bildeten nachhaltige Geldanlagen noch eine kleine Nische in einem riesigen Anlagespektrum – nicht selten belächelt oder wegen vermeintlich unterdurchschnittlicher Performance in Frage gestellt.

Turbulentes Börsenjahr 2020 | Mandantenbrief 01/2021

So schwierig das vergangene Jahr mit Corona und all seinen Folgen auch war, so positiv ist es an den Aktienmärkten zu Ende gegangen. Denn egal ob US-Wahl, Brexit-Chaos oder zweite Corona-Welle: Für Anleger endete 2020 versöhnlich. Und mit soliden Aussichten.

“Zinsen bleiben ewig nahe Null” | Mandantenbrief 08/19

Auch wenn im November EZB-Chef Mario Draghi den Stab an Christine Lagarde weitergibt, dürfte sich an der Politik der Euro-Notenbank wenig ändern. Die Fortsetzung des lockeren Geldkurses ist schon vorgezeichnet – nach der letzten EZB-Sitzung wurde sogar eine Wiederaufnahme der Anleihekäufe in Aussicht gestellt.

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