Erst vor wenigen Tagen musste Prokon einen Insolvenzantrag stellen, nachdem immer mehr Genussrechtsinhaber ihr Kapital zurückhaben wollten.

Damit schien die Zukunft des Windparkbetreibers in Frage gestellt. Jetzt gibt es Bemühungen, die Insolvenz abzuwenden.

Bisher nur vorläufige Insolvenz

Das über Prokon eröffnete Insolvenzverfahren ist zunächst nur vorläufig.

Sie haben Fragen zu dem Thema? Sprechen Sie uns an!

Voraussichtlich Ende April entscheidet das zuständige Gericht, ob es tatsächlich zu einem regulären Verfahren kommt. Bis dahin besteht eine letzte Frist, Rettungspläne zu entwickeln, die die Insolvenz vermeiden. Dies wollen der Gründergeschäftsführer Carsten Rodbertus und der bestellte Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin versuchen, wie es in einem gemeinsamen Schreiben an die Anleger heißt.

Knackpunkt Genussrechtskapital

Im Mittelpunkt der Überlegungen steht offenbar die Änderung des Rechtsrahmens für das Genussrechtskapital. Die Genussrechtsfinanzierung hatte Prokon letztlich in die Insolvenz getrieben. Jahrelang hatte das Unternehmen mit hohen Renditeversprechen geworben. Als sich schlechte Nachrichten häuften, brachte schließlich eine Kündigungswelle von Anlegerseite das Aus.

Prokon Umwandlung in eG oder AG?

Die Änderung der Genussrechtsbedingungen stellt daher auch einen Ansatzpunkt dar, um Prokon zu retten. Er ist aber nicht der einzige. Diskutiert wird wohl auch die Umwandlung des Unternehmens in eine Genossenschaft oder eine Aktiengesellschaft. Die bisherigen Genussrechtsinhaber würden dann zu Eigentümern: Genossenschaftsmitgliedern oder Aktionären. Genussrechte sind dagegen aus rechtlicher Sicht Schuldverschreibungen, Genussrechtsinhaber gehören daher zu den Gläubigern des Unternehmens.

Besser als Insolvenz

Für die rund 75.000 Anleger wäre dies vermutlich mit einem Kapitalschnitt verbunden. Dies ist aber wahrscheinlich immer noch besser als eine reguläre Insolvenz. In diesem Fall haftet das Genussrechtskapital nämlich nachrangig. Das heißt: zunächst werden die Ansprüche aller übrigen Gläubiger aus der Insolvenzmasse befriedigt, erst dann folgen die Genussrechtsinhaber.

Prokon braucht Liquidität

Die Zeit bis Ende April bietet auch Gelegenheit, mit dem Verkauf der ersten Windparks zu beginnen. Damit soll dem Unternehmen frische Liquidität zugeführt werden und man hofft, stille Reserven realisieren zu können. Diese Liquiditätsspritze kann Prokon dringend gebrauchen.

Übertriebene Aktienkurse? | Mandantenbrief 10/2020

Die Aktienkurse steigen, als hätte es den Shutdown nicht gegeben. Dabei wird die Wirtschaftserholung lang und mühsam werden.

Rente mit 63 – Mandantenbrief 9/14

Liebe leser, nicht nur die Einführung der Rente mit 63 in einer Zeit, in der die Lebenserwartung immer länger wird – nun auch noch die Bonifikation einer längeren Lebensarbeitszeit in einer unvorstellbaren Größenordnung. Die deutsche Politik tendiert immer weiter in Richtung eines verkrusteten Sozialstaates.

Starker Euro kostet Performance – Mandantenbrief 09/17

Die Börsenentwicklung in den ersten 8 Monaten 2017 war erstaunlich robust. Wer ein Weltportfolio für die Altersvorsorge aufgestellt hat, schaut trotzdem etwas betrübt drein. Warum?

Kredite zur Vermögensoptimierung – Mandantenbrief 9/16

Der Leitsatz “Kredite schnell zu tilgen” sollte gerade angesichts der Niedrigzinsen überdacht werden. Sich heute für mehr als ein Jahrzehnt nahezu kostenfreie Kredite zu sichern, kann eine kluge Strategie sein, die eigene Vermögensstruktur weiter zu optimieren.

Keine Angst vor China – Mandantenbrief 05/16

Liebe Leser, die zweitgrößte Volkswirtschaft, die größte Exportnation und mit 1,4 Mrd. Menschen das bevölkerungsreichste Land der Welt (mehr Einwohner als Nordamerika, Europa und Russland zusammen) macht vielen Menschen Angst.

Exit der Benachteiligten – Mandantenbrief 07/16

Liebe Leser, erstaunliches hat sich – wie Sie alle wissen – getan. So richtig damit gerechnet hatte eigentlich keiner mehr, am wenigsten die Börsen. Und dennoch ist es amtlich: Großbritannien verlässt die EU – entgegen so ziemlich aller rationalen Argumente.

Bausparvertrag ist kein Sparvertrag – Mandantenbrief 03/17

Liebe Leser, die Finanzberatung Frommholz war schon immer sehr kritisch dem Bausparwesen gegenüber eingestellt und hat dementsprechend auch noch nie einen Bausparvertrag verkauft. Bausparverträge sind zu teuer, zu unflexibel und aufgrund der Niedrigzinsphase nicht mehr zeitgemäß.

Geldanlage ist kein Glücksspiel – Mandantenbrief 04/2021

In den letzten Wochen sorgten Spekulationen um die Gamestop-Aktie für mächtigen Wirbel. Um einem Hedgefonds Paroli zu bieten, hatten Internet-Aktivisten einen wahren Run auf die Aktie losgetreten. Deren Kurs stieg darauf in schwindelerregende Höhen.

Nachhaltigkeit in der Geldanlage – Mandantenbrief 04/16

Lieber Leser, Nachhaltigkeit – ethische Geschäftspraktiken und aktiver Ressourcenschutz – ist zu einem wichtigen gesellschaftlichen Wert geworden. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass auch das Volumen nachhaltiger Geldanlagen beträchtlich zugenommen hat.

Märkte sind nicht perfekt, aber effizient – Mandantenbrief 06/15

Liebe Leser, wir konnten vor einigen Tagen in Amsterdam den Nobelpreisträger Prof. Fama und seinen Mitstreiter Prof. French persönlich kennenlernen. Dreh- und Angelpunkt der Diskussionen war die Effizienzmarkthypothese, ein furchtbar sperriger Begriff mit großen Auswirkungen auf Ihre Geldanlage.

Statt nur einer Meinung ein qualifiziertes Urteil?
Jetzt unverbindlich anfragen!

Welche Strategien sich für hohe Ansprüche empfehlen: Mehr über Ihre Möglichkeiten erfahren!

frank_frommolz
Frank
Frommholz

frank@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 040 32005413

frerk_quadrat

Frerk
Frommholz

frerk@finanzberatung-frommholz.de
Telefon: 04337 919984

10 + 13 =