©iStock.com/JackF

Lebensversicherer vor der Pleite?

Die Substanz deutscher Lebensversicherer wird von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Mitleidenschaft gezogen. Die Solvabilitäts-Kennziffer verrät, welche Anbieter davon besonders stark betroffen sind und demnächst ins Wanken geraten könnten.

Die Substanz deutscher Lebensversicherer wird von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Mitleidenschaft gezogen. Die Solvabilitäts-Kennziffer verrät, welche Anbieter davon besonders stark betroffen sind und demnächst ins Wanken geraten könnten.

Warum einige Lebensversicherer Zukunftsängste haben müssen

Alle Anbieter möchten gegenüber Kunden gemachte Zinsversprechen einhalten, das gelingt Einigen jedoch angesichts niedriger Zinsen nur unter der Generierung hoher Reserven. Da ihnen allerdings gleichzeitig die Gewinne wegbrechen, nagt die Reservebildung an der Substanz und sorgt für gefährliche Instabilität.

Die Unternehmen haben dadurch weniger Mittel für die Rückstellung von Eigenmitteln und gefährden damit ihre Solvabilitätsquote. Sinkt die Kennziffer auf Werte unterhalb von 100 Prozent, droht Ärger mit der Aufsichtsbehörde. Für einige Versicherer befindet sich die gefährliche Marke bereits in Sichtweite.

  • Die Aachenmünchener Versicherung ist nur noch knapp neun Prozent von der Bafin-Mindestforderung entfernt.
  • Die Eigenmittelausstattung liegt bei den Anbietern Cosmos und VPV mit 120 Prozent nur geringfügig höher.

Gut ausgestattete Lebensversicherer sind beispielsweise die „Direkte Leben“ mit knapp 300 Prozent oder die „Vorsorge“ mit 290 Prozent.

Aufsichtsbehörden fordern neuen Stresstest

Ein europaweit durchgeführter Stresstest soll die Widerstandsfähigkeit der europäischen Lebensversicherer unter Beweis stellen. Dazu müssen deutsche Versicherer ihre Daten bis Juni bei der Bafin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen einreichen.

Bei dem Test werden die seit Jahresbeginn gültigen Regeln zu Kapital und Aufsicht aus „Solvency II“ zugrunde gelegt.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Beginn der Datenerhebung war der erste Januar 2016, erste Testergebnisse werden zum Jahresende erwartet. Der neue Stresstest erfährt eine Ausweitung, weil der letzte Test vor zwei Jahren bedrohliche Erkenntnisse an den Tag brachte. Demnach kann jedes vierte Versicherungsunternehmen bei anhaltenden Niedrigzinsen die Kapitalanforderungen nach „Solvency II“ nur schwer erfüllen.

Der neue Stresstest setzt die Gesellschaften einem extremen Szenario aus, welches neben fallenden Kursen bei Anleihen und Aktien, Naturkatastrophen sowie massive Kundenkündigungswellen durchspielt. Daran dürften vor allem diejenigen Lebensversicherer pleite gehen, die großzügige Zinsversprechen aus vielen alten Verträgen erfüllen müssen.

Klugheit besiegt eben nicht den Markt – Mandantenbrief 04/17

Liebe Leser, genau ein derartiger Mandantenbrief, wie der, der Ihnen nun vorliegt, hat mir eine interessante Erfahrung beschert, an der ich Sie gerne teilnehmen lassen möchte. Daher kommt die April-Ausgabe auch leicht verspätet. Bitte um Nachsicht.

Trump spekuliert mit Worten – Mandantenbrief 12/18

Es vergeht kaum eine Woche, in der US-Präsident Donald Trump nicht mit Sprüchen und „alternativen Fakten“ von sich reden macht. Oft haben seine Äußerungen etwas Groteskes, Großmäuliges und Widersprüchliches an sich. Was eben noch in Grund und Boden verdammt wurde, kann schon am nächsten Tag „great“ sein – und umgekehrt. Vieles ist offenkundig falsch oder gelogen.

Finanzkunde oder Erdkunde? – Mandantenbrief 12/15

Liebe Leser, vor dreieinhalb Jahren haben wir einigen Kollegen einen Zusammenschluss initiiert, der im Laufe der Zeit durch kompetente Berater ergänzt wurde. Kritisch betrachtete unsere Gruppe die Diskussionen, ob nun Provision- oder Honorarberatung optimal für die Mandanten sei.

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.

Bearbeitungsgebühren zurückfordern – Mandantenbrief 11/14

Lieber Leser, der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei nach 12/2004 aufgenommenen Bankdarlehen unzulässig sind. Höchstrichterlich entschieden ist dies endgültig für Verbraucherkredite. Analog gilt dies wohl auch für Baufinanzierungskredite.

Nun auch noch China – Mandantenbrief 09/15

Liebe Leser, hatten wir nicht in den letzten Monaten genug Probleme? Griechenland, Verschuldung, Flüchtlingsproblematik usw. Nun vernichtet der Börseneinbruch in China virtuell erhebliche Aktienwerte. Und wie geht das weiter? Noch schnell verkaufen?

Anzeichen für Bodenbildung – Mandantenbrief 05/20

Menschliche Sensationsgier und mediale Übertreibungslust haben mit vereinten Kräften eine Psychose herbeigeführt, gegen die das Gegengift der Aufklärung derzeit keine Chancen hat.

Geldanlage ist kein Glücksspiel – Mandantenbrief 04/2021

In den letzten Wochen sorgten Spekulationen um die Gamestop-Aktie für mächtigen Wirbel. Um einem Hedgefonds Paroli zu bieten, hatten Internet-Aktivisten einen wahren Run auf die Aktie losgetreten. Deren Kurs stieg darauf in schwindelerregende Höhen.

Kurssturz muss kein Crashvorbote sein – Mandantenbrief 04/18

Die vergangene Börsenwoche brachte herbe Kursverluste. Der S&P 500 verlor rund sechs Prozent. Beim DAX ging es nicht ganz so drastisch nach unten, aber auch hier gab der Index um 3,3 Prozent nach. Der Kurssturz ist nicht der einzige im noch relativ jungen Jahr. Kommt jetzt bald der „richtige“ Crash?

3. Quartal: Börsen stabil trotz turbulentem Umfeld | Mandantenbrief 10/19

Mit geopolitischen Risiken wie dem Handelsstreit zwischen den USA und China sowie der ungelösten Brexit-Frage haben sich die Börsen im dritten Quartal beschäftigen müssen. Dennoch schlossen die Märkte am Ende des Quartals neutral bzw. mit leichten Gewinnen.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239993

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04260 / 3239994

2 + 5 =