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Lebensversicherer vor der Pleite?

Die Substanz deutscher Lebensversicherer wird von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Mitleidenschaft gezogen. Die Solvabilitäts-Kennziffer verrät, welche Anbieter davon besonders stark betroffen sind und demnächst ins Wanken geraten könnten.

Die Substanz deutscher Lebensversicherer wird von der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) in Mitleidenschaft gezogen. Die Solvabilitäts-Kennziffer verrät, welche Anbieter davon besonders stark betroffen sind und demnächst ins Wanken geraten könnten.

Warum einige Lebensversicherer Zukunftsängste haben müssen

Alle Anbieter möchten gegenüber Kunden gemachte Zinsversprechen einhalten, das gelingt Einigen jedoch angesichts niedriger Zinsen nur unter der Generierung hoher Reserven. Da ihnen allerdings gleichzeitig die Gewinne wegbrechen, nagt die Reservebildung an der Substanz und sorgt für gefährliche Instabilität.

Die Unternehmen haben dadurch weniger Mittel für die Rückstellung von Eigenmitteln und gefährden damit ihre Solvabilitätsquote. Sinkt die Kennziffer auf Werte unterhalb von 100 Prozent, droht Ärger mit der Aufsichtsbehörde. Für einige Versicherer befindet sich die gefährliche Marke bereits in Sichtweite.

  • Die Aachenmünchener Versicherung ist nur noch knapp neun Prozent von der Bafin-Mindestforderung entfernt.
  • Die Eigenmittelausstattung liegt bei den Anbietern Cosmos und VPV mit 120 Prozent nur geringfügig höher.

Gut ausgestattete Lebensversicherer sind beispielsweise die “Direkte Leben” mit knapp 300 Prozent oder die “Vorsorge” mit 290 Prozent.

Aufsichtsbehörden fordern neuen Stresstest

Ein europaweit durchgeführter Stresstest soll die Widerstandsfähigkeit der europäischen Lebensversicherer unter Beweis stellen. Dazu müssen deutsche Versicherer ihre Daten bis Juni bei der Bafin, der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen einreichen.

Bei dem Test werden die seit Jahresbeginn gültigen Regeln zu Kapital und Aufsicht aus “Solvency II” zugrunde gelegt.

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Beginn der Datenerhebung war der erste Januar 2016, erste Testergebnisse werden zum Jahresende erwartet. Der neue Stresstest erfährt eine Ausweitung, weil der letzte Test vor zwei Jahren bedrohliche Erkenntnisse an den Tag brachte. Demnach kann jedes vierte Versicherungsunternehmen bei anhaltenden Niedrigzinsen die Kapitalanforderungen nach “Solvency II” nur schwer erfüllen.

Der neue Stresstest setzt die Gesellschaften einem extremen Szenario aus, welches neben fallenden Kursen bei Anleihen und Aktien, Naturkatastrophen sowie massive Kundenkündigungswellen durchspielt. Daran dürften vor allem diejenigen Lebensversicherer pleite gehen, die großzügige Zinsversprechen aus vielen alten Verträgen erfüllen müssen.

Klugheit besiegt eben nicht den Markt – Mandantenbrief 04/17

Liebe Leser, genau ein derartiger Mandantenbrief, wie der, der Ihnen nun vorliegt, hat mir eine interessante Erfahrung beschert, an der ich Sie gerne teilnehmen lassen möchte. Daher kommt die April-Ausgabe auch leicht verspätet. Bitte um Nachsicht.

Bearbeitungsgebühren zurückfordern – Mandantenbrief 11/14

Lieber Leser, der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass Bearbeitungsgebühren bei nach 12/2004 aufgenommenen Bankdarlehen unzulässig sind. Höchstrichterlich entschieden ist dies endgültig für Verbraucherkredite. Analog gilt dies wohl auch für Baufinanzierungskredite.

Arme Griechen – Mandantenbrief 07/15

Liebe Leser, erstaunlich, was da am Montag passiert ist. Nicht, dass die griechischen „Volksvertreter“ den Verhandlungspartnern auf der Nase herumgetanzt sind, noch nicht einmal das überraschende Ausrufen einer Volksabstimmung ……

Dauernd neue Höchststände – Mandantenbrief 01/17

Liebe Leser und wieder ist es so weit, der DAX schnellt auf ein neues Jahreshoch. Emotional wollen viele Anleger jetzt verkaufen unter der Devise, es kann doch so nicht weitergehen.

Stecken Edelmetalle selbst in der Krise? – Mandantenbrief 11/18

In kritischen Börsenphasen kommt immer wieder der Gedanke auf: “Sollte ich nicht noch etwas mehr Edelmetalle haben?” Wenn die Aktienkurse zurückgehen, vermittelt der Gedanke an Gold oder Silber emotionale Sicherheit. Scheinbar funktioniert dieser Zusammenhang im Moment nicht.

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.

Zweite Meinung – Mandantenbrief 10/14

Verbraucher wünschen eine Zweitmeinung: Die meisten Patienten wollen eine zweite ärztliche Meinung einholen, zeigt eine Studie der Asklepios Kliniken Hamburg. Aber viele wissen überhaupt nicht, dass es das Recht auf eine Zweitmeinung bereits gibt. In der Finanzberatung ist das noch vollkommen unüblich.

Fondsbindung bedeutet Eigenverantwortung – Mandantenbrief 11/17

Die Auslagerung der Verantwortung für die Rendite vom Versicherer zum Kunden bezüglich der Renten- oder Kapitalhöhe ist den allermeisten Verbrauchern nicht bewusst, Darin liegt ein vielfach unerkanntes Risiko der eigenen Altersvorsorge.

Nun auch noch China – Mandantenbrief 09/15

Liebe Leser, hatten wir nicht in den letzten Monaten genug Probleme? Griechenland, Verschuldung, Flüchtlingsproblematik usw. Nun vernichtet der Börseneinbruch in China virtuell erhebliche Aktienwerte. Und wie geht das weiter? Noch schnell verkaufen?

Lebensversicherer gefährden Altersvorsorge – Mandantenbrief 10/17

Bei den anhaltenden Niedrigzinsen wird es für Lebensversicherer fast unmöglich, noch Erträge zu erwirtschaften, die die garantierte Mindestverzinsung sicherstellen – von Überschüssen ganz zu schweigen.

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