Hamburg wird auch in den kommenden Jahren ein attraktiver Wohn-, Arbeits- und Lebensstandort sein und sich dabei durchaus mit Metropolen wie Oslo oder Vancouver vergleichen können. Dies ist das Ergebnis einer HWWI-Studie, die im Auftrag der Haspa durchgeführt wurde.

Um den zu erwartenden Bevölkerungszuwachs aufzunehmen, werden 90.000 zusätzliche Wohnungen benötigt.

Hamburgs Einwohnerzahl wächst

Auch in den vergangenen beiden Jahrzehnten hat die Einwohnerzahl der Hansestadt zugenommen. Sie ist seit 2007 um insgesamt acht Prozent gewachsen.

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Die HWWI-Forscher gehen davon aus, dass dieser Trend auch in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren anhalten wird – eine bemerkenswerte Entwicklung angesichts des bundesweit zu erwartenden Bevölkerungsrückgangs.

Hamburg hat seine Anziehungskraft der anhaltenden wirtschaftlichen Prosperität und seiner hohen Lebensqualität zu verdanken. Mit einem durchschnittlichen Wachstum von 1,2 Prozent pro Jahr hat sich die Hansestadt besser entwickelt als die übrigen alten Bundesländer. Besonders in der Bereichen Handel und Verkehr sowie unternehmensnahe Dienstleistungen gab es überproportionales Wachstum. Der Hafen war, ist und wird auch in Zukunft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sein.

Genug Platz für neue Wohnungen

Im Gegensatz zu anderen Großstädten bietet Hamburg nach Ansicht der Studien-Autoren genug Platz für neue Wohnungen. Immerhin erreiche die Fläche der Hansestadt – bei einer deutlich geringeren Einwohnerzahl – den Umfang von New York. Die vom Hamburger Senat angepeilte Zielmarke von 6000 zusätzlichen Wohnungen im Jahr sehen die Forscher dabei als ausreichend an, um den prognostizierten Mehrbedarf von 90.000 Stück zu erreichen. Im vergangenen Jahr wurde das Ziel sogar leicht übertroffen. Die Wohnungsneubauten stiegen von 2.600 (2012) auf über 6.400 an.

Die Studie weist auch auf interessante Unterschiede in der Entwicklung der Hamburger Stadtteile hin. So gibt es in den Stadtrand-Gebieten einen deutlichen Zuwachs von Familien. Auf den Elbinseln Veddel und Wilhelmsburg hat die Bevölkerung ebenso zugenommen wie in Altona-Nord und Lokstedt. In anderen Stadtvierteln macht sich der demografische Wandel stärker bemerkbar.

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