Zu geringes Wachstum ist der Grund, weshalb die Ratingagentur S&P Finnland überraschend die Spitzenbewertung AAA entzogen hat. Hintergründe hierfür sind die eingetrübten Handelsbeziehungen zum Nachbar Russland und weitere Sorgen innerhalb der Euro-Zone.

Die Ratingagentur S&P korrigiert die Bewertung Finnlands

Finnland konnte sich lange Zeit über die Bestnote AAA freuen, doch dies scheint nun zumindest mittelfristig vorbei zu sein.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Wie die Ratingagentur Standard & ­Poor’s am vergangenen Freitag in der britischen Hauptstadt London bekannt gab, wird die Bonitätsstufe für Finnland mit sofortiger Wirkung um eine Note gesenkt. Die skandinavische Nation wird fortan mit AA+ eingestuft, S&P begründete die Herabstufung mit erheblich verschlechterten Wirtschaftsaussichten.

Russland fehlt als Abnehmer

Die Ratingagentur S&P führt in der Begründung die zurückgehende Nachfrage aus dem Ausland an, wegen der das finnische Wirtschaftswachstum langfristig hinter vergleichbaren Volkswirtschaften zurückbleiben dürfte. Finnland war vor den Sanktionen der Europäischen Gemeinschaft ein bedeutender Handelspartner Russlands, die dorthin gehenden Exporte machten gut zehn Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung aus. Die Geschäftspartner innerhalb der Euro-Zone können aufgrund eigener Schwächen nur noch vermindert auf finnische Produkte zurückgreifen. Diese Voraussetzungen erschweren die Konsolidierung des Staatshaushalts, weil auch die Binnennachfrage aktuell niedrig ist.

Die Ratingagentur S&P gibt nur noch wenigen EU-Ländern die Bestnote

Über ein AAA-Rating können sich derzeit nur noch Luxemburg und Deutschland freuen. Bemerkenswert ist, dass S&P die Bundesrepublik noch nicht herabgestuft hat, denn bei uns herrschen mit Finnland vergleichbare Voraussetzungen. Die deutsche Wirtschaft leidet enorm unter den Exportbeschränkungen nach Russland. Das Exportvolumen wurde hier zuletzt auf etwa 40 Milliarden Euro beziffert und ist durch die Sanktionen auf null gesunken.

Wer wird der nächste Kandidat der Ratingagentur?

Auch Deutschland ist von der geringeren Nachfrage aus anderen EU-Staaten betroffen, die jüngsten Wirtschaftsdaten deuten auf Stagnation mit Tendenz zu Rückgang hin. Mit kurzfristigen positiven Veränderungen der wirtschaftlichen Entwicklung kann angesichts der anhaltenden Ukrainekrise kaum gerechnet werden.

Daher sollte es niemanden verwundern, wenn die Ratingagentur S&P auch der Bundesrepublik die Spitzenbewertung entzieht. Nicht nur die Gemeinschaftswährung wäre dann einer weiteren Belastung ausgesetzt.

Aktien ETF – ein Geldwert? – Mandantenbrief 10/16

Der ETF oder auch Exchange Traded Funds wird von Verbraucherschützern als das Allheilmittel der Finanz- und Anlegerwelt gefeiert. Unter bestimmten Voraussetzungen ist er aber eher ein Geld- als ein Sachwert.

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein – Mandantenbrief 04/18

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Kommt jetzt bald der „richtige“ Crash?

Löst sich die Mitte auf? | Mandantenbrief 06/19

Die Volksparteien zerfallen und die politischen Ränder werden immer stärker. Gibt es die so beruhigend klingende “Mitte der Gesellschaft” nicht mehr? Nach unserer Auffassung gibt es die Mittelstandsgesellschaft weiterhin, man muss sie nur differenzierter betrachten. Wir finden die von Garbor Steingart ins Spiel gebrachten drei Blöcke als ein gutes Erklärungsmodell.

US-Wahl: Egal wer gewinnt – Mandantenbrief 11/16

Am 8. November 2016 werden die US-Amerikaner wählen. Genießen Sie die neuesten Prophezeiungen als wunderbare Unterhaltung – keinesfalls aber als Basis für Anlageentscheidungen.

Negativzinsen als Realität – Mandantenbrief 03/16

Lieber Leser, wer sein Geld bei der Bank deponiert, bekommt dafür Zinsen. Und wer sich welches leiht, muss Zinsen zahlen. Diese Grundregel galt im Wirtschaftsleben seit jeher – bis jetzt. Nun kehren sich die Vorzeichen um: Guthabenzinsen werden negativ und Kreditzinsen mitunter positiv.

Breit gestreut und viel Disziplin – Mandantenbrief 02/2021

2020 war eines der turbulentesten Jahre der jüngeren Geschichte und historisch in mehrfacher Hinsicht beispiellos. Und es hat uns auch gezeigt, wie unerhört belastbar Menschen, Institutionen und Finanzmärkte sein können.

Crash-Propheten haben bestenfalls kurzfristig Recht – Mandantenbrief 03/18

Wenn Ihr Webshop wächst und die Bestellungen zunehmen, wird auch Ihr Warenumschlag höher. Je umfangreicher dabei Ihre Produktpallette ist, desto unübersichtlicher wird der Warenumschlag. Deshalb sollten Sie sich rechtzeitig damit befassen, wie Sie Ihre Warenwirtschaft strukturieren.

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.

Pleite von Lebensversicherern? – Mandantenbrief 05/15

Liebe Leser, die zu hohen Zinsversprechen der Lebensversicherungen waren bisher hauptsächlich ein Problem der Menschen, die damit ihre Altersvorsorge geplant hatten. Die Wahrscheinlichkeit, dass es tatsächlich zu Ausfällen, steigt mit jedem Monat, der nur Minizinsen für die Versicherungsgelder bietet.

Prognosetreu oder prognosefrei? – Mandantenbrief 12/14

Liebe Leser, zum Jahreswechsel trumpfen traditionell alle (vermeintlichen) Fachleute mit gewichtigen Prognosen für das neue Jahr auf. Da werden mit großer Geste Indexstände und Kurse verkündet, die die Presse dankbar aufnimmt. Erfahrungsgemäß liegen viel Experten schief.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

14 + 3 =